Reviews SEPTEMBER 2019

 

…more reviews this week!(02.09.2019)

CHRISSIE HYNDE – Valve Bone Woe

Release: 06.09.2019

INFO-Auszug

„Vor ein paar Jahren las ich einen Nachruf auf den Posaunisten Bob Brookmeyer in der Zeitung“, so Chrissie Hynde über das Album. „Ich schickte meinem Jazz-Saxophon spielenden Bruder Terry eine Mail mit den Worten `R.I.P. Bob Brookmeyer`. Als Mann weniger Worte antwortete er mit `Valve Bone Woe`, einer Art Haiku im Beatnik-Prosa-Style. Ich fand sofort, dass es der perfekte Titel für das Album war, an dem ich gerade mit meinem Producer Marius de Vries arbeitete. Nachdem wir den Song `I Wish You Love` für den `Eye Of The Beholder`-Soundtrack aufgenommen hatten, kam in mir der Wunsch auf, mich weiter in diesem Genre zu bewegen. Also entwickelten wir die Idee zu dem, was wir unser Jazz/ Dub-Album nennen – die Platte, die nun unter dem Titel `Valve Bone Woe` vorliegt.

„Valve Bone Woe“ enthält 14 Tracks aus der Feder einer hochkarätigen Songwriter-Riege, darunter Brian Wilson, Frank Sinatra, Hoagy Carmichael, Charlie Mingus, John Coltrane, Nick Drake, Ray Davies sowie Rogers & Hammerstein.

Chrissie Hynde wird im Rahmen des „BBC Proms In The Park“-Events am 14. September im Londoner Hyde Park sowie am 24. November im Rahmen des London Jazz Festivals zu erleben sein.

Das Album wird in den Formaten CD, als 180g schweres Doppel-Vinyl sowie als limitierte 7“-Vinyl-Boxset-Edition erhältlich sein.

Das Album „Valve Bone Woe“ kann hier vorgestellt werden: https://ChrissieHynde.lnk.to/VBWWE

http://chrissiehynde.com

FAZIT

Ihre „wilden Zeiten“ sind schon lange Vergangenheit und / oder vorbei…Sorry…aber ich habe mir mehr versprochen vom Neuen Album!

Für einen netten Abend mit einer guten Flasche Whiskey und ner´Zigarre kann ich mir das Material vorstellen…mehr aber auch nicht!

6 von 10 Punkte


Beth Hart – War in My Mind

Release: 27.09.2019

INFO-Auszug

Beth Hart ist so authentisch wie nie. In einer Musikindustrie voller Hochglanzproduktionen und retuschierten Fotoshootings ist sie die Künstlerin, die ihre Karten offen auf den Tisch legt und ihre dunkelsten Geheimnisse preisgibt. Noch nie hat sich das Grammy-nominierte Talent auf einer Platte so roh präsentiert wie auf dem neuen Album „War In My Mind“, das am 27.09.2019 erscheint. “War In My Mind” wurde vom mehrfachen Grammy Gewinner Rob Cavallo (Green Day, Phil Collins, Paramore, Kid Rock, etc.) produziert!

Auf dem Album geht sie offen mit ihren inneren Dämonen um und offenbart den Zuhörern ihre bisherigen Erfolge und Rückschläge im Leben. „Mehr als bei jedem anderen Album, das ich bisher gemacht habe, bin ich auf diesen Songs ganz ich selbst gewesen.“, erklärt die Sängerin. „Mein innerer Heilungsprozess hat sehr lange gedauert, doch inzwischen fühle ich mich mit meiner dunklen Seite, meiner Verrücktheit und den Dingen, für die ich mich so lange schämte, sehr wohl.“

Beth Hart ist inzwischen 47 Jahre alt und genießt die Sonnenseite des Lebens. Der große Erfolg des 2016 erschienenen Albums „Fire On The Floor“ hallte über Jahre nach: sie erhielt weitere hervorragende Kritiken, verkaufte weitere Einheiten und die Karten ihrer Konzerte in ehrwürdige Locations wie dem Ryman Auditorium oder der Royal Albert Hall (von letzterer erschien vergangenes Jahr die triumphale Live-DVD) waren in kurzer Zeit vergriffen.

Die Sängerin erinnert uns jedoch auch daran, dass Ihr Leben stets in Zyklen verlief. „Die Dinge wurden gut, dann schlecht, besser und wieder schlechter.“ Genau in diesen Momenten entstanden stets ihre besten Songs.

„Auf ‚War In My Mind‘ widme ich mich vielen dieser Themen. Ich habe auf jedem Album, das ich bisher gemacht habe, die Wahrheit gesucht. Diesmal bin ich der Offenheit und Verletzlichkeit meines Lebens noch ein Stückchen nähergekommen: der Liebe, meiner Sucht, meiner bipolaren Störung, meinem Vater, meiner Schwester…“ 

Neuere Fans kennen Beth hauptsächlich als die alles erobernde globale Ikone, die von der Times und vielen anderen Medien gefeiert wird. Um ihren Hintergrund und die vielen Achterbahnfahrten in ihrem Leben zu verstehen, sollte man sich die Texte von „War In My Mind“ genauer ansehen. Sie erzählen schonungslos ehrlich von den Höhen und Tiefen der letzten Jahrzehnte: von Beths Kindheit in den 70er Jahren in Los Angeles, in der sich bereits ihr musikalisches Talent und ihr unsteter Geist offenbarte. Von ihrer chaotischen Erziehung bis zum Verlust ihrer geliebten Schwester Sharon. Von ihren persönlichen Problemen und dem Leben, das ihr entglitt, als ihr in den 90er Jahren ihr Durchbruch mit einem Majorlabel bevorstand. Von der Zusammenarbeit mit Bluesrock-Maestro Joe Bonamassa bis zur Erlösung durch ihren Ehemann Scott und die Wiedergeburt, die sie durch die Kirche erfahren hatte.

Nachdem wir die faszinierende Karriere von Beth Hart ein Vierteljahrhundert lang verfolgt haben, wissen wir, dass bei ihr nichts ausgeschlossen werden kann – so lange es wirklich und echt ist. Mit „War In My Mind“ hat die Songwriterin eine Platte aufgenommen, die ihre Seele entblößt, auf der sie das Herz auf der Zunge trägt und sich nicht dafür entschuldigt. „Als wir das Fotoshooting für dieses Album gemacht haben, war ich zum ersten Mal ungeschminkt und ließ nichts retuschieren.“, sagt sie zum Schluss. „Zum ersten Mal machte es mich nicht krank, meine eigene Stimme zu hören. Es ist einfach toll, 47 zu sein, ohne zu versuchen jünger und wettbewerbsfähiger zu wirken oder was ich dachte, alles sein zu müssen. Auf dieser Platte sagte mir etwas: ‚Lass es einfach, wie es ist‘. Ich glaube, ich mache langsam Fortschritte und nähere mich der Wahrheit. Noch weiß ich nicht, was die Wahrheit wirklich ist – aber ich bin komplett im Reinen damit.“

Weiter aktuell – das offizielle Lyric Video zum Titeltrack „War in My Mind“: https://youtu.be/sP-ub5wF-_0

Beth Hart Online

www.facebook.com/officialbethhart

www.twitter.com/BethHart

www.instagram.com/officialbethhart

www.youtube.com/user/BethHartMusic

www.bethhart.com

FAZIT

Neben ein fantastischen Stimme höre ich verdammt gute Songs,die durchdacht und bis ins letzte toll arrangiert wurden.Das Songwriting ist abwechslungsreich und es kommt nie langeweile auf!Das ganze wird mit einer sehr hohen Intensität und Spielfreude abgerundet.So ein Album hörst du auch als jemand gern,der sich in der Mehrheit Rock und Metal „einverleibt“!

10 von 10 Punkte


TRANSPORT LEAGUE – A Million Volt Scream

Release: 06.09.2019

INFO-Auszug

It doubtlessly takes a lot of mental strength to stay on your chosen path, despite all the imponderables that the music industry entails. Transport League from Sweden are a prime example of determination and perseverance. As the critics’ faves, they have been praised to the skies, as a down-to-earth band they’ve always remained in tune with the times and close to their fans, while their rhythmic, powerful and stylistically diverse heavy metal has left an impressive mark on the international hard’n’heavy scene. Transport League are set to launch another artistic landmark on September 6th 2019, when the band are scheduled to release their new album A MLIION VOLT SCREAM thru MIGHTY MUSIC before going on to present their latest material live on stage with their familiar merciless energy. That’s when everybody will understand why the media like to refer to the group’s style by the album title of its 2014 release: BOOGIE FROM HELL!

Said boogie is also present on A MILLION VOLT SCREAM, albeit not exclusively so. Transport League appear to have opened Pandora’s metal box with intent and are now busy blazing their trail through all those strong ideas that they have unleashed. “Of course there’s boogie again, but also doom and hardcore, fast songs and hard riffs,” vocalist/guitarist Tony Jelencovich describes the new album. “Our sound may have changed a few times, but not the band’s raw power and our penchant for strong grooves.” The three longstanding band members Tony Jelencovich, Peter Hunyadi (guitar) and Mattias Starander (drums) recorded the album together with Transport League’s new bassist Dennis Österdal who has joined the fold to replace Lars Häglund, the latter having had to leave the group due to health problems.

Jelencovich is referring to rigorous numbers such as ´Monster Human`, set to be supported by a video clip, which has him state: “Leben , Sterben”.´Dawn of Lucifer` is no less uncompromising, Transport League by all appearances having been inspired by acts such as Black Sabbath and certainly doing the term ‘doom metal’ credit.
Talking of inspiration: “A MILLION VOLT SCREAM is a return to our own roots and mixes them with influences that had already surfaced on our two previous releases BOOGIE FROM HELL and TWIST AND SHOUT AT THE DEVIL,” Jelencovich summarizes the basic direction of the new material.

A MILLION VOLT SCREAM was produced at Oral Majority Recordings and at the Top Floor studios under the direction of Roberto Laghi (In Flames, Entombed AD, Raised Fist, Sonic Syndicate, Mustasch, Hardcore Superstar etc), who also mixed the album.

About twenty years after the arrival of their debut STALLION SHOWCASE, Transport League are ready to present A MILLION VOLT SCREAM – not only their eight album to date but further evidence of their inexhaustible creative power. The scheduled tour in autumn 2019 is certain to reinforce this positive impression.

FAZIT

Zu allererst sei gesagt:Es rockt schön.Aber…ich mag die „gepressten“ Gesang nicht so.Gut-das ist der Gesangsstil des Sängers!Aber mir fehlt dieses „fliegenlassen“ der Stimme!Bei den Drums klingt die Snare auch irgendwie „anders“und zu vordergründig!In der der Gesamtheit gesehen ist das aber ein Album,welches man trotzdem gut hören kann!

7 von 10 Punkte


SONATA ARCTICA – Talviyö

Release: 06.09.2019

INFO-Auszug

„Inspiration entsteht durch die Welt um mich herum.“ (Tony Kakko)

„Ich lasse es zu – mit nur wenigen Einschränkungen – dass sich die Musik von selbst schreibt und genieße einfach die Reise“, offenbart der charismatische Kreativkopf und Chefdenker dieser finnischen Soundschmiede und strahlt dabei eine innere Ruhe als auch Sympathie aus, die von einer in die andere Sekunde sofort in den Bann zu ziehen vermag. Unumstritten: Tony Kakko – seines Zeichens Sänger, Komponist und Texter der Melodic Metal Heroen von SONATA ARCTICA – ist ein musikalisches Genie und Ausnahmetalent. Er verfügt über ein immens filigranes als auch exzellentes Gespür für unvergleichliche, zutiefst epische, komplexe Klangkaskaden, die nicht nur ins Ohr, sondern noch wesentlich tiefer; unter die Haut und in die Seele gehen… Genau jene atmosphärisch-elegische Finesse im Soundkosmos, der seit jeher von einem vielschichtigen Facettenreichtum und konträren Wechselspiel der Emotionen lebt, zeichnet die Nordmänner und ihre visionäre Virtuosität essentiell aus. So verschmelzen Gefühl und schönste Melodik zu einer verführerischen Symbiose mit gleichermaßen druckvoll-energetischen, als auch dynamisch-treibenden Passagen und ergänzen sich nahezu magisch. Längst schon haben SONATA ARCTICA eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie zur absoluten Speerspitze im Melodic Metal zählen. Keine andere Formation lässt Emotionen, Tiefe und Melancholie in derart harmonischer Vollendung mit metallischer Wucht fusionieren.

Gegründet vor sage und schreibe nunmehr 20 Jahren, avancieren die Finnen innerhalb kürzester Zeit zu einem Garant bester melodischer Metal Kost – die nur so vor Spielfreude und Energie strotzt – komplettiert mit einer besonderen, individuellen Note, der hymnischen Stimme von Tony Kakko sowie einem exquisiten Händchen für eingängige Nummern mit exorbitanten Hitpotential. Neun Meisterwerke sind in den letzten zwei Jahrzehnten der Bandgeschichte entstanden; stilistisch haben es sich SONATA ARCTICA niemals nehmen lassen, ebenfalls neue Wege auszuprobieren, die alten Pfade und Gewohnheiten hinter sich zu lassen – vom klassischen Melodic Metal zu progressiveren Exkursionen, um letztendlich das Beste vieler Klangwelten miteinander zu verbinden.

Jedes Album konnte einen eigenen Charme, ein spürbares Eigenleben konstatieren und doch sind sich SONATA ARCTICA immer treu geblieben. Mit ihrem Können, ihrem Ideenreichtum und ihren Wagnissen hat die Band das Genre maßgeblich beeinflusst und nachhaltig geprägt.

Nun ist es an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen: „Talviyö“. Und schon jetzt lässt sich manifestieren, dass der Band ein kolossales Meisterwerk gelungen ist, doch beginnen wir von vorn: Nur knapp drei Jahre sind nach dem fulminanten Vorgänger „The Ninth Hour“ ins Land gezogen. Drei Jahre, in denen das Quintett alles andere als untätig war. „Im Grund schreibe ich permanent Songs, wenn es sich ergibt“, schildert Tony, „aber Anfang 2018 habe ich mich konkret um das neue Album gekümmert. Die Aufnahmen starteten im September letzten Jahres, Mix und Master waren im Mai fertig“, zählt er auf und fängt an zu lachen: „Das klingt nach einem entspannten Zeitplan, war es aber ganz und gar nicht, da viele Shows und Projekte dazwischen kamen“, erläutert der Finne und verrät ferner, dass es im Vorfeld kein Konzept im klassischen Sinne gab, „weil ich in der Regel erst die Musik schreibe – und wenn wir dann wissen, welche Songs zu dem Album passen, beginnen wir mit der lyrischen Facette. Natürlich schwirrten uns bereits Ideen im Kopf herum, in welche Richtung sich das Ganze bewegen könnte, aber die Erfahrung zeigt, dass mich die Texte am Ende einer Produktion dann selbst überraschen. So war es schon bei den vorherigen Platten.“

„Talviyö“ ist eine Zusammenstellung von verschiedenen Stücken, die in einem gewissen thematischen Kontext stehen, „aber nicht genug, um das Album als geschlossenes Konzeptwerk zu beschreiben”, klärt Tony auf und erörtert, dass sie sich als Band auch dieses Mal alle Freiheiten genommen habe, wodurch ein fließender, organischer Kreativprozess zustande kam. „Die Idee war es, den Faden der Alben, die wir nach `Stones Grow Her Name´ – welches musikalisch etwas aus der Reihe fiel – aufgegriffen haben, mit aufzunehmen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie konsequent wir diese Vision realisieren konnten, aber das war zumindest der ursprüngliche Plan. Noch sind wir zu nah am Entstehungsprozess, um beurteilen zu können, wo sich `Talviyö´ zu den Vorgängern `Pariah´s Child´ and `The Ninth Hour´ einreiht“, gibt Tony zu bedenken, freut sich aber, „da sich im Laufe der kreativen Phase alles sehr natürlich angefühlt hat.“

Fragt man den passionierten Komponisten nach seiner Quelle der Inspiration für den jüngsten Silberling, so muss er nicht lange nachdenken. „Inspiration entsteht durch die Welt um mich herum. Ich schreibe nur vereinzelt Themen, die im Fantasy-Bereich anzusiedeln sind – es existieren nicht viele Drachen und Elfen in Sonata-Songs“, legt er charmant dar „Die Texte handeln von zwischenmenschlichen Beziehungen, vom Leben an sich, dem Zustand des Planeten und welche Welt wir hier für unsere Kinder hinterlassen. Es geht um die Natur, das Mysterium der Nordlichter…“, sinniert er. „Mein Songschreibprozess gleicht einem schwer erklärbaren Puzzle, das sich über einen längeren Zeitraum zusammensetzen muss, bis sich am Ende ein Lied heraus kristallisiert und aus diesem gesamten Songpuzzle letztendlich ein ganzes Album entstehen kann“.  Dennoch gewährt Tony Kakko einen Blick in die Tiefe seiner Gedanken und offenbart, dass das Album mit einem hymnischen Power Metal Track beginnt, der alle SONATA ARCTICA Fans der ersten Stunde begeistern wird. Und definitiv: In „Message From The Sun“ vereint sich all das, was die Band seit jeher auszeichnet; eine epische, hochmelodische Bombastnummer, in der es um die alten Mythen rund um die wunderbaren, eindrucksvollen Nordlichter geht. „Natürlich kommt kein Sonata-Album ohne Beziehungsgeschichten aus, so haben wir mit `Whirlwind´, `Cold´ und `The Last Of The Lambs´ immens stimmungsvolle, atmosphärische Stücke am Start.“ „Storm The Armada“ und „Who Failed The Most“ bewegen sich dagegen auf politischer Ebene; beschäftigen sich damit, was wir unserer Erde antun. Das mysteriöse „Demons’ Cage“ dagegen schließt einen Kreis zu „Fairytale“ (vom „The Ninth Hour“ Werk), während die Emotionsnummer „The Raven Still Flies With You” das dramatische Verschwinden eines Kindes thematisiert und „A Little Less Understanding“ die Schwierigkeit im Leben aufgreift, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Es ist ein höchst reflektierendes, tiefsinniges, gefühlvolles und das mit Sicherheit bisher persönlichste Werk der Finnen geworden. Dementsprechend möchte es Tony den Hörern selbst überlassen, wie sie die Stücke einordnen, „denn natürlich basieren die Songs auf meinen Empfindungen und Ansichten. Aber jeder macht seine eigenen Erfahrungen und kann die Songs auch mit einer eigenen Bedeutung versehen. Vieles mag aus heutiger Sicht erheblich von dem abweichen, wie du es noch vor zehn Jahre gesehen hast“, sinniert er. „Vielleicht seid ihr Eltern geworden oder habt jemanden verloren – der Erfahrungsschatz verändert den Blick auf vieles mit den Jahren, deswegen sollte man die Songs zu seinen eigenen machen.“ Mit „Ismo’s Got Good Reactors” hat es ebenfalls ein bezaubernder Instrumentaltrack auf die Scheibe geschafft, „und ich werde den Titel bestimmt hunderte Male erklären müssen“, befürchtet Tony, „aber so viel sei schon mal verraten: Es existiert eine besondere Geschichte und herzerwärmende Bedeutung hinter dem Stück.“

Der wunderschöne, zauberhaft anmutende Titel der aktuellen Platte kommt – wie der Name schon erahnen lässt – aus dem Finnischen und bedeutet übersetzt so viel wie Winternacht. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Winteralbum, aber es vereint all jene Attribute, die die verwunschene Magie einer klirrend kalten Winternacht beschreiben und geht noch einen Schritt weiter. „Talviyö“ beinhaltet die pure Essenz von SONATA ARCTICA das Herz ihres gesamten kreativen Schaffens: Schönste, verträumte, leicht entrückte Melodiebögen und Klangkaskaden, jene einzigartige atmosphärische, mysteriöse Aura und gleichermaßen diese mitreißende, energetische Dynamik und Spielfreude. Eine virtuose Reise, die Power, ausgefeilte Riffs und opulenten Bombast mit der berühmten finnischen Melancholie und einem nebulösen Hauch von Magie komplettiert.

Mit dem atemberaubenden Coverartwork des finnischen Fotokünstlers Onni Wiljami vollenden SONATA ARCTICA gleichermaßen auf visueller Ebene eine perfekte Präsenz. „Die Idee dahinter war es, ein reales Bild für das Cover zu verwenden. Wir haben häufiger über ihn geredet, zumal er bereits international für seine Fotokunst ausgezeichnet wurde. Also beschlossen wir, ihn einfach mal zu kontaktieren – und dann ging alles sehr schnell. Onni wohnt nicht weit entfernt von uns hier in Nordfinnland und bearbeitet seine Bilder selbst. Diese Verbundenheit hat den Wunsch noch bestärkt, mit ihm zu kooperieren und ich bin sehr glücklich mit dem Resultat. Er hat die Atmosphäre des Albums brillant aufgegriffen und visualisiert“, schwärmt Tony, der den Winter als liebste Jahreszeit deklariert. „Es ist zauberhaft und zudem tatsächlich die hellste Zeit in Nordfinnland, wenn die Sonne die Schneelandschaften berührt und erstrahlen lässt. Winter ist so pur und schön – jene Atmosphäre wird ebenfalls im Booklet festgehalten.“

„Talviyö” ist ein immens organisches, live-orientiertes Werk geworden, der Sound hat eine faszinierende Dynamik und einen besonderen Touch. Die Basis-Instrumente wurden in dieser Produktion live eingespielt und mit Mikko Tegelman als Produzenten im finnischen Studio57 in Alaveteli aufgenommen. „Mikko hat das Beste aus uns rausgeholt, selbst bei den eher experimentellen Geschichten – und mit einem externen Produzenten zu arbeiten, war auch für uns neu”, bringt Keyboarder Henrik „Henkka“ Klingenberg zu Protokoll und schmunzelt: „Mikko hat uns den richtigen Kick in den Allerwertesten gegeben. Herausgekommen sind klasse Songs, die voller Energie und Kraft stecken und gewaltig den Staub aus den Boxen wirbeln. Außerdem haben wir einiges Neues ausprobiert. Ich bin verdammt stolz, dass es uns zudem gelungen ist, das Live-Feeling auf Platte zu bringen.“ Abschließend bleibt nicht viel zu sagen, außer, dass SONATA ARCTICA auch dieses Mal wieder mit Bravour unter Beweis stellen, dass sie die Könige des melodisch-skandinavischen Melodic Metal sind. Tony definiert „Talviyö“ übrigens als dritte Säule des neuen SONATA ARCTICA Klangkonstruktes. „Grob lässt sich unsere Karriere in drei Zeitalter unterteilen – und dieses Album ist jetzt das dritte Werk des dritten Zeitalters.“ Vor allem aber manifestiert „Talviyö“ eines deutlicher denn je: Diese Band ist ein wahrer Kreativbrunnen der Superlative und wird auch in Zukunft noch Wunderbares kredenzen. Bleiben wir gespannt, in welche Dimensionen uns SONATA ARCTICA noch führen werden…

© Jasmin Froghy

FAZIT

Zugeben:Bisher konnte ich nicht so wirklich etwas anfangen mit SONATA ARCTICA!Musikalisch fand ich da nicht so den Zugang…Aber bei diesem Album ist das irgendwie anders-es fühlt sich für mich anders an.Besonders an den Melodien und an den Vocals hab ich mächtig SPASS!Für meine Ohren könnten der ein oder andere Part etwas „fetter“ gemixt sein…Aber gut-es sind nur Nuancen!Ansonsten ist das ein sehr stimmiges Album mit sehr wenigen musikalischen Schwächen!

8 von 10 Punkte


VITJA – Thirst

Release: 06.09.2019

INFO-Auszug

Der deutsche Genre Hybrid VITJA aus Nordrhein-Westfalen schlägt mit dem mächtigem Comeback Album »THIRST« zurück. Eine neue Ära hat begonnen. Die Karten sind neu gemischt, alle Vorzeichen stehen auf Sieg und der Sound ist klarer, ausgereifter und stimmiger als jemals zuvor. Mit neuem Frontmann und neuer Attitude gehts zurück Richtung Top-Liga. Mit dem Vorgänger »MISTAKEN« schloß Vitja ein Zeitalter voller Berg- und Talfahrten ab und blickt mit frischer Energie nach vorne.

»THIRST« bezeichnet das neue Kaptitel einer vielseitigen und ambitionierten Band, die nun an alte Erfolge anknüpfen und darüber hinaus den Gipfel erklimmen möchte. Sechs Jahre Bandgeschichte wurden umgekrempelt und man hat parallel ein unnachahmliches Soundgewand erschaffen, welches so in Deutschland bisher nicht vertreten ist.

»THIRST« verkörpert Finesse, Brachialität, Feingefühl und Internationalität. Eine gelungene Mixtur, die unsere Gefühle und unseren Antrieb perfekt widerspiegelt“, so die Band.

Das Songwriting beginnt im Herbst 2018. Das Quartett entscheidet sich dazu erlebtes und bisher stimmiges in ein neues Design zu packen, um sich selbst treu- und zugleich abwechslungsreich zu bleiben. In den Homestudios der Jungs entstehen über die Monate zwanzig Songs, die den neuen und uniquen Sound der Rheinländer prägen sollen.

„Wir haben unseren Sound gefunden. Jeder von uns ist extrem glücklich mit der Entwicklung. Trotzdem mussten wir es vermeiden, den Leuten vor den Kopf zu stoßen. Wir sind uns sicher eine perfekte Lösung für unsere Fans und uns gefunden zu haben“, so Drummer Daniel Pampuch.

Instrumental entstand »THIRST« zu einem großen Teil in Eigenregie. Die Gitarren wurden in den Sureshot Studios von Daniel Keller aufgenommen. Die Gesangs-Aufnahmen fanden in den Mega Blaster Studios von Timo Bonner (OUR MIRAGE) statt, der die LP auch mixt und mastert. Für das Tracking der Vocals nahm man sich viel Zeit, um zu entscheiden, wo es final hingehen sollte.

„Wir wollten über den bekannten Vitja Sound hinaus, mit den neuen stimmlichen Möglichkeiten experimentieren“, so Gitarrist Vladimir Dontschenko.

Mit der ersten Single ‘Back’ fächert man musikalisch sehr breit. Das vielseitige Gitarrenspiel Dontschenkos , kombiniert mit den schnellen, rhythmusbetonten Drums Pampuchs, gepaart mit den individuellen Basslines Mario Metzlers und den abwechslungsreichen Vocals von Gabriel Spigolon kreiert eine einzigartige Atmosphäre, die unendlich viel Raum für Interpretation lässt. Der Breakdown unterbricht die Hymnen-hafte Stimmung und lässt den kompletten Song in Sekunden Bruchteilen explodieren.

„Der Track ‘Back’ verkörpert alles von dem, was wir grade sind und wie wir uns fühlen. Er verkörpert die Unruhe der letzten Monate und lässt uns trotzdem ankommen“, so Meztler.

‘Mistakes’ wartet mit einem Wechselspiel zwischen funky Riffing und treibenden, punchy Parts auf. Mächtiges Auftreten im Pop-Pelz. Oder umgekehrt?

’Mistakes’ ist alles, was geht, alles, was sein kann, super international“, so Spigolon.

Das Main Riff und die vorgezogenen Snare Hits verpassen dem Song eine ganz besondere Leichtigkeit, die perfekt mit dem treibenden Chorus harmoniert. Die Bridge entzündet ein farbenfrohes Feuerwerk, welches den Zuhörer überrascht und ungefragt in seinen Bann zieht.

Jeder von uns hat schon mal jemanden schlecht behandelt oder hat jemanden gehen lassen, den man nicht hätte gehen lassen sollen. Ein Fehler, den man gerne vermieden hätte. Leider müssen wir alle diese Frage mit „Ja“ beantworten. Wenn du weiterkommen willst, musst du dich auf die Suche machen. Der Song kann de Soundtrack dieser Suche sein.“, so Spigolon.

Für ‘Silver Lining’ tut sich das Quartett mit seinem alten Freund Carlo Knöpfel von Breakdown Of Sanity zusammen. Man befindet sich sich auf einer Art Zeitreise durch das Core Genre. Brettharte Parts kombiniert mit einem frischen, harmonischen Chorus.

„Wir wollten einen Song für die Bühne schreiben, einfach einen extremen live Song“, so Pampuch.

»THIRST« ist ein neues und frisches Vitja welches dem Hörer die freie Wahl zwischen verträumten Schwebezuständen, wildem Headbangen oder melancholischem Hinterfragen lässt.

2019 – Vitja ist wieder da.

Besser und stärker als jemals zuvor.

FAZIT

„Immer mitten in die Fresse rein“-so möchte ich das Album der Herrschaften beschreiben!Ich würd sogar soweit gehen,und meinen,das der andere Song auch ruhig in die Charts könnte!

https://www.facebook.com/vitjaband

https://www.instagram.com/vitja_official/?hl=de

https://www.youtube.com/channel/UCGJ-f9wgk_nBupdX4Ka4ktw

8 von 10 Punkte


BLACK STAR RIDERS – Another State Of Grace

Release: 06.09.2019

INFO-Auszug

Die BLACK STAR RIDERS sind zurück – mit einem neuen Album, einem neuen Line-Up und mit – wie Fronter Ricky Warwick es nennt – “einer frischen Energie und neuen Dynamik”.

In den sieben Jahren seit Warwick und der legendäre Gitarrist Scott Gorham die BLACK STAR RIDERS gründeten, haben sie drei der besten Hard Rock Alben der Moderne geschrieben.

2013 kam das Debüt »All Hell Breaks Loose«, von AllMusic hoch gelobt für seine “Aggressivität, gefühlvolle Melodien und tiefen, groovigen Vibes”. 2015 kam dann »The Killer Instinct«, zu dem Classic Rock kommentierte: “Alle zehn Tracks würden herrlich aus den Jukeboxen der besten Biker-Kneipe der Stadt klingen.” Und 2017 brachten sie dann »Heavy Fire« heraus, das sich als Top 10-Hit in Großbritannien herausstellte, das von MOJO gefeiert wurde für seine “großartigen, freien Doppel-Lead-Gitarren”, “jubilierender Songs” und für die Fähigkeit der Band “Hard Rock in seiner reinsten Essenz zu spielen”.

Warwick meint dazu: “Wir legen die Latte bei jedem Album ein wenig höher”. Und Gorham beschreibt das vierte Album, »Another State Of Grace«, folgendermaßen: “Das ist das beste Album, das wir je geschrieben haben. Die Songs sind teilweise sehr ausgeschmückt, aber es hat auch seine harten Seiten. Es ist echt cool.

Der Plan für diese Platte war – in Warwicks Worten – recht simpel: “Wir wollten einen starken, hymnischen Klang auf diesem Longplayer – energiegeladenen Rock’N’Roll mit harten Riffs und großartigen Songs. Es hat dieses Classic Rock-Element, das kann man nicht abstreiten, aber ich glaube, dass die Band da auch eine große Rolle spielt, wenn es um die Stimmung und Energie geht und um das, was wir zu sagen haben.

Als Texter ist Warwick bei diesem Album tief ins Persönliche und Politische eingetaucht und hat beides in dem starken Protestsong ‘Why Do You Love Your Guns’ zusammengebracht. “Es scheint so viel Schmerz in dieser Welt zu geben”, kommentiert er. “Die Menschen, die Macht besitzen, machen mir Angst. Also enthält die Platte Songs über die Welt, die uns umgibt, aber auch über Leute, die in unserem Leben kommen und gehen.

Und die Kraft, die in der Musik steckt, wurde laut Gorham von den beiden neuen Mitgliedern noch weiter gesteigert, für die dieses Album ein Debüt bei der Band ist. Beide sind erfolgreiche Musiker, mit beachtlichen Vorgeschichten: Gitarrist Christian Martucci hat bereits bei STONE SOUR gespielt, während Schlagzeuger Chad Szeliga zuvor schon bei BREAKING BENJAMIN und BLACK LABEL SOCIETY dabei war. Gorham erklärt: “Jeder, der bei den BLACK STAR RIDERS einsteigt, muss ein Teil des kreativen Prozesses werden, ansonsten hätte es keinen Sinn, dass diese Person überhaupt in der Band ist. Und seit Christian und Chad in der Band sind, haben wir eine großartige Stimmung, die man auf der Platte auch spüren kann.

Scott Gorham und Ricky Warwick haben die BLACK STAR RIDERS als moderne Version von THIN LIZZY geschaffen, die Band, für die Gorham während ihrer goldenen Zeit, den 1970ern, gespielt hatte (auf Klassikern wie »Jailbreak, »Bad Reputation«, »Live And Dangerous« und »Black Rose«). Für Warwick, war es und wird es immer eine Ehre sein, neben Gorham bei THIN LIZZY performt zu haben. Die Songs des verstorbenen, legendären Sängers Phil Lynott zu singen ist, wie Warwick sagt, “eine Ehre und ein wahrgewordener Traum für mich”. Aber er stellt auch unmissverständlich klar: “BLACK STAR RIDERS haben ihre eigene Identität. Die Verbindung zu LIZZY ist da, aber wir haben uns ein bisschen davon distanziert. Nach vier Alben hat sich die Band gefestigt. Die Songs stehen für sich selbst. Die Band steht für sich selbst.

Es gab in all der Zeit einige Veränderungen im Line-Up der BLACK STAR RIDERS. 2014 wurde der ursprüngliche Bassist Marco Mendoza (ex-WHITESNAKE) von seinem alten Freund Robbie Crane, der ursprünglich bei RATT und Vince Neal gespielt hat, ersetzt; 2017 verließ der Schlagzeuger Jimmy DeGrasso (Ex-MEGADETH, Ex-ALICE COOPER) die Band und wurde von Chad Szeliga ersetzt; und im Frühjahr 2019 wurde Christian Martucci für die Band rekrutiert, nach dem Ausstieg von Damon Johnson (THIN LIZZY, ex-ALICE COOPER), der einen großen Beitrag zum Songwriting der BLACK STAR RIDERS leistete.

Damon ist guter Freund”, meint Warwick. “Ich verstehe aber völlig, dass sich lieber auf seine Solokarriere konzentrieren wollte und respektiere das. Ich habe ihn sehr gern und es tat mir weh, als er die Band verlassen hat, aber ich glaube, dass die Band mehr ist, als nur die Summe ihrer Mitglieder. Als Christian eingestiegen ist, hat alles sofort sehr gut funktioniert. Er ist nicht nur ein sehr begabter Gitarrist, sondern auch menschlich einfach fantastisch und teilt auch unseren Sinn für Humor und unsere entspannte Herangehensweise. Er versteht uns einfach. Er kommt wie ich aus einem eher von Punk Rock geprägten Hintergrund, daher haben wir viel gemeinsam. Er ist ein cooler Typ, mit dem man gut arbeiten kann und ist selbst ein großartiger Songwriter, also hat die Chemie da sofort gestimmt.

Gorham stimmt ihm zu. “Ich habe Christian vor den ersten Proben dieses Albums noch nie getroffen. Ich kannte ihn gar nicht, deshalb musste ich an dieser Stelle einfach Vertrauen haben. Ricky und Robbie haben die Castings der Gitarristen geleitet und ich habe bei jedem immer ‘Nein, nein, nein,…’ gesagt, aber als ich von Christians Leistungen in STONE SOUR hörte, meinte ich ‘Den können wir nehmen, der hat was.’ Und als wir alle zum ersten Mal in einem Raum zusammen waren, war ich sehr zufrieden, wie alles funktionierte – es war, als hätten Christian und ich schon lange zusammen gespielt. Er ist sehr kreativ und vom ersten Tag an wusste ich, dass etwas Gutes dabei rauskommen würde.

Martucci hat im Songwriting von »Another State Of Grace« eine Schlüsselrolle gespielt. Warwick erklärt: “Ich schreibe alle Lyrics und Melodien und einige der Riffs, aber Scott, Christian und Robbie Crane haben sehr viel zu der Platte beigetragen. Scott hat diese genialen Riffs zu ‘Underneath The Afterglow’ und ‘Tonight The Moonlight Let Me Down’ eingebracht. Ich dachte nur: Wow, das ist einfach großartig – aber das ist eben Scott Gorham! Und Christian war eine große Entdeckung für uns. Ich war für fünf Tage bei ihm Zuhause und er hatte so viele Ideen in dieser Zeit.

‘Underneath The Afterglow’ – eine griffige Hard Rock Nummer, typisch BLACK STAR RIDERS – war der letzte Song, der für das Album geschrieben wurde. Gorham schrieb die Musik zusammen mit seinem Neffen Jesse Siebenberg, der Sohn des ehemaligen SUPERTRAMP-Schlagzeugers Bob Siebenberg, während Warwick die Lyrics und die Gesangsparts beisteuerte. ‘What Will It Take’ wurde ebenfalls recht spät geschrieben, ein Song, auf dem Warwick zusammen mit Pearl Aday singt, der Tochter der Rocklegende MEAT LOAF. Pearl war auch schon auf dem Song ‘Testify Or Say Goodbye’ von »Heavy Fire« als Gastsängerin zu hören.Sie eine gute Freundin” sagt Warwickund wir wollten sie nochmal drin haben. ‘What Will It Take’ ist klanglich recht unüblich für uns, es hat was von Americana und ähnelt ein wenig Tom Petty. Pearls Stimme passt da perfekt rein.

So wie Warwick es betrachtet, ist ‘What Will It Take’ ein Beweis für die Diversität von »Another State Of Grace«: “Im Grunde ist es eine bombastische Rockplatte” meint er. “Und es hat auch noch oft diese Double Lead Gitarre, das ist ja Scott Gorhams Ding. Dafür ist er bekannt und das wollen wir auch beibehalten. Aber wir haben auch keine Scheu, mit Songs wie ‘What Will It Take’ zu experimentieren.

Die Tiefe des Albums zeigt sich am besten in ‘Why Do You Love Your Guns’. “Wir hatten schon immer auch langsame Songs”, kommentiert Warwick, “wie zum Beispiel ‘Blindsided’ auf »The Killer Instinct«. Aber für mich ist ‘Why Do You Love Your Guns’ ein sehr persönlicher und bewegender Song.” Er wurde nach der Schießerei in der Sandy Hook Elementary School in Newtown, Connecticut am 14. Dezember 2012 geschrieben, bei der 26 Menschen, einschließlich 20 Kinder zwischen 6 und sieben Jahren getötet wurden. “Als das passiert ist”, erinnert sich Warwickwar ich in Belfast, in der Nähe meines Geburtsortes. Meine Frau rief mich von zuhause in LA an. Sie hat geweint, als sie mir von den Ereignissen erzählte. All diese Kinder waren im selben Alter wie meine Tochter damals. Es hat mich zu Tode erschreckt.

 Das hätte mein Kind sein können! In dieser Nacht konnte ich nicht schlafen, ich bin aufgestanden und habe die ersten Gedanken aufgeschrieben, die mir durch den Kopf gingen und wenn ich jetzt zurück auf diese Worte schaue, dann denke ich mir, dass sich überhaupt nichts geändert hat. Es gibt so viele Schießereien in Schulen in den USA und es wird nichts dagegen unternommen. Das ist entsetzlich. Also musste ich diesen Song schreiben, denn ich habe sehr starke Gefühle zu diesem Thema. Die Opfer dabei sind unschuldige Kinder. Es ist definitiv ein sehr tiefgründiger Song.

Mit so viel starkem Songmaterial hat sich die Band auch für einen neuen Produzenten entschieden. Zuvor hatten sie mit den beiden etablierten Produzenten Kevin Shirley (IRON MAIDEN, Joe Bonamassa) und Nick Raskulinecz (ALICE IN CHAINS, DEFTONES, RUSH) gearbeitet. Aber für »Another State Of Grace«, das in Los Angeles aufgenommen wurde, haben sie Jay Ruston an Bord geholt, der auch schon bei »The Killer Instinct« und »Heavy Fire« für das Mixing zuständig war. Und wie es Gorham ausdrückt: “Das war die beste Entscheidung, die wir je als Band getroffen haben. Jay meinte zu uns: ‘Ich würde das echt gerne produzieren.’ Und er hat da wirklich das Beste rausgeholt. Er übt schon Druck aus, aber so, dass es nicht stört und dass man motiviert ist, es noch besser für ihn zu machen. Es war fast eine Party-Atmosphäre  im Studio, aber eine Party mit Kontrollknopf. Ich hatte bei den Aufnahmen von diesem Album definitiv mehr Spaß als bei den letzten drei Alben zusammen.  Wir haben alle durcheinandergerufen und die Ideen kamen quer durch den Raum geflogen.

Das Ergebnis ist das bisher beste Album der BLACK STAR RIDERS. Zumindest laut Scott Gorham und Ricky Warwick stimmt ihm zu: “Ich denke, wir fühlen uns jetzt sehr wohl in unserer Haut” sagt er. “Und die zwei neuen Mitglieder der Band haben ebenfalls ihre Spuren auf dem neuen Album hinterlassen.

Einer der ersten, der »Another State Of Grace« in all seiner Pracht hören durfte, war DEF LEPPARDs Sänger Joe Elliott, ein Fan von THIN LIZZY und der Band, bei der Ricky Warwick in den späten 80ern und 90ern spielte – THE ALMIGHTY. Elliott kommentiert: “Ich war schon zu THIN LIZZY-Zeiten ein großer Fan; und bin es immer noch, auch nach der Umbenennung. Für mich ist das hier bis jetzt ihr bestes Werk.

BLACK STAR RIDERS sind in sieben Jahren weit gekommen. “Als wir die Band gründeten”, erinnert sich Gorham, “dachten wir uns, wir bekommen einen Deal für ein Album und falls es nicht gut läuft, war’s das halt. Wir wollten das nicht. Aber das erste Album kam ziemlich gut an und die Alben Nummer zwei und drei liefen sogar noch besser. Und jetzt haben wir schon vier. Eines Tages saßen wir im Studio und Ricky sagte zu mir: ‘Kannst du glauben, dass wir schon unser viertes BLACK STAR RIDERS Album aufnehmen?’ Das ist so cool.

Ich habe immer gehofft, die Band würde sich nicht auflösen” sagt Warwick. “Ich habe gehofft, dass, wenn die Leute es kaufen würden und daran glauben, so wie wir, würde die Band länger bestehen. Und zum Glück haben die Leute genau das getan und wir sind immer noch als Band unterwegs.

Für Scott Gorham hat die Band seine Liebe für Rock’n’Roll neu entfacht. “Sie gibt mir Energie, da raus zu gehen und weiter zu spielen”, meint er. “und ohne diese Jungs, wer weiß, was ich sonst jetzt tun würde?“

Und wie Ricky Warwick bestätigt, ist von den BLACK STAR RIDERS noch weit mehr zu erwarten. “Ich fühle, dass die Band lebendiger und großartiger denn je ist”, kommentiert er. “Wir haben noch immer etwas zu sagen, viele Songs zu schreiben und Shows zu spielen. Wir haben noch viel vor uns.

FAZIT

Ich habe nichts anderes erwartet:Solide und auf den Punkt!Mehr gibt´s nicht zu schreiben!

10 von 10 Punkte


KXM – Circle Of Dolls

Release: 13.09.2019

INFO-Auszug

KXM — which derives its name from a combination of its members‘ other projects (K from KORN, X from KING’S X and M from LYNCH MOB) — issued its self-titled debut in 2014. The 13-track follow-up, „Scatterbrain“, was released on March 17, 2017. Now the band is back with a stronger and awesome new album which – in George Lynch’s words – “it’s better than the first two. It’s insane. The magic’s there, the chemistry’s there, and we’re just sitting here patting ourselves on the back, telling each other what geniuses we are!”

KXM is comprised of dUg Pinnick of King’s X on vocals/bass, George Lynch of Lynch Mob/Dokken on guitars and Korn’s drum maestro, Ray Luzier, rounds out the powerhouse trio. The band takes its name from the combination of the member’s other projects: K from Korn, X from King’s X and M from Lynch Mob.

Since the self-titled debut, KXM is something truly unique and special. The songs are powerful, precise, and transcend beyond the boundaries of the imagination. In today’s overpopulated music arena, true gems become harder and harder to find, but KXM’s unified vision rises above the normal and creates its own space.

KXM formed in early 2013 when dUg, George and Ray spoke about trying to jam together. At the time it wasn’t clear what would come from those jams. The only thing that was clear was that these 3 musicians, at the top of their game, wanted to play together. The self-titled debut, KXM, was born from those jam sessions and is now an important piece in each band member’s musical legacy. In a world that constantly searches for new and unique music, KXM delivers all the power and punch that one would expect from these high level players!

FAZIT

Die Einflüsse o.g. Bands sind unverkennbar!Klingt ganz gut,aber ich kann nicht so viel damit anfangen.Die produktion ist schön fett und musikalisch kommt da auch einiges.Flashed mich aber ,wie erwähnt nicht o Richtig!

6,5 von 10 Punkte


THE DEFIANTS – Zokusho

Release: 13.09.2019

INFO-Auszug

THE DEFIANTS is a band put together by Paul Laine, Bruno Ravel, and Rob Marcello. Three fabulous musicians who, as fans in the know will immediately recognize, all have ties to the popular ’80s/’90s/’00s hard rockers, Danger Danger.

Best known for being the D2 vocalist on four studio albums over the course of 12 years, Paul Laine came back to work with his former bandmates Bruno Ravel and Rob Marcello, who are the other two pillars of The DEFIANTS, for the band’s self-titled debut album in 2015. The guys reunited at the suggestion of Frontiers‘ President, Serafino Perugino, who really wanted these current and former Danger Danger members to offer fans of that band some new music. The resulting album was pleasing not only to the D2 fans, but also to ALL the fans out there who are into the classic sound of the era from which D2 emerged.

The Defiants debut album was greeted with a great acclaim as a glorious return to the “in your face” melodic hard rock that enraptured millions of fans back in the ’80s and ’90s and is currently enjoying a renaissance here in the 21st century, so a follow-up album was a no-brainer. The brand new album, “Zokusho”, a Japanese word meaning „the sequel” or „the next chapter”, is now set for release this fall.

This time, things for D2 fans get even more exciting as D2 drummer Steve West is a special guest on drums. Needless to say, this album has all the ingredients to thrill D2 and The Defiants fans. A BIG melodic rock album with big choruses, hooks and soaring guitars and vocals. Enjoy!

9 von 10 Punkte


Sascha Paeth´s Masters of Ceremony – Sighns Of Wings

Release: 13.09.2019 

INFO-Auszug

After four or five years of discussions about a possible collaboration with Frontiers, renowned German producer, guitarist, and songwriter Sascha Paeth agreed to join forces with the Italian label and launch his new band, Masters Of Ceremony.

Sascha says, “Finally, I am putting my energy into a metal project of my own. It is the sum of my experiences over the years and a bit of a revival of what I was doing in the past.”

The resulting album “Signs of Wings” is much more than a solo album. Sascha put together a great group of musicians including Felix Bohnke (Avantasia) on drums, André Neygenfind (Avantasia) on bass, Corvin Bahn on keyboards, and the awesome American singer Adrienne Cowan (Seven Spires). Offering a wide range of styles within the metal spectrum, from aggressive and straight foward metal songs, to more melodic and symphonic track, this record has a bit of everything and is certainly going to strike fans of Sascha’s as one of the most inventive, complete, and exciting releases in the metal genre in 2019.

As a 15 year old teenager, you might have found Paeth playing a more bluesy style, or Van Halen-meets-Accept style hard rock, but it wasn’t long before Paeth joined Heaven’s Gate, where the music was harder and heavier. This experience was where he learned to enjoy inspiration from adapting, from new styles, and from new collaborations. It was the start of a long journey through the music business, a journey that is far from over!

To label Sascha Paeth a multi-talented producer, engineer, musician, and songwriter might not quite cover his full set of skills and achievements. The Wolfsburg-born German multi-musician has produced countless bands including Avantasia, Kamelot, Rhapsody, Epica, and more. Having worked on, produced, and engineered over 200 albums since 1988, it’s fair to say he has a reputation for being at the forefront of shaping the European melodic power metal sound.

FAZIT:

Mitten auf die 12.Gradlinig und mit Wucht ballern die Herrschaften mir ihr Material um die Ohren.Klasse!Unterm Strich ist da allerdings noch viel Luft nach oben.Da geht noch mehr!

8 von 10 Punkte


CRASHDIET – Rust

Release: 13.09.2019

INFO-Auszug

„Go big or go home” is a phrase we’ve all muttered, shouted, or heard multiple times in our lives. For Swedish hard rockers Crashdiet, it has been the motivational catch phrase since they started out back in the beginning of 2000. As fans who have followed the band know, the band has gone through a bit of turbulence in their career, with deaths, line-up changes, and a history of substance abuse that would make some legendary ’80s hard rockers blush. However, the boys have also become known for picking up the pieces and returning to the fight every time they get knocked down. Their undeniable mixture of ’80s arena rock with notable elements of punk has made them a significant name in the revival of the sleaze and glam (or hair metal) genre. In September of 2019 they will release their fifth studio album “Rust“, followed by a European tour together with their neighbors in Norway, The Cruel Intentions and Swedish punk-sleaze act Highride.

CRASHDÏET released their critically acclaimed debut album “Rest in Sleaze” in the fall of 2005 through Universal Music, giving them a springboard to success in their home country of Sweden, but shortly after, in January of 2006, their frontman and founder Dave Lepard, was found dead in his home after committing suicide. The surviving members have carried on the torch since, recruiting new frontmen, touring the world and releasing studio albums to a growing fanbase.

FAZIT:

Frischer Hard Rock vom feinsten.Nachdem ich die Vorgängeralben schon toll fand,legen CRASHDIET noch mal ordendlich zu.Das macht SPASS zu hören!

8,5 von 10 Punkte


Block Buster – Losing Gravity

Release: 13.09.2019

INFO-Auszug

Block Buster are an up and coming band from the Finnish hard rock scene and one of the new signings to Frontiers’ New Breed roster. Young, full of energy, and ready to carry the rock ‘n roll torch into the future, Block Buster are yet another gem from the robust Nordic hard rock scene. Mainly influenced by rock music from the 70’s and the 80’s, the boys‘ list of influences includes many of the classic acts of those eras. The best way of describing their music would be something like this: take AC/DC and Motörhead, spice it up with some Extreme and Bon Jovi, the rougher side of The Rolling Stones, throw in some hunger and energy of the rock-torch carriers of the newer generation such as Airbourne and The Darkness, add a good dose of modern vibe to the mix, put it in a giant blender and you will have the band’s mind-blowing debut „Losing Gravity”! Enjoy and get ready to be blown away!

Formed in Kuopio, Finland by brothers Aarni & Jaakko Metsäpelto while they were still in junior high, Block Buster spent their teenage years developing their sound and identity. While still in the midst of not being of legal age to play clubs, and tearing it up at local school parties to their 16-17 year old friends, the band found themselves chosen to open for Bon Jovi at Helsinki Olympic Stadium. Since then, Block Buster have been honing their craft playing gigs at festivals and those very clubs they were previously not legally allowed to enter. Simultaneiously, they also released an EP and two singles which created a nice buzz in the Finnish rock scene. Since then, they have shared stages with Anthrax and Ghost, along with several other Finnish and international bands.

If you’re going to a Block Buster show, you will witness an energetic, loud, sweaty & skull crushing rock ’n‘ roll spectacle performed by four young men having the best time of their lives.

https://www.facebook.com/blockbusterband

8 von 10 Punkte


STEVIE D FEAT. COREY GLOVER – Torn From The Pages

Release: 06.09.2019

Stephen DeAcutis aka “Stevie D” has been working professionally as a Guitar Player, mixer, producer, Multi-Instumentalist, engineer, writer, and performer since the early 1980’s, having honed his skills and training under such studio heavyweights as Andy Wallace (Rage Against the Machine, Nirvana), Kevin Shirley (Led Zeppelin, Aerosmith), and Max Norman (Ozzy Osbourne) amassing credits that include such acts as Vanilla Fudge,Vinny Moore, Pat Travers, Carmine and Vinny Appice, Punky Meadows, and Cyndi Lauper to name a few.

The achievements of mixing and production specialist Stephen DeAcutis have spanned decades, taken on several roles, and manifested into a diverse number musical genres. But the common thread throughout these accomplishments has been the artist-friendly attention to detail and dedication of the man collaborators affectionately call “Stevie D.” As the founder and operator of Sound Spa Productions, Stephen has applied his craft as a mixer, producer, engineer, composer, arranger, and multi-instrumentalist to help guide and realize the visions of some of the industry’s most elite artists and musicians.

As the wearer of many hats „Stevie D“ as well as being a world class mixer/producer is equally proficient as a guitar player and song writer and when he is not working on other artist’s music he is conjouring up his own creations. Most recently recording and performing with Carmine and Vinny Appice and contributing to Carmine’s “Guitar Zeus” along side “Bumblefoot” on guitar and finishing up his latest release “Torn From The Pages” Featuring “Corey Glover” On lead Vocals.

States DeAcutis “This record has been a long time in the making and I am very proud of the outcome and I feel this is some of my best work to date. Corey gave me the goods in his vocal performances and it is a blessing that he has given me his heart, soul and amazing vocal ability’s to represent my music. I am truly blessed.”

My song writing process States “DeAcutis“ is pretty straight ahead, my songs usually start with a guitar riff followed by the groove, I will usually set up in the studio so I can immediately start to record as I write and thats how the songs came together on TFTP. By the time I finish writing the track I will have a fully recorded arrangement with a basic melody or maybe just a verse or chorus melody.

Once the music is recorded I will throw on a set of headphones and start to improvise a melody over the track and at that point some lyric ideas could start to show themselves. One off the cuff vocal line could influence the entire story line of the song. On TFTP I originally had my friend and former Band mate “Doug Henthorn” demo the record. Doug and I were in a band by the name of “POD” that was signed to Sony and John Kalodner A&R. Not the POD that put records out, our record never saw the light of day although it was a great one.

At That point I thought to ask Corey to guest appear on one song on the record which he agreed to do. The song was “Your Time Has Run Out” I thought that would be a good one cause its high energy and I knew I could get that classic badass Corey Glover vocal performance from him. Well after he cut that track it was pretty clear I would not be happy unless he did the entire record which he agreed to do. That moment I realized I was going to have something great on my hands and sure enough that became the reality.

I could not be happier with the outcome of “Torn From The Pages” and look forward to taking it out on the road. I am extremely pleased that „Michael Anderson“ and „Mighty Music“ are partnering up with me to deliver this music to ears and hearts of the music appreciating people of the world. This is a very important record for me and it represents a very powerful chapter in my life hence “Torn From The Pages“.

Line-up: Stephen DeAcutis,Corey Glover

Web www.facebook.com/StevieDftCoreyGlover

8 von 10 Punkte


VICE – 3 Fingers Up

Release: 13.09.2019

INFO-Auszug

Die Happy Metal Band VICE aus München veröffentlichte ihr Debütalbum „MADE FOR PLEASURE“ 1989 unter dem damaligen Major-Label BMG Ariola. Sehr große Medienpräsenz in TV, Radio und Print, brachte der Formation schnell einen gewissen Bekanntheitsgrad ein, welcher durch Charterfolge sowie ausgedehnten Europa-Tourneen und Einzelshows begünstigt wurde. Über 100.000 verkaufte Einheiten konnten VICE damals mit ihren beiden Alben „Made For Pleasure“ und „Second Excess“ verzeichnen.

Nach ca. 27 Jahren kam VICE mit neuem Longplayer und neuem Line-up zurück. Das Album „VENI VIDI VICE“ wurde am 17. November 2017 veröffentlicht und leitete eine neue Ära der Münchener Party-Band ein.

Zum Tourauftakt der „VICE-Autumn-Party-Tour“ am 12.09.2019 mit u.a. Axxis und Hardline erscheint nun zeitgleich das neue Album „3 Fingers Up“. Das Werk enthält 9 brandneue Songs, eine Coverversion des JOAN JETT-Tracks „I Hate Myself For Loving You“ und eine Neueinspielung des Bandklassikers „Made For Pleasure“. Produziert wurde „3 Fingers Up“ von Chris Limburg; das Mastering übernahm Andy Knote (Toyco Studios).

Vice sind: Mario „Mitch“ Michel (Gesang), Chris „Yps“ Limburg (Gitarre), Jürgen „Bam Bam“ Wiehler (Schlagzeug), Sebi Weininger (Bass)

FAZIT:

Irgendwann tauchten sie wieder auf aus der Versenkung-und lieferten gleich RICHTIG ab!Auch dieses Album hat es insich und knallt!Das ganze Material ist so „zeitlos“ umgesetzt(nicht böse gemeint),das ich auch noch gern in 20 Jahren hören werde!Die 80er werden nicht sterben-weil VICE (hoffendlich) auch noch in 20 Jahre Alben rausbringen und die Bühnen der Welt rocken werden!

8 von 10 Punkte


SINNER – Santa Muerte

Release: 13.09.2019

INFO-Auszug

WerwieSänger/Bassist/Komponist MatSinnerseineBandseitüber35JahrenerfolgreichaufKurshältundmitihr bereits deutlich mehr als ein Dutzend Studioalben (plus diverser Live- und Compilation-Scheiben) veröffentlicht hat, muss ziemlich viel richtig machen. Dabei basiert der Erfolg der deutschen Heavy Metal-Formation nicht zuletzt auf einer besonderen Fähigkeit ihres Bosses: das unbeirrbare Festhalten am eingeschlagenen Kurs bei gleichzeitig permanenter Lust auf Neues. Dass damit immer auch ein gewisses Risiko verbunden ist, nimmt Sinner gernebilligendinKauf,denn:„OhneRisikogibteskeineWeiterentwicklung,undohneWeiterentwicklungwürden wir irgendwann unserem eigenen Anspruch nicht mehr gerecht werden.“ Mit ihrem neuen Album Santa Muerte, das am 13. September 2019 über AFM/Soulfood in die Läden kommt, werden Sinner zweifellos den eigenen Ansprüchen gerecht. Und denen ihrer Fans sowieso.
Die offensichtlichste Neuerung zuerst: Auf Santa Muerte gibt es neben Frontmann Mat erstmals eine feste zweite Stimme bei Sinner. Die ist weiblich, stammt aus Venedig und hört auf den Namen Giorgia Colleluori. Mat: „Georgia ist mir schon mit ihrer Band Eternal Idol positiv aufgefallen, deshalb haben wir sie für ‚Rock meets Classic‘ als Backgroundsängerin verpflichtet. Während dieser Tournee habe ich gemerkt, dass Georgia auch zu Sinner perfekt passen würde. Also haben wir sie während einiger Konzerte in Australien, Japan und Deutschland testweise bei drei Klassikern auf die Bühne geholt. Die Reaktionen des Publikums waren der Knaller, damit war die Entscheidung gefallen, sie fest in die Band zu holen.“ Zumal die aktuellen Sinner-Songs durch Colleluoris stimmliche Reichweite eineneueDimensionbekommenund–lautMat–„eineReichweite, diemitmiralleinnicht möglich gewesen wäre.“
Zweite Neuerung: Mit Ricky Warwick (Thin Lizzy, Black Star Riders) und Ronnie Romero (Ritchie Blackmore´s Rainbow) sind auf Santa Muerte zwei der zurzeit charismatischsten Sänger der internationalen Rockszene zu Gast. „Ricky habe ich ebenfalls im Zusammenhang mit Rock meets Classic kennengelernt“, erklärt Mat. „Wir haben häufig im Tourbus zusammengesessen, uns stundenlang unterhalten und sind dadurch echte Freunde geworden. Ricky ist ein ähnlicher Typ wie ich, bodenständig, ehrlich, ein wenig rau.“ Zum Einsatz kommt Warwicks einzigartige Stimme in ‚What Went Wrong‘, einer geradlinigen Rocknummer mit irisch angehauchtem Thin Lizzy-Appeal. Ronnie Romero wiederum, der in der ersten Single ‚Fiesta Y Copas‘ zu hören ist, fiel Sinner erstmals2015währendeinesgroßenFestivalsinItalienauf,beidemMatsPowerMetal-FormationPrimalFearund RomerosspanischeBandLordsOfBlackaufdergleichenBühnestanden.WeitereGästeaufSantaMuertesindder schwedische Gitarrist/Co-Songwriter Magnus Karlsson (Primal Fear, Allen/Lande) in ‚Death Letter` und Backgroundsänger Sascha Krebs, der schon auf dem Vorgängerwerk Tequila Suicide (nahezu) alle Songs mit großartigen Chören veredelt hat.
Apropos ‚Death Letter‘, mit dem es eine besondere Bewandtnis hat: Viele Fans kennen die bluesige Nummer von den White Stripes, sie stammt im Original allerdings vom Delta Blues-Musiker Son House, der das Stück bereits 1930 erstmals ausarbeitete, es dann 1965 nochmals aufnahm aber erst 1985 veröffentlichte. Bei Sinner bekommt der traditionelle Song ein topmodernes Flair und durch Giorgia Colleluori eine prickelnde Frische.
Man hört bereits: Sinner liefern wie gewohnt auf höchstem Niveau ab, in einer Besetzung mit echten Könnern wie die Gitarristen/Co-Komponisten Tom Naumann und Alex Scholpp sowie Schlagzeuger und Neuzugang Markus Kullmann (Ex- Voodoo Circle). Produziert wurde Santa Muerte von Mat Sinner und co-produziert von Dennis Ward (Pink Cream 69, Unisonic, Gus G.), der die neue Scheibe auch recorded und gemischt hat. Nach der ersten Single ‚Fiesta Y Copas‘ (inklusive Video) werden Sinner zwei weitere Auskopplungen samt Videoclip veröffentlichen: ‚Last Exit Hell‘ erscheint am 16.08.2019, gefolgt von ‚Death Letter‘ am 06.09.2019. Alle weitere Fragen beantworten Sinner dann wie gewohnt lückenlos auf Santa Muerte oder aber während der Release-Shows ab September 2019 in imposanter Lautstärke.

FAZIT

Wie gewohnt liefern Mat Sinner und seine Mannen ab!Schon wieder höre ich ein Handwerklich RICHTIG GUT gemachtes Album,bei dem der Mix,die Songs und die Vocals und alles andere wie die die Faust auf´s Auge passen!Naja…SINNER eben!Einzig und allein stören mich manchmal die doch etwas „gepresst“ wirkenden Vocals.Dieses ist allerdings im Rahmen des erträglichen1Unterm Strich bleibt ein tolles Album!

9 von 10 Punkte


MOB RULES – Beast Over Europe

Release: 13.09.2019

INFO-Auszug

Chart entry with their studio album „Beast Reborn“ in Germany (#37) and Switzerland (#59), just back from two successful tours through the metropolises of Europe, 25th band anniversary and a worldwide loyal fanbase … Reason to celebrate? Absolutely! Mob Rules let the corks pop in late summer with their first live album in 14 years: „Beast Over Europe“.

The fact that Mob Rules love their fans at least as much as the fans love their band becomes apparent when the six members of this Power Metal band storm onto the stage and perform in a way that you don’t really experience very often. Not only the incredible energy of the band and of course the powerful songs are tearing their audience off their feet at every show – it is also the closeness to the people in front of the stage and the authenticity that makes this band worth being heard and seen. Capturing this atmosphere on a new live album can only be a logical consequence. So that the wealth of ideas for their shows can also be experienced on the live album, the band included their fans in the design process of the album artwork: They made an online call to share favorite photos from concerts or experiences with the band from the last two years. You can be curious about the result as Beast Reborn’s artwork was voted one of the 100 best Heavy Music Artworks 2018 (heavymusicartwork.bigcartel.com/product/2018-masterpieces).

Mob Rules fans will of course be richly rewarded for their efforts: The album contains about 75 minutes of concentrated live feeling. At the beginning the band didn’t expect this to happen: „When we started, we hoped to release two or three albums with a renowned label and maybe play a great tour. Who would have thought that there would be NINE albums and HUNDRES of concerts instead … and our journey is still not over. Without our great fans, we wouldn’t have made any of it – we are very grateful for that!“ (Klaus Dirks singer and co-founder of Mob Rules).

Line-Up: Klaus Dirks – vocals Florian Dyszbalis – guitar Sven Lüdke – guitar Markus Brinkmann – bass Nikolas Fritz – drums Jan Christian Halfbrodt – keyboards

FAZIT

Mittlerweile haben sich die Jungs fest etabliert in der Szene-und das mit Recht!Denn musikalisch liefern immer ab und mit dem mir vorliegenden LIVE-Album geben sie ihr musikalisches Spektrum zum Besten!Da kommt die Spielfreude so Richtig rüber!Und Soundmässig höre ich Hammer-Album!Es lohnt sich also,sich dieses Teil ins Regal zu stellen und regelmässig zu hören!

10 von 10 Punkte


DRAGONFORCE – Extreme Power Metal

Release: 27.09.2019

INFO-Auszug

Die Grammy-nominierte Band DragonForce kommt aus London und ist bekannt als die schnellste Band der Welt. Ihr Platin-verkaufendes Album Through the Fire and Flames bescherte ihnen den internationalen Durchbruch und wurde zum schwierigsten Song bei Guitar Hero III. Ihre energiegeladenen und heiteren Live-Shows haben ihnen Fans auf allen Kontinenten eingebracht.

Die Gruppe ist durch komplexe und schnelle Gitarrensolos von Herman Li und Sam Totman bekannt. Die Gründungsmitglieder riefen die Band 1999 über eine Kleinanzeige ins Leben. Seitdem veröffentlichte die Band sieben Studioalben, inklusive Valley of the Damned (2003), Sonic Firestorm (2004), Inhuman Rampage (2006), Ultra Beatdown (2008), The Power Within (2012), Maximum Overload (2014), und Reaching into Infinity (2017). Mit Extreme Power Metal beginnt 2019 ein neues Kapitel in der Geschichte von DragonForce!

Das sagt Herman Li über Extreme Power Metal„Dieses Album kombiniert erneut das Beste von DragonForce aber dieses Mal auf eine noch größere, epischere und spektakulärere Weise. Wir können es nicht erwarten, dass die Fans es hören!“ Nach dem Abschied von Keyboarder Vadim Pruzhanov im letzten Jahr, wird DragonForce nun von Coen Janssen der Symphonic Metal Band Epica unterstützt, der das neue Album in unbekannte Dimensionen hievte. Sam Totman sagt: „Wir haben auf dem Album sehr eng mit Coen zusammengearbeitet. Wir sind so glücklich damit, was er mit seinem grandiosen Stil dazu beigetragen hat!“

Der Stil der Band kombiniert melodiöse Refrains des klassischen 80s Rocks mit triumphierenden, fröhlichen Melodien und Fantasy-basierten Power Metal Texten. Um ihrer Liebe zu Videospielen Tribut zu zollen, enthält ihre Musik auch oft Melodien im Stil von Retrospielen, die sie auch oft bei Konzerten spielen.

Nach der Veröffentlichung von Extreme Power Metal werden sich DragonForce auf Welttournee begeben um das Album zu unterstützen. Li verspricht:  „In der heutigen Zeit, in der unsere Musik einfach und überall verfügbar ist, verschwende ich nicht meine Zeit damit zu versuchen zu erklären wie das Album klingt. Stattdessen lasse ich die Musik lieber für sich sprechen! Was ich aber schon sagen kann ist, dass unsere Tour die größte seit einem Jahrzehnt sein wird. Wir haben eine wahnsinnig epische Produktion am Start und eine ganz besondere Überraschung für VIPs. Wir können es nicht erwarten die Menschen auf der Tour zu treffen!“

FAZIT

Ich bin da bei DRAGONFORCE echt zwiegespalten…Die Ideen und die Umsetzung finde der einzelnen Songs finde ich schon interessant.Besonders die Vocals haben es mir angetan!Einzig dieses „Hurra-wir sind Helden“-Gehabe-das geht mir nach 2maligem hören gehörig auf den Keks!Ich mein das garnicht böse.Das sind schon im einzelnen sehr gute Musiker.Aber unterm Strich ist das nicht unbedingt mein Ding,welches ich nicht 10 Mal am Tag hören muss!

7 von 10 Punkte

Translate »