Reviews OKTOBER 2019

 

TURBOKILL – Vice World

Release : 25.10.2019

INFO-Auszug

In einer aufgeklärten Welt muss die Frage erlaubt sein, wie die musikalische Nachfolge von Metal-Legenden wie Judas Priest oder Iron Maiden eigentlich geregelt werden soll? Oder ist die Zeit der Wachablösung etwa bereits angebrochen? Natürlich wird es nicht leicht, die großen Metal-Gladiatoren unserer Epoche zu beerben, aber irgendjemand muss es ja tun. Also brauchen wir geeignete Kandidaten mit Visionen, die sich einerseits an der großen Historie dieser Musikrichtung und andererseits kompositorisch wie spielerisch in Richtung Zukunft orientieren. TURBOKILL, die neue Formation des ehemaligen Alpha Tiger-Sängers Stephan Dietrich, wäre möglicherweise ein solcher Kandidat. Denn die sächsische Band bringt eine Vielzahl außerordentlich günstiger Voraussetzungen mit, um Impulse für einen zugleich traditionellen wie zeitgemäßen Heavy Metal zu geben. Ist eine solche These allzu gewagt? Wohl kaum, zumal es Beweise gibt: Gleich zwölf davon findet man auf Vice World, dem Debüt der Gruppe. Das Album wird am 25. Oktober 2019 über Steamhammer/SPV veröffentlicht und verdeutlicht eines unmissverständlich: Die Zukunft des klassischen Heavy Metal hat soeben begonnen!

Denn Vice World erfüllt sämtliche Erwartungen, die TURBOKILL bereits mit ihrer 2018er EP geweckt haben. Der selbstbetitelten Scheibe wurden im vergangenen Jahr vom Fachmagazin ‚Deaf Forever‘ stolze neun von zehn möglichen Punkte verliehen, zudem gehörten TURBOKILL bei der Vorausscheidung für den Support-Act der 2018er ‚Metal Hammer Awards‘ zu den Top-5-Kandidaten. Es muss also etwas dran sein, am kursierenden Gerücht von einer der talentiertesten und meistversprechenden neuen Bands dieses Genres. Denn Stephan Dietrich hat mit den Gitarristen Ronny Schuster und Daniel Kanzler, Bassist Marco ‚Fox‘ Grünwald und Schlagzeuger Philipp ‚Nafta‘ Dießl vier erstklassige Instrumentalisten gefunden, die seinen riesigen Enthusiasmus teilen. „Soundmäßig haben wir uns an Firepower von Judas Priest orientiert“, legt Dietrich die anvisierte Messlatte für Vice World bewusst hoch an. Denn er und seine vier Mitstreiter wissen genau: Nur eine ehrgeizige Band kann wirklich große Leistungen abrufen. Dietrich: „Von der allerersten Probe an stand für uns fest, dass wir keine halben Sachen machen.“ Nach „halben Sachen“ klingt Vice World in der Tat nicht einmal ansatzweise.

In kraftstrotzenden Songs wie ‚Vice World‘, ‚War Thunder’, ‚Turbokill‘ oder ‚End Of Days’ feuert die junge Band aus vollen Rohren und wird dem Begriff ‚Heavy Metal‘ in jeder einzelnen Note vollauf gerecht. Gleichzeitig schafft es das Quintett, auch bei gemäßigterer Gangart die volle Intensität ihrer Kompositionen aufrechtzuerhalten, wie man in ‚Pulse Of The Swarm‘, ‚Sail With Pirates‘ ‚Track N` Spy‘ oder ‚Global Monkey Show` erkennen kann. Sogar im balladesken Beginn von ‚Don`t Deal With The Devil‘ spürt man das lodernde Feuer der fünf Musiker, die wiederum in ‚Kill The Lie‘ mit modernem Groove ihre stilistische Bandbreite geschickt ausdehnen.

Auch thematisch lassen TURBOKILL auf Vice World nichts anbrennen. Am Beispiel ‚Global Monkey Show` lässt sich auch die generelle textliche Ausrichtung des Albums exemplarisch verdeutlichen. Dietrich: „Ich fand immer schon, dass man als Metal-Musiker verpflichtet ist, unsere angeblich makellose Gesellschaft zu hinterfragen. In ‚Global Monkey Show‘ geht es um den Konsumwahn, um diese inflationäre „kaufen, kaufen, kaufen“-Mentalität, die wir zwar ironisch aber zugleich sehr kritisch beleuchten.“ Gleiches gilt für ‚Track N` Spy‘, in der TURBOKILL die Frage aufwerfen, inwieweit die allgegenwärtige Erreichbarkeit via Smartphone nicht nur zur mentalen Abhängigkeit sondern ungewollt auch zum gläsernen Menschen führt. Dietrich: „Jeder ist immer und überall erreichbar, aber dadurch wird er auch überwachbar. Wollen wir das wirklich?“ Eines wird bei Dietrichs Ausführung schon jetzt deutlich: Mit TURBOKILL hat sich eine junge Band aufgemacht, dem aktuellen Heavy Metal neuen Schwung zu geben, ohne jedoch mit der langen und erfolgreichen Tradition dieses Genres zu brechen. So gesehen ist Vice World Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im gleichen Atemzug!

FAZIT

Schöner,”rotziger” HM!Da ist aber in der Gesamtheit viel musikalische Luft nach oben,so das ich mich schon heute auf den Nachfolger dieses Albums freue!

8 von 10 Punkte 


Phil Campbell – Old Lions Still Roar

Release : 25.10.2019

INFO-Auszug

Manche Leute muss man echt nicht vorstellen. Und der unvergleichliche Kerl hier steht auf dieser Liste ganz oben: Phil Campbell, der Rockprinz von Wales, über 30 Jahre lang und bis zum bitteren Ende MOTÖRHEAD-Gitarrist, Vater des Hard-Rock-Generationentreffens BASTARD SONS, Rock‘n‘Roll-Lichtgestalt, kurz: der Stoff, aus dem sechssaitige Legenden sind. Auch mit bald 60 Jahren hat er seinen Hunger nach Lärm nicht gestillt. Und jetzt, nach einem wahnsinnig erfolgreichen Album mit PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS (samt Live-Dates mit Kapazitäten wie GUNS’N‘ROSES) häutet er sich ein weiteres Mal – und zeigt darunter erstmals sein wahres Ich.

Sehr verehrte Damen und Herren, endlich können wir Ihnen Phil Campbell solo präsentieren. Ohne Netz und doppelten Boden, direkt ins Gesicht, keine Kompromisse – Rock eben, wie er derzeit schmerzlich vermisst wird. Und glauben Sie uns, das hier ist kein Schnellschuss! „Ich will schon seit vielen Jahren ein Solo-Album machen“, verrät er, „sogar als es MOTÖRHEAD noch gab. Ich redete oft mit Lemmy darüber und er ermutigte mich immer. Doch wir waren ständig auf Tour, ich kam einfach nicht dazu. Die eine oder andere Idee sowie eine Handvoll Riffs trug ich in dieser Zeit aber zusammen und gab den Plan niemals auf. Jetzt ist die Zeit reif.

Der Titel seiner ersten Soloplatte? »Old Lions Still Roar«. Oh ja, Mister Campbell, das tun sie. Und bezeichnenderweise deutlich mehr als die Jungtiere. Bis an die Zähne bewaffnet mit einem Arsenal feuriger Riffs, hymnischer Hooks, pumpender Energie und kompromisslos rockendem Treibstoff unterstreicht Campbell seine Reputation als einer der größten Bewahrer des Rock‘n‘Roll. „Ein guter Song ist ein guter Song“, so sagt er typisch trocken zu diesem Album, „also gibt es natürlich jede Menge anständigen Classic-Rock-Stoff auf meinem Solodebüt. Dennoch ist da auch Platz für das eine oder andere Experiment, für Songs, die diejenigen, die mich vor allem von MOTÖRHEAD kennen, durchaus als Abkehr davon bezeichnen könnten. Ich meine, ich bin unendlich stolz auf alles, was wir mit MOTÖRHEAD gemacht haben, doch ein Musiker ist mehr als nur ein Stil. Und auf diesem Album gestatte ich es mir, ein wenig meine Schwingen auszubreiten.

Mit einem Stab an brillanten All-Star-Gästen auf diesem nicht nur mit der größten Spannung erwarteten Solodebüt der jüngeren Rock-Geschichte, sondern auch demjenigen Werk, das jede Erwartung locker übertrifft, holt Campbell die Ernte ein. Im großen Stil. Doch bescheiden wie der Waliser nun mal ist, versucht er natürlich, dieses Ereignis kleinzureden. „Ich wollte doch nur ein gutes Album machen“, meint er fast schüchtern und zuckt mit den Schultern. Ein Album, wohlgemerkt, bei dem mal eben ein Rob Halford (JUDAS PRIEST), Ben Ward (ORANGE GOBLIN), Alice Cooper, Nick Oliveri (MONDO GENERATOR) oder Dee Snider (ex-TWISTED SISTER) mitgemacht haben. Ohne mit der Wimper zu zucken, versteht sich.

Aber das ist es ja. Phil Campbel ist ein echt netter Typ. Nicht gerade das, was man bei einem echten Rockstar erwartet – aber dann wiederum der Grund, weshalb so viele lebende Legenden sofort zugesagt haben, als er bei ihnen anklopfte. Karma, anyone? „Meist war es so, dass ich einen Song schrieb und dann merkte, dass er zu diesem oder jenem Sänger passen würde“, so der Gitarrist über den Prozess. „Ich schickte ihnen die Nummer, um mal zu schauen, ob sie Interesse an einer Kollaboration hätten. Bei den anderen Gastmusikern lief es eigentlich genau so. Manche von ihnen haben eigene Studios, was den ganzen Prozess herrlich unkompliziert machte. Doch sie alle nahmen sich Zeit dafür, und das bedeutet mir die Welt.

Eingerahmt vom Country-Rock-Swagger ‚Rocking Chair‘, der auf einer alten Gibson aus den Vierzigern aufgenommen wurde, und dem bittersüßen, nostalgischen Ausklang ‚Tears From A Glass Eye‘ –  verziert von Joe Satrianis unvergleichlicher Saitenalchemie, pumpt Campbell die Platte voll mit kernigen, markigen, breitbeinigen Rock-Krachern und entfacht ein Gitarren-Fegefeuer, das sich gewaschen hat. „Die Gitarre ist ein ganz besonderes, aufregendes Instrument“, schwärmt er. „Du kannst alles mit ihr anstellen, was du dir vorstellen kannst. Das heißt, wenn du weißt, was du tust.“ Campbell weiß es. Aufgenommen mit seinem Sohn Todd Campbell im Familienstudio in Wales, ist »Old Lions Still Roar« alles, was man sich von einer Phil-Campbell-Soloplatte erhoffen konnte. Und mit einem neuen BASTARD-SONS-Album in der Pipeline für 2020, sieht die Zukunft dezidiert, sagen wir, campbellös aus. Wir müssen wohl kaum erwähnen, dass das für die Welt des Rock‘n‘Roll mehr als gute Nachrichten sind.

FAZIT

Ja…was soll ich oder WIE soll ich das sagen…EIN NETTER VERSUCH!Aber mehr ist DAS hier nicht für mich!Ich kann mit dem Material nicht so wirklich etwas anfangen!Der ein oder andere Song…der ist ja OK!Aber mich packt das nicht!

6,5 von 10 Punkte


METALITE – Biomechanicals

Release : 25.10.2019

INFO-Auszug

Die Zukunft ist da. Und sie klingt ziemlich bombastisch: Zwei Jahre nach ihrem stürmischen Debüt „Heroes in Time“ melden sich die schwedischen Melodic-Metal-Erneuerer Metalite mit einer neuen Sängerin und einem kolossalen Paukenschlag zurück. Das könnte sie sein, die Wachablösung im modernen Metal – zukunftsweisend, episch, von allerhöchster Güte. Klar, wir wissen schon lang, dass die Schweden ein Händchen für erfolgreichen Metal haben. Ein Album von der Güteklasse eines „Biomechanicals“ gelingt dann aber selbst in diesem Land nicht alle Tage. Durchaus infiziert vom Grundgedanken einer Band wie Within Temptation, denkt das Quintett aus Stockholm den klassischen Melodic Metal rigoros neu – und entfesselt einen Sturm aus Zeitgeist, Wucht und Monumentalität, dem man nicht entkommen kann. Und das auch gar nicht will. „Wir sehen uns als dezidiert moderne Band, die einige Dinge anders macht als die anderen Melodic-Metal-Bands da draußen“, sagt Gitarrist Edwin Premberg dazu. Und kann ruhig mal damit aufhören, tiefzustapeln: „Biomechanicals“ setzt den Einstand konsequent fort, dreht alles auf 11, was zuvor auf 10 stand: Fettere Produktion, stärkeres Songwriting und eine schwer zu greifende, geheimnisvolle Aura heben „Biomechanicals“ deutlich ab von allem, was man bislang als Melodic Metal zu kennen glaubte.

Das liegt einerseits an Metalites gekonntem Einsatz elektronischer Elemente; durchaus beeinflusst von der Trance-Ära des frühen 21. Jahrhunderts, legen sich sphärische Flächen, flirrende Sequenzen und maschinelle Beats wie eine zweite Haut um den massiven, melodischen und unverschämt eingängigen Soundwall. Das passt, das sitzt, das gehört einfach zusammen! Andererseits ist natürlich auch die neue Sängerin Erica Ohlsson dafür verantwortlich; schon bei ihrer Feuertaufe als Metalite-Frontlady reiht sie sich in der „female fronted“-Welt ganz oben ein. Premberg ist entsprechend zufrieden mit dem Neuzugang: „Uns war klar, dass wir nach einer Sängerin mit großen Talent suchen mussten, also suchte ich dort, wo eine gute Sängerin nun mal hingehört: auf einer Bühne!“ Fündig wurde er bei einem Konzert in Stockholm, wo sich Ohlsson gerade die Seele aus dem Leib sang. „Ich hörte sie und wusste sofort: sie ist perfekt!

Na ja, und kaum ein halbes Jahr später begannen wir mit den Aufnahmen zu ‚Biomechanicals‘.“ Läuft, könnte man sagen. Metalites AFM-Einstand ist eine futuristisch schimmernde Legierung aus Melodic und Symphonic Metal, die sich auch textlich wohltuend von der Konkurrenz abhebt. „Wir umgeben uns alle schon ganz selbstverständlich mit all diesen technologischen Gadgets, dass wir längst nicht mehr merken, wie sie uns beobachten“, so der Gitarrist zum ebenso zeitgemäßen wie verstörenden Inhalt der Platte. „Biomechanicals“ ist das „Schöne neue Welt“ der Metal-Szene, wie es auch die triumphale erste Single „Social Butterflies“ auf den Punkt bringt. „Die sozialen Medien stehlen uns mit jedem Tag mehr Zeit“, so Premberg. „Es geht um die Sucht, ständig online und in Kontakt mit der ganzen Welt zu sein.“ Hochbrisant – und leider viel zu aktuell. Aber das gilt eh für die meisten Songs auf „Biomechanicals“. Und so packend wie Metalite ihre Musik inszenieren, bleibt sogar was von ihrer wichtigen Aussage kleben: Schaltet doch einfach mal die Geräte ab und das Hirn an! Mit einem lodernden Feuert unterm Hintern, entfacht von einer weiteren Glanz-Prodution des Großmeisters Jacob Hansen (Volbeat, Amaranthe) sind Metalite jetzt mehr als bereit für den nächsten Schritt. Es könnte ein ziemlich großer werden. Aber das hätten sich die fünf Schweden früher überlegen müssen.

FAZIT

Schönes und eingängiges Material!Wobei ich den Gesamtsound nicht so mag.Da fehlt mir der letzte kick…

6,5 von 10 Punkte


MUNICIPAL WASTE – The Last Rage (EP)

Release : 11.10.2019

INFO-Auszug

Die Virginia-Metaller MUNICIPAL WASTE kehren im Herbst 2019 mit einer frischen EP zurück: Ist es doch bereits ein paar Jahre sowie einige hundert Liveshows her, dass WASTE ihr vielerorts gefeiertes Album »Slime And Punishment« auf die Welt losgelassen haben, bietet dieses Werk vier gutklassige Tracks, die die Punk- und Street Metal-Wurzeln der Band umfassen, ohne sich jedoch zu sehr an ihre vergangenen Taten anzulehnen. Dank dieser ehrlichen Formel ist es WASTE gelungen, die Festivalszene mit dem Opener ‘Wave Of Death’ – DEM Partyhit des Sommers – auf den Kopf zu stellen. Angeführt von Tony Forestas exotischem, harschem Gesang, angetrieben von den aggressiven Gitarren Ryan Wastes und Nick Poulos‘ und vollendet von der brachialen Rhythmussektion um Bassist LandPhil Hall sowie Schlagzeuger Dave Witte. Partylöwen, die »Art« wurde euch bereits nähergebracht, aber nun ist es Zeit für den Fortgeschrittenenkurs. Thrasher, wappnet euch! MUNICIPAL WASTE beliefern euch mit »The Last Rager«.

 

„’Wave Of Death’ ist der Hammer!“ – Festivalsecurity am Wellenbrecher

7 von 10 Punkte


EDENBRIDGE – Dynamind

Release : 25.10.2019

INFO-Auszug

Musik ist bekanntlich dann am besten, wenn sie ihre Hörer auf mehreren Ebenen anspricht. Bei Edenbridge ist genau das der Fall: Die Songs der österreichischen Melodic Metal-Formation besitzen neben ihren symphonischen Qualitäten immer auch eine wichtige emotional-spirituelle Seite. Dies gilt nicht nur für die bisherigen 13 Veröffentlichungen der Band, sondern insbesondere auch für ihr neues Album Dynamind, das am 25. Oktober 2019 über Steamhammer/SPV erscheint. Die atmosphärisch dichten Kompositionen der Scheibe, auf der erneut vor allem Kreativchef/Multiinstrumentalist Lanvall und Sängerin Sabine Edelsbacher das Geschehen diktieren, vereinen Melodie und Groove, Härte und Sensibilität, Gefühl und Verstand, Geist und Unterbewusstsein. Kann man diese Fähigkeit besser dokumentieren als durch ein programmatisches Wortspiel wie Dynamind? „Es gibt einen sehr interessanten Satz, der quasi den tieferen Sinn des Albumtitels zusammenfasst“, verrät Sabine Edelsbacher. „Er lautet: „Im Spannungsverhältnis der Gegensätze stärkt sich der Muskel der Bewusstheit.“

Man sollte diese These unbedingt auf sich wirken lassen, denn sie beschreibt perfekt den ganzheitlichen Ansatz von Edenbridge auf Dynamind. Das dafür wohl perfekte Beispiel findet man im großartige Finale des Albums, mit dem epischen, mehr als zwölfminütigen ‚The Last Of His Kind‘ und dem direkt abschließenden leisen, fast schon intimen Titelsong ‚Dynamind‘. Für Lanvall hat vor allem ‚The Last Of His Kind‘ eine übergeordnete Bedeutung: „Aus meiner Sicht ist dies der dritte Teil zu den Titelstücken von The Grand Design und Myearthdream, die unseren unverantwortlichen Umgang mit der Erde kritisch thematisieren“, erklärt er und verweist stolz auf einige von David Gilmour (Pink Floyd) inspirierte Gitarrenparts, die dem Song ein erhabenes Flair verleihen. Bereits vor seinem eindrucksvollen Ende überzeugt Dynamind durch Vielschichtigkeit und enorme kompositorische Reife. Das irisch inspirierte Thema in ‚On The Other Side‘ beispielsweise trägt Lanvall schon seit 15 Jahren mit sich herum. „Ich hatte diese Idee bereits für Aphelion im Kopf, doch damals fehlten mir die dazu passenden Teile. Diesmal fiel mir nach einem Spaziergang wie aus heiterem Himmel die Strophe und der Refrain ein. Im Moment war alles da. Damit ist ‚On The Other Side‘ der wohl am schnellsten komponierte Song der Edenbridge-Geschichte.“ Textlich geht es übrigens um das altbekannte Phänomen, dass das Gras auf der anderen Seite des Zauns stets grüner zu sein scheint, sprich: Unabhängig von der eigenen Situation denkt der Mensch immer, dass es anderswo besser ist.

Kein Zweifel: Auf Dynamind ist es Lanvall erneut gelungen, seinen zehn neuen Kompositionen trotz ihres Facettenreichtums eine jederzeit klare, nachvollziehbare Struktur zu verleihen. Gleichzeitig schaffen es Edenbridge, aus den unterschiedlichen Temperamenten ihrer bis dato härtesten (Lanvall: „Sogar die vergleichsweise ruhige Nummer ‚Tauerngold‘ hat einen doomigen Mittelteil“) und auf eine dynamische LiveUmsetzung ausgerichteten Scheibe ein homogenes, in sich geschlossenes Werk zu kreieren. Veröffentlicht wird Dynamind in den Formaten 2-CD, Vinyl-Doppelalbum und in digitaler Form. Gemischt hat die neue Scheibe – wie schon die Vorgänger The Grand Design (2006), Myearthdream (2008), Solitaire (2010) The Bonding (2013) und The Great Momentum (2017) – Karl Groom (Threshold). „Karl und ich ergänzen uns perfekt“, erläutert Lanvall, der zwei Wochen lang in den englischen ´Thin Ice Studio` gemeinsam mit Groom an den letzten wichtigen Stellschrauben gedreht hat. „Während ich klare Vorstellungen vom Klang eines neuen Edenbridge-Albums habe, besitzt er das notwendige Fachwissen als Toningenieur.“ Apropos Fachwissen: Das Mastering wurde erneut von Mika Jussila (u.a. Stratovarius) in den renommierten ´Finnvox Studios` übernommen, als Gastsänger hat abermals Thomas Strübler für große Chöre und mehrstimmige Gesänge gesorgt. Neu in der Band dagegen ist Bassist Stefan Gimpl, der auch der bayerischen Formation Crystallion angehört und gemeinsam mit Dominik Sebastian (Lead- & Rhythmusgitarren) und Johannes Jungreithmeier (Schlagzeug) die aktuelle Edenbridge-Besetzung komplettiert. Ein überaus vitales Line-Up übrigens, das ebenfalls mit dem Wort „Dynamind“ perfekt beschrieben ist.

Line-Up:

Sabine Edelsbacher: Lead vocals

Lanvall: Lead- & rhythm guitars, bass, 6 & 12 string acoustic guitars, piano, keyboards, orchestration, Hammered Dulcimer, Kacapi, Bouzouki, Mandolin

Dominik Sebastian: Lead- & Rhythm guitars

Johannes Jungreithmeier: drums

Stefan Gimpl: bass

FAZIT

…und immer wieder GRÜßT das Murmeltier!Damit will ich sagen:EDENBRIDGE liefern wie gewohnt ein tolles Album ab,das mich mal wieder KOMPLETT überzeugen kann!Besonders die Vocals von Sabine Edelsbacher machen RICHTIG SPASS!Sie singt nicht planlos drauf los,sondern alles ist schön durchdacht!So auch jeder einzelne Song insich!

10 von 10 Punkte


DOUBLE CRUSH SYNDROME – Death To Pop

Release : 25.10.2019

INFO-Auszug

DOUBLE CRUSH SYNDROME – »Death To Pop«

 

Machen wir es kurz: DOUBLE CRUSH SYNDROME werden den Rock retten! Richtig gelesen: ‚werden’! Nicht ‚wollen’. Wenn eine Band ebenso gekonnt wie leichtfüßig zwischen ‚Bild’ und Metalpresse balanciert, und weder bei Festivals wie dem ‚Metallergrillen’ noch im ‚ZDF Fernsehgarten’ Gefahr läuft, auch nur einen Hauch jahrzehntelang aufgebauter Glaubwürdigkeit einzubüßen, muss man sich tatsächlich die Frage stellen: „Ja, wer soll ihn den sonst retten?!“

 

Angeführt von Sänger und Gitarrist Andy Brings, einem Enfant Terrible par excellence (‚Promi Shopping Queen’) und erfolgreichen Filmemacher (‚Full Circle – Last Exit Rock´n´Roll’), legt DOUBLE CRUSH SYNDROME mit »Death To Pop« das zweite Album vor, nachdem ihr Debüt »Die For Rock´n´Roll« 2017 die deutschen Albumcharts von 0 auf 48 enterte und somit den Grundstein für die Rock´n´Roll Weltherrschaft legte.

Warum ist diese Band anders? Warum lässt sie sich nicht greifen und in bestehende Formen gießen?

Andy Brings: „Wir sind nicht hier, um irgendeine Erwartungshaltung zu erfüllen oder Darreichungsformen zu enstsprechen, die sich im Rock und Metal bewährt haben. Wir berufen uns nicht auf Led Zeppelin oder Black Sabbath und halten uns nicht für tolle Musiker. Wir stehen zwar knietief im Punk und Metal, aber versuchen mit unseren eigenen Mitteln, den perfekten Popsong zu schreiben.“

 

Der perfekte Popsong? Laut Albumtitel muss der Pop doch sterben, wie passt das zusammen?

Brings: „‚Death To Pop’ klingt als Statement einfach geil. Gemeint ist damit, dass wir alles ablehnen, was nicht wahrhaftig ist und somit keinen Bestand haben kann. Insbesondere im Metal hat eine unerträgliche Beliebigkeit Einzug gehalten, die dem geneigten Hörer immer wieder dieselbe Konfektionsware vorsetzt, und somit schlimmerer Pop ist, als Pop selbst. Ich wünsche eher miesem Metal den Tod als mieser Popmusik. Die ist mir nämlich egal. Der Rock´n´Roll und seine Werte liegen uns jedoch sehr am Herzen.“

 

Und die sind auf »Death To Pop« ganz klar umrissen: Liebe in all ihren Facetten (‚Whore’, ‚Cocaine Lips’), ein selbstbestimmtes Leben, Ablehnung von Konformität (‚We Cannot Be Ruled’, ‚Death To Pop’) und die Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer (‚Tonight’, ‚Souls To Sell’).

 

Produziert wurde »Death To Pop«, wie auch das Debütalbum, von Andy Brings, der sich dieses Mal allerdings ganz und gar seinem Freund, Mentor und Produzentenlegende Uwe Hoffmann, anvertraute. An der spanischen Costa Blanca und im heimischen Mülheim a.d. Ruhr entstand das Album, das Hoffmann als „eines der besten, an denen ich jemals beteiligt war“ bezeichnet, und das will bei seinem Lebenswerk aus Megahits (DIE ÄRZTE, SPORTSFREUNDE STILLER, TERRORGRUPPE u.v.m.) durchaus was heißen. Andy Brings: „Uwe ist der absolute König, zu dem ich bedingungslos aufschaue. Sein Wort ist Gesetz für mich. Mit ihm zusammenzuarbeiten, bedeutet für mich  seit vielen Jahren die größtmögliche künstlerische Erfüllung. Wir sind ein absolutes Dreamteam. Das gilt auch für meine Bandjungs Slick Prolidol (Bass, Gesang) und unseren neuen, alten Schlagzeuger Markus Herzog.“

 

Der Sound auf »Death To Pop« ist reifer als zuvor, u.a. verstärkt durch weibliche Chorsängerinnen, entfaltet sich nun endlich die ganze Pracht der Minipunkrockmusicals, die nur selten länger als dreieinhalb Minuten sind. Mit größerer Besetzung will DOUBLE CRUSH SYNDROME auch ab 2020 auf Tournee gehen. Brings: „Bei uns kommt nix aus der Dose, was man sieht ist was man hört, egal ob zu dritt oder zu sechst. Wenn wir Bock auf die DCS BIG BAND haben, dann machen wir das auch. Unser eigener Spaß und unsere Energie sind seit jeher, neben unseren Songs, unsere stärkste Waffe. Dass wir polarisieren, ist dabei bereits eingerechnet und stört uns nicht. Im Gegenteil: wenn die Hater vor uns stehen, kriegen sie jedes Mal weiche Knie.“

Diese Band kennt keine Grenzen und Beschränkungen, und wird dem Rock´n´Roll endlich wieder Spaß und Action injizieren. Gerade als man dachte, er sei wieder sicher.

»Death To Pop« erscheint am 25. Oktober via Arising Empire.

DOUBLE CRUSH SYNDROME »Death To Pop Tour 2020«

Präsentatoren:

Musix, Powermetal.de, The Mellow Music, Twilight, Rock Hard Magazin

15.01.20  GB   London – Thousand Island

17.01.20  DE   Cologne – Helios 37

18.01.20  DE   Bochum – Rotunde

19.01.20  DE   Frankfurt – Elfer Music Club

21.01.20  DE   Munich – Backstage

22.01.20  AU   Vienna – Chelsea

23.01.20  CZE   Prague – Klub 007 Strahov

24.01.20  DE   Leipzig – Bandhaus

25.01.20  DE   Berlin – Maze

26.01.20  DE   Hamburg – Indra

FAZIT

Ich denke,das ist nun der GROßE DURCHBRUCH für DCS!Das Vorgängerteil klang für mein empfinden noch sehr “zäh”…nicht schlecht,aber noch suchend!

Das Album JETZT klingt “rund” und ich hab hier das Gefühl,das man sich musikalisch gefunden hat!

8 von 10 Punkte


HELLOWEEN –  »United Alive« & »United Alive in Madrid«

Release : 04.10.2019

INFO-Auszug

Es musste wieder zusammenkommen, was zusammengehört: PUMPKINS UNITED. Diese Geburt war allerdings nie nur eine Reunion der Originalband, sondern ganz großes Kino – das ultimative Besteck aus allen 7 Metal-Helden: Andi Deris, Michael Kiske, Michael Weikath, Kai Hansen, Markus Grosskopf, Sascha Gerstner und Daniel Löble. Oder anders ausgedrückt: Der wahrgewordene Traum von Fans auf der ganzen Welt, die über die Jahre nie aufgehört hatten, sich genau diese Zusammenkunft zu wünschen. Was folgte, war ein Freudenschrei von der Elbe bis zum Zuckerhut und im Herbst 2017 in Mexiko dann der Kick-Off der unglaublichen Pumpkins United World Tour. In 14 Monaten absolvierten die PUMPKINS UNITED und ihre gewaltige Entourage insgesamt 69 Shows – davon allein 14 Headliner-Slots auf den größten Festivals – vor über einer Million Menschen in 32 Ländern und auf drei Kontinenten. Auf den Shows beim Wacken, dem Rock Fest Barcelona und Masters Of Rock, aber auch mit IRON MAIDEN beim Sweden Rock Festival und Firenze Rocks wurde das lang ersehnte Mega-Revival begeistert begossen, Bühnen abgerissen und bergeweise Taschentücher verbraucht.

Die Shows zelebrierten die größten Hits aus drei Jahrzehnten und boten eine halsbrecherische Fullspeed-Zeitreise durch das gesamte HELLOWEEN-Repertoire – inklusive Songs, die die Band sehr lange oder noch nie live gespielt hatte. Die Pumpkins United World Tour verursachte ein Metal-Beben, das auf fast allen Genre-Covers war und dem das weltgrößte Metal-Magazin »BURRN!« bis heute unglaubliche vier Titelstories gewidmet hat. Nach US-Dates und Zusatzshows in Lateinamerika endete die Tour für die Ewigkeit im Dezember 2018 mit einem emotionalen Finale in Hamburg, wo 1984 alles angefangen hatte. – Unvergessliche Metal-Nächte, die Fans wie Musiker am liebsten immer wieder erleben würden.

„Diese Reise war voller ‚magischer Momente’, die man mit Worten nicht beschreiben kann. Es war, was wir am meisten lieben: tolle Leute treffen, an alte Zeiten denken und die ultimative

HELLOWEEN-Party feiern.“

Andi Deris

»United Alive« – DVD/Blu-Ray & »United Alive In Madrid« – Live-CD/Vinyl

Ab 4. Oktober 2019 geht der Traum weiter: Mit dem Release von »United Alive« & »United Alive In Madrid« erscheinen die Audio- und Video-Zeugnisse der massiven Super-Tour auf DVD/Blu-ray und Live-CD/Vinyl via Nuclear Blast. Jedes einzigartige Solo, jede spontane Geste und jede emotionale Zugabe der Pumpkins United World Tour wird mit höllischen Kamerafahrten, atemlosen Close-Ups und intimen Interviews in Erinnerung gerufen und unvergänglich gemacht. Das Artwork der Releases stammt erneut vom renommierten Fotografen, Regisseur und Art-Director Martin Hausler und bietet neben der hochwertigen High-End-Verpackung diverse unveröffentlichte Livefotos.

„Es war nicht einfach, diese unglaubliche Tour zusammenzufassen und so festzuhalten, wie es sich für uns angefühlt hat – daher die Idee, den größten Festival-Gig, die größte Arena-Show und das heißeste Club-Date zu filmen.“

Michael Kiske

Die DVD/Blu-Ray »United Alive« bringt die phänomenalen Sets mit hautnahen Mitschnitten vom Wacken vor 75.000 Metalheads sowie 14.000 in der Arena in Madrid auf den Punkt und liefert als Bonus den legendären Auftritt im Espaço das Américas vor 8.000 Fans in São Paulo. Über drei Stunden Livematerial in Stereo und feinstem 5.1 Surround-Sound plus umfangreiches Hintergrundmaterial, Film-Compilation über die LED-Technik der Shows, alle Cartoon-Clips von Seth und Doc sowie ein sehr persönliches 30-minütiges Interview mit der Band über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Ganz pur hat dann die Live-CD/ Vinyl »United Alive In Madrid« knapp drei Stunden ungebremsten PUMPKINS-Livewahnsinn im Gepäck – inklusive Bonustracks von den Shows in Prag, São Paulo, Wacken und Santiago de Chile.

Formate von »United Alive« and »United Alive In Madrid«

2Disc Blu-Ray Digibook

Disc 1: Livekonzert, Disc 2: Bonusmaterial – Intro-Film, Interview, LED-Compilation, Seth & Doc Animationen & mehr

 

3Disc DVD Digibook

Disc 1 & 2: Livekonzert, Disc 3: Bonusmaterial – Intro-Film, Interview, LED-Compilation, Seth & Doc Animationen & mehr

 

3Disc Limitierte Digibook Live Audio CD

Livekonzert Madrid plus Bonustracks: ‘March of Time’, ‘Kids of the Century’, ‘Why’ und ‘Pumpkins United’

 

5Disc Vinyl Box

Livekonzert Madrid plus Bonustracks: ‘March of Time’, ‘Kids of the Century’, ‘Why’ und ‘Pumpkins United’

 

8Disc Earbook Blu-Ray & DVD & CD

Komplette Inhalte der Blu-ray, DVD und CD in Premium-Verpackung

Über HELLOWEEN

HELLOWEEN sind nicht nur einer der geachtetsten deutschen Metal-Exporte, sondern auch eine der einflussreichsten Metal-Bands überhaupt. Seit 1984 performten HELLOWEEN auf allen wichtigen Festivals, wie dem Rock in Rio, Loudpark oder dem polnischen Woodstock, bei dem sie als Headliner vor mehr als 500.000 Fans begeisterten. In drei Jahrzehnten Weltkarriere spielte die Band unzählige Welttourneen und lieferte spektakuläre Shows mit Kollegen wie IRON MAIDEN, SLAYER oder OZZY OSBOURNE. HELLOWEEN veröffentlichten 15 Studio- und drei Live-Alben, wurden mit 14 Gold- und sechs Platin-Awards ausgezeichnet und verkauften insgesamt über 10 Millionen Platten. Die „Keeper“ – Alben der Band gehören zu den erfolgreichsten deutschen Metal-Alben aller Zeiten und gelten international als absolute Meilensteine des Power Metal.

Während der Entstehung des Hellbook zum 30. Jubiläum wurde uns erst richtig klar, was wir geschafft haben – und dass unsere Geschichte noch lange nicht zu Ende geschrieben ist.“

Michael Weikath

Es war DIE Sensation 2016. Während der Produktion des 498-Seiten-Tributs an die Pioniere des deutschen Melodic Speed Metal und 30 Jahre globale Metal-Regentschaft wurde allen Beteiligten vor allem eins wieder ganz bewusst: Die Chemie in dieser Band war immer einzigartig und eine so einmalige Bandgeschichte schrie geradezu nach einem weiteren Kapitel.

Mit Unisonic einen originalen HELLOWEEN-Track zu spielen ist eine Sache – aber im originalen Line-up, zusammen mit der kompletten Pump-Gang, Gas zu geben, ist eine ganz andere.“

Kai Hansen

FAZIT

JAU!Das KNALLT unglaublich Und macht SPASS ohne Ende!Mehr muss man garnicht dazu sagen!

10 von 10 Punkte


EPICA – Design Your Universe

Release : 04.10.2019

INFO-Auszug

Seit Jahren surfen EPICA auf den höchsten Wellen des Erfolgs. Sie liefern ein atemberaubendes Album nach dem anderen und überziehen den Erdball regelmäßig mit opulenten Konzertreisen. Im Jahre 2019 jedoch, nach eindrucksvollen 17 Jahren ganz links auf der Überholspur, gönnen sich die niederländischen Symphonic-Metal-Titanen eine Auszeit. Um mal tief durchzuatmen, das auch. Doch vor allem, um mal darüber nachzudenken, was sie überhaupt erst in diese Höhen gebracht hat.

Die Antwort darauf fällt leicht. Vor genau zehn Jahren veröffentlichten EPICA das, was heute gemeinhin als ihr großer Durchbruch angesehen wird. Zwar waren sie mit ihren drei eindrucksvollen Studioalben, einem Soundtrack und einem epischen Orchesterprojekt alles andere als Greenhorns; die Veröffentlichung von »Design Your Universe« markiert dennoch die Wasserscheide zwischen einer ziemlich bekannten Symphonic-Metal-Band mit großen Ambitionen und dem internationalen Phänomen, das die Band seither geworden ist. Mit ordentlich Momentum und einer wunderbaren Balance zwischen epischem Metal-Budenzauber und monumentalen Orchester-Landschaften, zwischen Kopfkino-Bombast und zähnefletschender Härte, zwischen Mark Jansens grabestiefen Grunts und Simone Simons gesanglicher Naturgewalt, stürmte »Design Your Universe« europaweit in die Charts und katapultierte die Band auf ein völlig neues Level.

Bis heute ist wird »Design Your Universe« von der Band ebenso geliebt wie von den Fans und den Kritikern – und bekommt zum zehnten Geburtstag deswegen eine aufwändige Neuauflage spendiert. „Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass wir da etwas Besonderes erschufen“, blickt Bandgründer Mark Jansen auf die Aufnahmen zurück – und heute ist dieses Werk eines seiner Lieblingsalben. „Außerdem hatte es die bis zu diesem Zeitpunkt beste Produktion aller Zeiten.“ Die ist natürlich ihrem langjährigen Produzenten und Freund Sascha Paeth zu verdanken. »Design Your Universe« markierte also nicht nur einen neuen musikalischen Höhepunkt; die Produktion war so umwerfend, dass Jansen sogar seine Zweifel hatte, ob man das Album zu diesem Jubiläum überhaupt neu mixen sollte. „Der Klang ist brillant, warum eigentlich ändern?“, lacht er. Am Ende einigten sie sich darauf, sehr nah am ursprünglichen Sound zu bleiben und nur an einigen Schräubchen zu drehen, um dieses wegweisende Werk in die digitale Zeit zu holen. „2009 waren die Alben alle noch sehr komprimiert, was wir dem damals herrschenden ‚Loudness War‘ zu verdanken haben“, klärt er auf. „Heute hat man wieder viel mehr Raum für den Mix, was natürlich alles deutlich dynamischer macht.

Neue Technik hin oder her: Junge, sind diese Songs gut gealtert! ‚Martyr of the Free Word‘, ‚Unleashed‘, die Power-Ballade ‚Tides Of Time‘ oder das unvergessliche Epos ‚Design Your Universe‘ sind längst moderne Klassiker und haben sich schon vor Jahren ihren Platz im Thronsaal des Symphonic Metal gesichert. „Es hat sich gut angefühlt, die Entstehung dieses Albums noch einmal zu durchleben“, sagt Jansen. „Mein Lieblingsstück ist immer noch ‚Kingdom Of Heaven‘: Es enthält alles, wofür EPICA damals standen. Außerdem ist es meiner Großmutter gewidmet, die verstarb, als wir das Album gerade aufnahmen. Es wird immer eine besondere Bedeutung für mich haben.“ Nicht nur für ihn. „Marks Großmutter war für die gesamte Band eine sehr wichtige Figur“, sagt auch Simone Simons. „Seit Anbeginn von EPICA war ihr Haus unser Proberaum. Sie begrüßte uns stets mit einem Lächeln und stellte immer sicher, dass wir alles hatten, was wir brachten.“ Simone widmete ihr ‚Tides Of Time‘, was dieses Werk zusätzlich zu einem besonders emotionalen für die ganze Band macht.

Und »Design Your Universe« ist sogar noch mehr als das. Es ist das Album, das das Fundament für all das legte, was danach kommen sollte. Ihre erste Platte mit Ariën van Weesenbeek als permanentem Schlagzeuger, Isaac Delahaye als neuem Gitarristen und Artwork-Alchemist Stefan Heilemann (Heilemania) als visuellem Komplizen: Erstmals hatten EPICA all die Ingredienzen zusammen, die sie jetzt endgültig an die Spitze bringen sollten. „Isaac kam in die Band, als wir sprichwörtlich schon auf der Schwelle des Studios standen“, blickt Jansen zurück. „Er hatte also kaum Zeit, etwas zum Album beizutragen – und machte an den Gitarren dennoch einen unglaublichen Job. Er hob die Songs auf ein anderes Level. Vielleicht also war es sogar ganz gut, dass ihm so wenig Zeit zur Verfügung stand. Wir konnten nichts totdenken. Ich denke heute gern, dass es alles genau so kommen musste.“

Manchmal geht es eben genau auf. »Design Your Universe« ist ein rarer Fall, in dem es einfach Klick machte, in dem alles genau so passierte, wie es passieren sollte. „Ein Album ist erst dann ein Erfolg, wenn es immer dieselben Emotionen triggert – ganz gleich, wie alt es ist. Und diese Songs treffen mich immer noch direkt ins Herz“, sagt Simons. Natürlich ist es auch ihre glänzende Gesangsleistung, die auf ewig ihre Spuren im Symphonic Metal hinterlassen wird. „Ich war sehr zufrieden mit meinem Gesang“, nickt sie. „Ich konnte wieder einen Schritt vorwärts machen. Natürlich versuche ich das immer; es gibt nur keine Garantie, dass es klappt.“

Es klappte. Und nun, zehn Jahre nach der Geburt dieser neuen Symphonic-Metal-Galionsfigur, statten Mark Jansen (Rhythmusgitarre, Gesang), Simone Simons (Gesang), Isaac Delahaye (Gitarre), Rob van der Loo (Bass), Coen Janssen (Keyboards, Synthesizer, Piano) und Ariën van Weesenbeek (Drums) ihrem ikonischen Album mal wieder einen Besuch ab – und verschönern die Neuauflage gleich noch mit fünf kostbaren Akustikversionen einiger ihrer verehrtesten Songs. „Wir waren alle vollkommen begeistert davon, wie gut diese neuen Versionen klangen, und genossen es sehr, sie aufzunehmen. Sie zeigen eine neue Sichtweise auf die Originale auf“, strahlt Jansen und Simone fügt an: „Ich hatte riesigen Spaß an diesen akustischen Songs! Ich meine, ein massives Monster wie ‚Martyr Of The Free World‘ in eine Ballade zu verwandeln, zeigt ja nur, wie stark der Song wirklich ist.“ Das gilt natürlich für die gesamten 74 Minuten und 50 Sekunden von »Design Your Universe«: Eine sinfonische Offenbarung, ausgeführt auf allerhöchstem Niveau. Oder um es in der Sprache der Marvel-Comics zu sagen: Jeder Held hat seinen Ursprung. Das hier ist ihrer. Ein übermächtiges Schisma, heute ebenso episch und monumental wie 2009.

Björn Springorum

FAZIT

Mit schöner Regelmässigkeit liefern EPICA tolle Alben ab.Dieses macht ebenfalls eine RICHTIG GUTE “Figur” und schwächelt-wieder einmal- meiner Meinung nach kein bißchen!

10 von 10 Punkte


MICHAEL BORMANN´S JADED HARD – FEELS LIKE YESTERDAY

Release: 25.10.2019

INFO-Auszug

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Fast drei Dekaden zogen seit der Gründung von JADED HEART ins Land. Die Wege trennten sich 2004 nach vierzehn turbulenten Jahren. Den Bitten nachkommend, ziehen MICHAEL BORMANN´S JADED HARD seit Anfang 2017 mit einem Best of von 1990 – 2004 erfolgreich durch die Lande. Never say never! Aufgrund der phänomenalen Resonanz entschied sich Michael, einen Schritt weiter zu gehen und schrieb ca. zwei Dutzend neue Songs für ‘MBJH’. Zwölf davon landen nun auf dem neuen Silberling FEELS LIKE YESTERDAY. Typischer AOR / MELODIC ROCK wechselt sich mit akustischen Songs, kraftvollen Uptempo Nummern und wunderschönen Balladen ab, die Stimmung von Melancholie bis hin zu überschäumender Lebensfreude auslösen. FEELS LIKE YESTERDAY ist eine Fortführung des Stils der Alben bis 2004. Produziert wurde wieder in den RMB STUDIOS, Duisburg. Das Werk erscheint am 25.10.2019 auf RMB Records. Zeitgleich startet eine Tour durch einige europäische Länder.

Web:

www.facebook.com/MBJadedHard

www.michaelbormannsjadedhard.com

www.facebook.com/michaelbormannrox

www.michaelbormannpage.de

FAZIT

Für mich war und ist Michal Bormann einer der BESTEN deutschen Sänger.UND für mich war und ist er IMMER JADED HARD gewesen!Ganz einfach,weil ich seine Art des singens mag!Hinzu kommen Songs,die einfach gut klingen und dementsprechend arragiert und geschrieben sind.Das “Zeug” rockt ohne Ende!Ich hoffe,das da noch eine Menge hinterher kommt!Ich würde es mir wünschen!

10 von 10 Punkte


Armored Dawn – Viking Zombie

Release :18.10.2019

INFO-Auszug

Armored Dawn aus Brasilien veröffentlichen ihr neues Album “Viking Zombie“ am 18. Oktober!

Armored Dawn sind zweifellos eine Offenbarung des brasilianischen Viking Metal. 2014 in Sao Paulo gegründet, hat die Band bis dato zwei Alben veröffentlicht. Die Fangemeinde wächst mit jedem Auftritt, denn live sind sie unschlagbar: feurig, wild, stark, ungestüm und enthusiastisch: Brasilianer mit Feuer im Blut und ganz der krachenden Musik verschrieben.

“Viking Zombie“ wurde in den Dharma Studios in Sao Paulo aufgenommen, produziert, gemixt und gemastert von Rodrigo Oliveira und Heros Trench. Alle Musiker haben zusammen komponiert, auch um die starke Gemeinschaft dieser Band deutlich hervorzuheben.

Eduardo Parras, Sänger und Gründer von Armored Dawn sagt dazu: „ In einem der Songs heißt es ‚keiner weiß wer ich bin oder was ich geworden bin‘. Das Album ist all‘ denen gewidmet, die noch immer ihren Platz suchen. Alle die, die noch suchen, können den Platz bei uns finden und die Stärke in der ‚Wikinger Brüderschaft‘.“

Elf starke Songs zeigen das brasilianische Temperament, überzeugen durch Songwriting und stehen als eine Einheit. Laut und intensiv, einige Lieder ein wenig langsamer mit fast schon zarten Anklängen nehmen den Zuhörer mit in das Königreich von Armored Dawn.

Vorab gibt es mit dem Video zu “Ragnarock“ schon mal ordentlich auf Augen und Ohren, hier zu sehen: https://youtu.be/MEKw69FMIL8

Ihr Debut Album “Power Of Warrior” wurde in Dänemark aufgenommen, produziert von Tommy Hansen (Helloween, Jorn) und von Peter Tägtgren (Amon Amarth, Children of Bodom) gemixt. Gleich in die ‚Vollen‘ ging es dabei dieses Album auch live zu promoten und Armored Dawn schaffte es mit großen Namen wie Symphony X, Rhapsody, Tarja und Sabaton zu spielen.
Die zweite Veröffentlichung “Barbarians in Black”, wurde im Februar 2018 veröffentlicht. Produziert wurde es diesmal von Kato Khandwala (The Pretty Reckless, Papa Roach) und Bruno Agra (We are Harlot), das Mixing und Mastering hat Sebastian ‘Seeb” Levermann (Orden Ogan) übernommen. “Sail Away”, die erste Single aus dem Album erreichte über 1 Million Klicks für das Video.
2018 waren sie auf Tour mit Diamond Head und Saxon. “Gods Of Metal”, das zweite veröffentlichte Video erreichte ebenfalls die beachtliche Marke von mehr als 1 Million Zuschauer und die Band tourte im Herbst 2018 noch einmal mit Hammerfall. Im Dezember 2018 erschien der Videoclip zu “Beware Of The Dragon” und wurde sogar in den brasilianischen Kinos aufgeführt, als Teaser für den Film „Aquaman“. Eine große Produktion von der Libertà Film Group (Megadeth, Angra, Dee Snider). Dieses Video konnte locker die 2,7 Millionen Viewer Marke auf YouTube sprengen.

Armored Dawn kommen im Herbst mit ihrem neuen Album VIKING ZOMBIE auf Tour und man darf gespannt sein, was die Brasilianer diesmal im Gepäck haben. Eins ist sicher, man muss die Band live sehen, um die Energie zu spüren.

More Infos:
http://www.facebook.com/armoreddawn
http://www.instagram.com/armoreddawn

6,5 von 10 Punkte


Motörhead – Motörhead ‘79

Release: 25.10.2019

INFO-Auszug

Nach mehrjähriger Planung freuen sich Motörhead und BMG, den Start eines spannenden, umfangreichen und detaillierten ultrafanfreundlichen Release- Programms bekannt zu geben, das die Karriere der Band in den 70er, 80er, 90er

und darüber hinaus umfasst!

Der Anfang wird mit der “Motörhead ‘79” Kampagne gemacht und damit beginnt das 40. Jubiläum mit den beiden unglaublichen Veröffentlichungen von “Overkill” und “Bomber“. Fantastische neue Deluxe Editionen, beide als Hardcover bookpacks mit 2 CDs und 3-fach Vinyl mit bis dato unveröffentlichten Konzerten, Interviews und vielen unbekannten Fotos der ’79 Touren. Die `79 Kampagne besticht mit einem spektakulären „Must Have“, das “1979” Box-Set. Alle drei Formate wurden mit der vollen Unterstützung und auch Mitspracherecht der Nachlassverwalter von Ian “Lemmy” Kilmister, “Fast” Eddie Clarke und Phil “Philthy Animal” Taylor abgesegnet.

 

Das  “1979” Box Set:

*Die beiden Original „Overkill“ und “Bomber“ Alben wurden “half-speed mastered” und auf 180 Gramm  Vinyl  gepresst, von den Original Master Tapes

*Zwei Doppel- Live Alben von bisher unveröffentlichten Konzert- Material von den Touren aus 1979.

* Ein 40 Seiten umfassendes zeitgemäßes  “Musik Magazin” mit unveröffentlichten Fotos und neuen Interviews bezogen auf diese Ära.   

*  ’79 Vinyl, mit B-Sides, Outtakes und seltenen Tracks

* “No Class 7” Single mit Gatefold Cover

* Das “Bomber” Tour- Programm

* “Overkill” Notenheft

* ’79 Badge Set

* Alles in einer schwarzen Box in Bikerjacken-Anmutung

Dafür wurde in den Privatarchiven der Bandmitglieder gestöbert, viele damalige Mitglieder, Crew, Freunde oder Super Fans haben dabei geholfen diese Veröffentlichung zu etwas besonderem zu machen, was sich auch bei der Liebe zum Detail widerspiegelt. Es war immer Lemmys Anspruch und Bestreben, den Fans das Bestmögliche zu geben und das ist mit diesen Reissues gelungen.

Ein weiteres Element des Box-Set-Release `79 ist es, Motörhead–Fans neu, alt und dazwischen, einen Rückblick auf die Zeit zu bieten, als diese Klassiker aufgenommen wurden. 1979, als „Overkill“ und „Bomber“ geschrieben, aufgenommen und anschließend mit der Tour unterstützt wurden, war in mancher Hinsicht ein erschütterndes Jahr : Großbritannien war von  zahlreichen Streiks geprägt und zerrüttet, Margaret Thatcher, Hooligans, die Fußballspiele untragbar machten und dann noch die  Buggles und die Bee Gees!

Am 9. März 1979 schalteten ahnungslose Zuschauer „Top Of The Pops“ ein und wurden konfrontiert mit Motörhead-  die lauteste, wildeste, „gefährlichste“  und absolut aufregendste Band auf diesem Planeten –  als sie den Titelsong „Overkill“ aus dem gleichnamigen Album zum Besten gaben.

Bastarde, die Punk, Rock und Heavy Metal zusammenfassten, die mit unbarmherziger, ohrenbetäubender Kraft einfach nur spielten – angeführt von ihrem Bassisten und Sänger Ian “Lemmy” Kilmister mit Gitarrist “Fast” Eddie Clarke und dem Drummer Phil “Philthy Animal” Taylor. Die Chemie zwischen ihnen stimmte einfach, sie waren skandalös und absolut unsterblich und haben das Leben von Millionen Fans verändert. Die “mad band of brothers” hatte ihre eigene Art, viel vom Leben und der Musik zu fordern. Es gab keinen AUS-Schalter, der Rest ist Geschichte. Sie wurden zu Legenden.

„Overkill“ und „Bomber“ sind musikalische Meilensteine, brilliant und der Einfluß ist nachhaltig bis zum heutigen Tage.

FAZIT

DAS ist für mich DAS Box-SET des Jahres 2019!Warum?Weil es MOTÖRHEAD sind!Ganz einfach!…und mehr muss man auch nicht dazu sagen!

FETTE 10 von 10 Punkte(und das sind noch zu wenig Punkte)


Black Stone Cherry – Black To Blues, Volume 2

Release: 01.11.2019 (NEUES Release-Date)

INFO-Auszug

Mit dem US-Quartett Black Stone Cherry trat kurz nach der Jahrtausendwende ein Hard- und Southern-Rock-Act auf den Plan, der bei Anhängern dieser Genres inzwischen als unverzichtbarer Bestandteil der Szene gilt. Das selbstbetitelte Debüt erschien 2006; dieses eingeschlossen umfasst der Backkatalog von Black Stone Cherry inzwischen sechs Studioalben (zuletzt erschienen: „Family Tree”, 2018) sowie einen fulminanten frühen Livemitschnitt („Live at the Astoria, London”, 2007).

Der Durchbruch in Europa gelang den Jungs aus Kentucky 2007 im Zuge von Tourneen gemeinsam mit Def Leppard und Whitesnake. Live begeistern sie seit jeher nicht nur mit ihren eigenen Kompositionen, sondern darüber hinaus auch mit diversen gewitzt und mit jeweils ganz spezieller eigener Note vorgetragenen Coverversionen von Bluesrock-Klassikern. Darunter fanden sich zunächst beispielsweise „Hoochie Coochie Man” von Muddy Waters und „Voodoo Chile” von Jimi Hendrix. 2017 nahm die Band ihre Vorliebe für den elektrischen Blues der 1960er-Jahre zum Anlass, eine Tribute-EP namens „Black to Blues herauszubringen. Auf ihr interpretierten Black Stone Cherry sechs von Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Freddie King und Albert King unsterblich gemachte Titel auf eine Art und Weise, dass die Gitarrenhälse rauchten und die Wände wackelten. Dies geriet zu einem künstlerischen und kommerziellen Volltreffer: „Black to Blues” platzierte sich in den Top 30 der britischen Albumcharts und landete auf Platz eins der amerikanischen Billboard Blues Charts. Höchste Zeit also für einen Nachschlag, möchte man meinen, und eben der kündigt sich jetzt an: Am 18. Oktober 2019 erscheint „Black To Blues, Volume 2” als CD, digital, sowie auf blauem Vinyl mit beigelegtem Download-Code bei der Mascot Label Group.

Vorab gibt es das offizielle Video zu “Me And The Devil Blues”, hier zu sehen: https://youtu.be/1_mrJ7Zztns

Zum Song gibt es folgendes Statement der Band: “We chose this song because we have such an appreciation for Robert Johnson and his music. It was so simple, direct, and eerie in a way that just resonates with the listener. Since Roberts music was guitar and vocal, we decided to totally write new music and lay his words on top of it. All of the music was written literally on the spot while recording in the studio!   We are very proud of how this track came out!”

 Stilistisch und hinsichtlich des Konzepts schlägt die EP „Black To Blues, Volume 2” voll und ganz in dieselbe Kerbe wie ihre erfolgreiche Vorläuferin. Wieder sind hier sechs Songklassiker vertreten, diesmal im Original aus der Feder von Freddie King („Big Legged Woman”), Robert Johnson („Me And The Devil Blues”), Otis Rush („All Your Love (I Miss Loving”)), Howlin’ Wolf („Down In The Bottom”), Elmore James („Early One Morning“) und Son House („Death Letter Blues”). Neben der Stammbesetzung von Black Stone Cherry mit den Gitarristen und Sängern Chris Robertson und Ben Wells, Bassist Jon Lawhon sowie Schlagzeuger John Fred Young ist auf „Black To Blues, Volume 2” Yates McKendree, der Sohn des bekannten US-Keyboarders Kevin McKendree (u.a. Delbert McClinton, Brian Setzer), als Gastmusiker an der Orgel zu hören.

Unmittelbar vor der Veröffentlichung von „Black To Blues, Volume 2” werden Black Stone Cherry wieder live in Europa zu erleben sein. Die Gruppe gibt ab Ende August eine Reihe großer Hallenkonzerte gemeinsam mit Alice Cooper, darunter im September auch ein halbes Dutzend Auftritte in Deutschland.

FAZIT

Grundsolide liefern BLACK STONE CHEERY wie gewohnt ab!Kompromisslos,rauh und ohne Ecken und Kanten–so,wie  sie schon immer waren!Da gibt´s keine musikalischen Umwege mit irgendwelchem “Instrumentengefrickel”!Da kommen die Jungs immer gleich auf den Punkt-so,das man immer gleich in jede Nummer eintauchen kann!Das bedeutet,dass das mal wieder ne´ schöne runde,musikalische “Geschichte” ist!Handwerklich sind die Herrschaften über jeden Zweifel erhaben!

10 von 10 Punkte


nówfrago – `Now In Common`

Release: 18.10.2019

INFO-Auszug

Mit ihrem neuen Song `Days In Everywhere` gelingen dem Berner Songwriter Matthias Gunsch und seiner bunten Truppe von nówfrago gleich mehrere musikalische Spagate. Da klingen die guten The Notwist an, da gibt es schrägen Pop eines frühen Beck oder pompös-klassische Ansätze von Bands wie den Flaming Lips. Und während das Piano treibend und patternartig und die Posaune betont lässig bleibt, steigern Bass und Drums die Dynamik souverän bis zum pompösen Ende. Darüber dehnt der Gesang sich von entspannter Beiläufigkeit bis zu dringlicher Erzählung.

Die Entwicklung des Songs hat verschiedene Stadien durchlebt. Entstanden während eines Werkjahres in Nordnorwegen, aber erst nach mehreren Schritten zur heutigen Form verfestigt, bringt er nówfragos musikalisches Schaffen und den eigenen, genuinen Stil auf den Punkt. Er versprüht ungekünstelten Optimismus und kommt doch in einem melancholisch klingenden Kleid daher.
nówfrago schafft es, Welten zu schaffen, die zwar intellektuelle Tiefe haben, aber dennoch verspielt wirken. Und oft weiß man als Zuhörer*in nicht so recht, ob jetzt eher Weinen oder Lachen angebracht wäre. So ist das Leben. So ist die Musik von nówfrago. Unglaublich echt!

Das Musikvideo zum Song ist ein Remake des pophistorischen Klassikers `Smells Like Teen Spirit` von Nirvana. Darin spielt die Band mit Gender-Stereotypen und hält der Popmusik und ihrem inhärenten Sexismus einen witzig wirkenden aber durchaus tiefer gehenden Spiegel vor.
Für die Umsetzung wurde in riesiger Arbeit eine alte Lagerhalle zur Turnhalle umgebaut. Fünf Tänzer, eine Hausmeisterin, eine Feuerstarterin, die Band sowie 50 Statist*innen trotzten während zwei Tagen der Kälte und dem Staub und tragen in ihrer verschiedenen Wirkung entscheidend zum Gelingen des Clips bei, zu sehen hier…

Offizielles Video `Days In Everywhere`: https://youtu.be/OHVOdrW_0PE

Am 18.10.2019 erscheint nun das neue Album `Now In Common`, das sicherlich einiges zu bieten. Mehr dazu in Kürze…

Mehr Infos unter:
www.nowfrago.net
https://www.facebook.com/nowfragotheband
https://www.instagram.com/nowfragotheband
https://twitter.com/nowfrago

FAZIT

Sicherlich sind das gute Songs,aber…Ganz ehrlich:Ich finde das sehr monoton und langweilig,was ich da höre.Das ganze Songmaterial bewegt sich vorallem gesanglich immer auf einer Ebene.Schade!Nichts gegen den Mann am Micro…aber etwas mehr flexibilität in punkto Vocals wären nicht schlecht.

Songtechnisch…naja…Da “plätschert” das auch so vor sich hin!Echt nicht mein Ding!Das Cover und den Mix des Album find ich allerdings schon gelungen.

6 von 10 Punkte


Joe Bonamassa – Live at the Sydney Opera House

Release: 25.10.2019

INFO-Auszug

Lange haben sich die Fans von Superstar Joe Bonamassa gefragt, ob es auch dieses Jahr ein neues Album des Gitarristen und zweifachen Grammy-Preisträgers geben würde. Jetzt lichtet sich der Nebel endlich und die Antwort lautet Ja: „Live at the Sydney Opera House” erscheint am 25. Oktober 2019 bei der Mascot Label Group auf CD, als Doppel-LP und digital. Dieser zehn Titel umfassende Mitschnitt eines Auftrittes des „wohl besten Bluesrock-Gitarristen der Welt” (Guitar World) aus dem Jahr 2016 in Australien beinhaltet bislang unveröffentlichte Liveversionen von Bonamassas seinerzeit aktuellem Nummer-eins-Albums „Blues of Desperation”. „Live at the Sydney Opera House” kann ab sofort bei Mascot vorbestellt werden… Pre-order now

Mit dem Live Video zu “This Train” gibt es ab sofort einen ersten Track vorab: https://youtu.be/ntBsXyImdKI

Ebenso wie die Pyramiden in Ägypten, das indische Taj Mahal und die Chinesische Mauer zählt das Sydney Opera House zum Weltkulturerbe. Wer die Gelegenheit bekommt dort aufzutreten, gibt sein Bestes – das gilt natürlich auch für Joe Bonamassa. Und wer vor drei Jahren dabei sein konnte, als Bonamassa, unterstützt von seiner bestens aufgelegten Band, in der australischen Metropole einen absolut denkwürdigen Gig zelebrierte, der schwärmt bis heute davon. All jene, denen das nicht möglich war, können sich mit „Live at the Sydney Opera House” diesen weiteren Höhepunkt in Bonamassas Karriere jetzt nach Hause holen.

Joe Bonamassa ist nach allgemeinem Dafürhalten einer der besten zeitgenössischen Liveperformer überhaupt, auf der Bühne gilt er als unschlagbar. „Live at the Sydney Opera House” fängt das Charisma und Feuer dieses Mannes, der inzwischen nahezu überall auf der Welt so ziemlich alle namhaften Venues mehrfach bespielt hat, perfekt ein. Bonamassa ist gerade erst von der ausverkauften „Keeping the Blues Alive at Sea”-Konzertkreuzfahrt zurück. Derzeit bereitet er eine weitere Australien- und eine daran anschließende Neuseeland-Tour vor. Im Herbst stehen weitere Konzerte in den USA an.

„Live at the Sydney Opera House” ist Bonamassas elftes Livealbum, zuletzt war 2018 „British Blues Explosion Live” erschienen. „British Blues Explosion Live” wurde ebenso ein Nummer-eins-Hit – sein zwanzigster übrigens –, wie das kurz darauf herausgekommene letzte Studioalbum „Redemption”. Apropos Studioalbum, auch diesbezüglich bahnt sich offenbar Nachschub an: Seinen eigenen Worten zufolge schreibt Bonamassa derzeit neue Songs, im Winter will er wieder ins Studio gehen. Interessante Einblicke in Joe Bonamassas Aktivitäten sind auf seinem stets aktuell gehaltenen Instagram-Account zu finden.

Joe Bonamassa Online:

www.facebook.com/JoeBonamassa

www.twitter.com/JBONAMASSA

www.instagram.com/JOEBONAMASSA

www.jbonamassa.com

FAZIT

Sicherlich ist Joe Bonamassa ein guter Musiker…aber ich persönlich konnte noch nie etwas mit dem Material anfangen!Die Fans der Bonamassa-Fans werden mir nun für dieses Fazit einen Vogel zeigen oder ähnliches…aber es in einfach nicht mein Ding.

Er ist schon ein guter Gitarrist,aber in meinen Augen/Ohren nicht “mega”!

Für ein LIVE-Album klingt diese Produktion allerdings schon Richtig gut!

6 von 10 Punkte


FLYING COLORS – Third Degree

Release: 04.10.2019

INFO-Auszug

Video Premiere “You Are Not Alone“, hier zu sehen: https://youtu.be/bMy8QeDnEXI

Portnoy kommentiert: “It’s one of the softer songs on the album…a side of Flying Colors that we always try to incorporate on every album…absolutely beautiful melodies, chord progressions and key changes. And Casey’s delivery is just absolutely goosebump worthy!” Casey fügt hinzu: “This song is special to me, lyrically it’s coming from the experience we had with the hurricane, and the amazing experience of people helping people, regardless of race or stature. I’m very proud of it!”

Wenn in der Chemie ganz bestimmte Elemente miteinander vereint werden, entsteht daraus eine explosive Mischung. Überträgt man dieses Verfahren auf die Musik, lautet das Ergebnis „Flying Colors“. Gitarrist Steve Morse (Deep Purple, Dixie Dregs, Ex-Kansas), Schlagzeuger Mike Portnoy (Winery Dogs, Ex-Dream Theatre, Transatlantic), Keyboarder Neal Morse (Transatlantic, Ex-Spock’s Beard), Bassist Dave LaRue (Dixie Dregs, Ex-Joe Satriani) und Sänger und Songwriter Casey McPherson (Alpha Rev, The Sea Within) haben ihre verschiedenen Talente erneut zu einem großen Ganzen verschmolzen. Die beiden Hauptzutaten dieser musikalischen Lösung bestehen aus dem Besten ihres handwerklichen sowie ihres progressiven und musikalischen Könnens.

„Third Degree“ ist das dritte Studioalbum der Flying Colors in zehn Jahren und erscheint am 04.10.2019 bei Music Theories Recordings / Mascot Label Group. Es ist der Nachfolger des genre-übergreifenden, selbstbetitelten Debüts aus dem Jahr 2012 und „Second Nature“ aus dem Jahr 2014.  Die neun neuen Tracks zeigen deutlich, dass die Band neue Grenzen erkundet hat: von der psychedelisch-klassischen Leadsingle „More“ zum Beach-Boys-meets-Asia-Vibe von „Love Letter“ bis hin zum tief emotionalen, prog-lastigen „Crawl“. „Jeder Song ist für sich ein absoluter Ohrenschmaus.“, sagt Portnoy. „Jeder davon nimmt Dich mit auf eine entspannte kleine Reise, ohne dass die Gastfreundschaft des Zuhörers überbeansprucht wird.“

„Third Degree“ baut erneut auf der tief verwurzelten Verbindung, die während der letzten beiden Alben zwischen den Bandmitgliedern entstanden ist. „Zwischen uns herrscht eine ganz besondere Chemie.“, merkt Portnoy weiter an. „Je vertrauter wir einander werden, desto besser werden wir als Musiker und auch die Musik selbst reift dadurch immer weiter.“

Steve Morse fügt hinzu: “Einer meiner Favoriten, ‚Geronimo‘, hat eine optimistisch-jazzige, aber gleichzeitig auch schwer-melancholische Stimmung zugleich. Wir spielen das, was sich gut für uns anhört und uns zum Lächeln bringt. Wir fragen uns nicht, ob es Kritikern oder Programmchefs gefallen könnte. Es geht uns nur um die Musik!“

Auch Casey McPherson stimmt seinen Bandkollegen zu: „‘Third Degree‘ hat mir bewiesen, dass wir unseren eigenen Sound erschaffen haben. In dieser Band gibt es keine Egos und wir alle möchten nur das Beste aus uns herausholen. Dass dabei trotzdem die Einzigartigkeit eines jeden Bandmitglieds heraussticht, macht für mich an diesem Projekt am meisten Spaß.“

Mit anderen Worten: wenn fünf individuelle musikalische Elemente eins werden, passieren unweigerlich gute Dinge. Portnoy erklärt: „Wenn Prog-Typen wie Neal und ich sich Instrumental-Typen wie Steve und Dave anschließen und Casey der Mittelpunkt von allem ist, können wir Songs schreiben, die nicht nur unglaublich musikalisch, sondern auch genauso eingängig und melodisch sind.“

Weiter aktuell… das Video zu “More”, hier zu sehen: https://youtu.be/gNEW042p0CM

Aktuell sind neun Konzerte der Flying Colors in den USA und Europa geplant. „Unser Sound hat sich auf dieser Platte deutlich weiterentwickelt und ich freue mich sehr darauf, ihn endlich auf die Bühne ausprobieren zu können.“, sagt McPherson und lächelt: „Diese Entwicklung wird beim vierten Album noch deutlicher zu hören sein.“

Flying Colors Online:

www.flyingcolorsmusic.com
www.facebook.com/flyingcolorsofficial

https://twitter.com/FlyingColors

FAZIT

Als ich das Info las,dachte ich:”Ein Album,das mit einer solchen Besetzung eingespielt wurde,muss gut sein!”

…und ich wurde nicht enttäuscht!

Ich werd einfach auch nicht das Gefühl los,dass das stellenweise nach SOUNDGARDEN klingt…und nach DREAM THEATER…Durch das Songwriting hatte ich von Anfang an echt “Zugang” zum Material!Und das ist echt selten,das mich eine Produktion schon nach dem Ersten Song zu überzeugen weiss;)

In der Gesamtheit ein Klasse Album.Hoffendlich kommt da noch was nach…Sprich:Noch ein Album!

10 von 10 Punkte


TOXIC HOLOCAUST– Primal Future:2019
Release: 04.10.2019 

INFO-Auszug

Die Crossover-Thrasher Toxic Holocaust aus Portland veröffentlichen am 04. Oktober auf ihrem neuen Label Entertainment One (“eOne”) “Primal Future:2019”

Joel freut sich natürlich auf eure Interviewanfragen. Er bevorzugt Skype, Mailer sind aber nicht ausgeschlossen.

Bitte besprecht das Album möglichst in euren Oktoberausgaben, Onliner bitten wir die Reviews nicht vorm 10.09. hochzuladen. Reviews / Zitate kann der Vertrieb ab sofort gebrauchen.

CDs/LPs bekommen die Supporter auf Anfrage zum VÖ

Auf dem neuen Album, „Primal Future: 2019“ fegen Toxic 2.0 alles von der Platte als gäbe es kein Morgen. Ein Statement eines Mannes der unüberhörbar die musikalischen Werte von Bands wie Discharge, Megadeth, Venom, English Dogs, Nuclear Assault, D.R.I. und G.B.H. scheinbar mit der Muttermilch aufgesogen hat und nun an die neue Generation weitergibt.

 „Primal Future: 2019“ wurde von Grind aufgenommen, gemischt, gemastert und wie zu den Anfangstagen, spielt Grind alle Instrumente selber. Das Artwork stammt von von Steve Crisp. Textlich zieht sich eine dystopische Endzeit-Thematik durch das Album, wobei die Musik Vintage Toxic Holocaust ist.

 Grind zum Opener “Chemical Warlords” für den es auch ein Lyric Video gibt:

‘Chemical Warlords’ öffnet das Album und gibt den Ton für den Rest der Platte vor. Meine Vision für dieses Album war eine Art Cyberpunk-Dystopie der Zukunft. Viel Spaß!”

Toxic Holocaust feiert in diesem Jahr das zwanzigjährige Bestehen. Damals verschmolz Joel Grind seine Liebe zum klassischen Punk und Metal zu seiner idealen Band, die durch Einflüsse von Bathory, Venom, English Dogs, Possessed und Broken Bones geprägt wurde. “1999 veröffentlichte Toxic Holocaust das erste Demo. Damals war Thrash Metal so ungefähr das uncoolste was es gab, daher und angesichts der ländlichen Lage, war es kaum möglich andere Bandmitglieder zu finden und so machte ich als Soloprojekt weiter.”

FAZIT

Abgesehen vom Sound des Albums,find ich das hier garnicht schlecht!Der Sound-ok…darüber decke ich den Nebel des Schweigens-weniger Hall in der Gesamtheit des Albums wäre mehr…Das Material erinnert mich an das 80er-Jahre Zeug,was mir zu der Zeit um die Ohren geballert wurde.Nicht perfekt alles-aber ganz gut!

7,5 von 10 Punkte


Carl Dixon – One

Release: 25.10.2019

INFO-Auszug

Dixons Solo-Debüt „One“ (1993) schien – zumindest aus europäischer Sicht – die logische Folge seiner Karriere zu sein.

Geboren in Sault Ste Marie, Ontario bekam er als einer der Sänger von Coney Hatch, der hochgelobten kanadischen Hardock-Band Coney Hatch, Beachtung. Nach drei Platten zwischen 1982 und 1985, die jedoch die nötige Unterstützung des (vermeintlichen) Major-Labels vermissen ließen, wuchs der Frust bei Dixon. Trotz langer Tourneen gelang der Durchbruch in der nordamerikanischen Heimat – ein Schicksal, das nordamerikanische Gruppen tragischerweise oft teilen – nicht, obwohl die Formation in Europa beachtliche Erfolge erzielen konnte.

Jedoch sollte die Band davon erst Jahrzehnte später wirklich erfahren. Erst ihr triumphaler Gig beim 2014er Firefest in England öffnet der Band die Augen. Zwischenzeitlich fokussiert Dixon sich auf das Schreiben für andere Künstler, doch auch hier erweist sich der amerikanische Markt als schwierig, zumal Anfang der Neunziger Grunge auf der Bildfläche erscheint. Dixon verschiebt den Fokus erstmalig in Richtung Europa, speziell Deutschland, wo nun auch die Wiederveröffentlichung von „One“ erfolgt.

Es finden sich fünfzehn Songs auf dem Album, u.a. eine gemeinsame Komposition von Dixon und Brett Walker („One Good Reason“) sowie das an „Aerosmith trifft auf Def Leopard” erinnernde „Taste Of Love“. Dixons erste Frau Stella ist ebenso wie z.B. Mark Santer (Santers) or Mike Shotton (Von Groove) an den Backing Vocals zu hören. Die Aufnahmen dauerten insgesamt nur einen Monat und erfolgten in vier verschiedenen Studios. Der Kanadier blickt mit Stolz auf das dieses Werk, sowie auf die Tatsache, dass die Fans sich an dieses für ihn sehr wichtige Album erinnern. Nach einiger Zeit bei The Guess Who und April Wine und einem schweren Autounfall in Australien vor gut zehn Jahren sind Coney Hatch wieder da, und das erste Zeugnis dessen stellt das 2013er Werk „Four“ dar. Weitere Solo-Alben Dixons folgten. Ein Brandneues („Unbroken“) steht in den Startlöchern und entstand in Zusammenarbeit mit Robby Böbel von Frontline. ‚One’ erscheint mit zwei Bonussongs, ist digital remastered (Chris Lyne) und verfügt über Linernotes von Dave Reynolds.

www.carldixon.com

10 von 10 Punkte


Black Mamba – Black Mamba II

Release : 03.10.2019

INFO-Auszug

Italian Hard Rock band Black Mamba has attracted plenty of international hype after they poured unadulterated scuzz onto the airwaves with their debut album Heritage in 2017. With an all-new line up they’ve found the synergy required to create the antidote to sterility found in contemporary rock – and it comes in the form of their second album Black Mamba II. With standout singles such as Natural Born Disaster, Watch Me When I Fail, and Warrior Pt.2, Black Mamba has infused their sound with resonant attitude, accessible groove, and hook-laden progressions. Martina Cori’s vocals find the perfect balance between powerful Rock vocal dynamics and unflinching harmonies while Cecilia Nappo brings the Funk in her Rickenbacker carved basslines which weave around Alexandra Maiolo’s dexterous guitar riffs. Rhythmically rounding off the fourpiece act is Fred Maragoni on drums. With a sound infectious and polished enough to replace your previous riff-driven perennial earworms Black Mamba has given the 70s and 80s Rock sound the revival it has been waiting for. After wowing audiences at Sweden Rock Fest and touring across Italy, Hungary, Germany, and France, Black Mamba is already in demand for numerous major festivals in 2020. Black Mamba II is due for official release on October 3rd, 2019 through the label GMR Music.

FAZIT

Hm…Im Ansatz finde ich das hier garnicht soooo schlecht…ABER…irgendwie nach einer gewissen Zeit des lauschens,war mir das alles nicht “rund genug”!Für mich klingen die Songs einfach nicht nach “fertig arrangiert”!Es ist,wie bereits erwähnt,nicht schlecht…Schade,das dann dieses Gefühl in mir auch kam!Da ist noch so viel Luft nach oben.Richtige musikalische Highlights in den Songs fehlen mir einfach!

6 von 10 Punkte

 

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