Reviews MÄRZ 2020

 

ALMANAC – Rush Of Death

Release:06.03.2020

INFO-Auszug

is the thirst of blood that leads the audience to the arena

 

Wenige Künstler haben die Liaison zwischen E-Gitarre und Orchester geprägt wie Victor Smolski. Mehr als 15 Jahre lang bestimmte der Gitarrenhexer aus Weißrussland das klangliche Erscheinungsbild von RAGE. Dann rief er sein eigenes Projekt ALMANAC ins Leben. Dort, soweit keine Überraschung, feilte er unermüdlich weiter an der nahtlosen Verschmelzung von Metal und Klassik, unterfüttert mit packender historischer Akkuratesse.

Nach dem Aufhorchen rund um die ersten beiden Platten „Tsar“ (2016) und „Kingslayer“ (2017) unterzog Smolski seine Band einer Generalüberholung. Und startet mit „Rush Of Death“ aus der Pole-Position ins Metal-Jahr 2020. Wir waren sehr viel live unterwegs“, fasst Smolski die letzten Jahre zusammen. „So viel, dass manche von uns an ihre Grenzen gestoßen sind. Einige Mitglieder nahmen in Freundschaft ihren Hut, weil sie merkten, dass wir anderen Vollgas geben wollten. Das konnten sie nicht tun, also machten sie den Platz frei für das, was jetzt die stärkste ALMANAC-Besetzung ist, die wir je hatten.“

ALMANAC im Jahr 2020, das ist der musikalische Direktor Victor Smolski (Gitarren, Cello, Sitar, Piano, Keyboards), das Sänger-Zweigestirn aus Patrick Sühl und Jeannette Marchewka, Basser Tim

Tim Rashid und Kevin Kott an den Drums. GAMMA-RAY-Röhre Frank Beck und Growl-Größe Marcel Junker bringen zusätzliche Stimmbandwucht ein. Auch dieser Line-Up-Wechsel hat uns unglaublich nach vorn gebracht. Plötzlich hatten wir Zeit zum Proben, zum Experimentieren und für spontane Gelegenheiten. Und irgendwie“, lacht Smolski, sind wir aus Versehen sehr viel härter geworden.“

Das kann er laut sagen: Nachdem er ein Jahr lang mit der jetzigen Besetzung auf Tournee war und vom kleinen Club bis zur großen Arena alles gespielt hat, was ihm in die Finger geriet, melden sich ALMANAC gewohnt bombastisch und ausgefeilt, vor allem aber knackig hart, schnell und aggressiv zurück. Nach über 30 Jahren hat Victor Smolski natürlich längst einen Signature-Stil, den man sofort erkennt – hartes Riffing, bombastische Orchestrierung, vielseitiger Gesang. Mehr denn je fällt auf dem dritten Album aber die große Bandbreite zwischen sinfonischer Pracht und erdrückender Wucht auf. Härter, zupackender, punktgenauer klangen ALMANAC nie.

Dynamischer auch nicht: „Rush Of Death“ ist ein zweigeteiltes Album, dessen Mittelteil aus der „Suite Lingua Mortis Part 2“ besteht, dem direkten Sequel zum gefeierten Metal-Orchester-Spektakel vom RAGE-Album „Speak Of The Dead“ (2006). Die erste „Lingua Mortis“ Suite habe ich gemeinsam mit meinem Vater erschaffen“, so Victor. Vor einigen Jahren verlor ich ihn, was mich in ein tiefes Loch stürzte. Er war sehr wichtig für meinen musikalischen Werdegang und stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Lange konnte ich gar nichts komponieren. Doch jetzt ist es an der Zeit, diese Suite in Gedenken an ihn fortzusetzen. Mit demselben Orchester aus Minsk und in demselben Studio.“

Wie ALMANAC gemeinsam mit dem Inspector Symphony Orchestra und dem Ensemble Virtuoso Vollgas geben, wird jedem Smolski-Fan, aber auch jedem Anhänger der sinfonischen RAGE-Tage Freudentränen in die Augen treiben. So direkt und organisch klingt keine Metal-Band, die mit einem großen Orchester zusammenarbeitet. Zumindest keine, die nicht von Victor Smolski angeführt wird. „Ich will keine Band, bei der jeder nur zuhause sitzt und Demos durch die Gegend schickt“, stellt er klar. Ich mag es, die Songs im Proberaum live zu spüren. Erst wenn ein Song live funktioniert“, ist er sich sicher, „ist er auch gut genug fürs Studio.“

„Rush Of Death“ ist nicht nur das härteste ALMANAC-Album. Es ist auch das modernste. Nach russischer Geschichte und den grausigen Hymnen auf gemeuchelte Könige wendet sich Smolski den Gladiatoren zu. Im orchestral unterlegten Mittelteil den sagenumwobenen Kämpfern im Alten Rom, in den übrigen Songs den Gladiatoren unserer Zeit – den Rennfahrern. „Für das Publikum ist es eine Mordsshow“, sagt er über den Motorsport. Doch für die Fahrer ist es eine ernste Angelegenheit, bei der es um Leben und Tod geht. Ich bin seit über 25 Jahren professioneller Rennfahrer. Ich weiß, wovon ich spreche.“

Metal und Geschwindigkeitsrausch als ultimative Paarung, noch dazu mit persönlichem Hintergrund: Smolski war unter anderem Vizemeister in der Division Supercars bei der Deutschen Rallycross Meisterschaft 2018/2019, hat 17 Klassensiege auf Nürburgring, Hockenheimring oder in Spa-Francorchamps eingefahren und elfmal am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilgenommen. Ich habe oft mein Leben riskiert und mich danach gefragt, wie bescheuert ich eigentlich bin. Doch in diesem Adrenalinrausch denkt man anders. Wenn ich den Helm aufsetze, bin ich in einer anderen Welt. Der Startknopf meines Wagens ist mein Resetknopf.“

Ganz ähnliche Emotionen durchlebt er, wenn er mit ALMANAC auf der Bühne steht. Ich versinke vollkommen in dieser Energie und dieser Welt. Ich bin im Hier und Jetzt, genau in diesem Moment. Hinterm Steuer und auf der Bühne lebe ich sehr intensiv. Auf seinem dritten Album kommen seine beiden größten Leidenschaften endlich zusammen. Und für beide gilt: Pedal to the metal!

FAZIT:

Absolut…ALMANAC ist/sind “erwachsener” geworden!Alles auf diesem Album klingt härter und schneller.Ich würde sogar sagen,das die Songs dynamischer geworden sind!Ganz KLAR:Dieses ALMANAC-Album ist für mich das BESTE Album überhaupt!

10 von 10 Punkte


2 BIG Mc’S – LIVE AT PATRIMONIO

Release: 05.03.2020

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PAT McMANUS and ERIC McFADDEN play live and jam.

Pat McManus and Eric McFadden both have a serious discography (more than fifty albums combined). While the former made his name with his band Mama’s Boys, the latter made a name for himself by supporting George Clinton, Eric Burdon and Joe Strummer. Then the two thieves started a solo journey with the Pat Mcmanus Band and Eric McFadden (and Trio and other side-projects). Signed on the same French label Bad Reputation, the two teammates met once at the Café de la Danse in Paris in 2009 where Pat came jammer on a Jimi Hendrix track with Eric McFadden. When two extraterrestrials of the guitar, they are definitely not human, meet, that gives guaranteed thrills. And it is not at Patrimonio in 2019 that we will tell you the opposite , the two musicians jamming two nights in a row leaving a crowd in ecstasy before so much genius and sharing. The Irish Professor and the American Voodoo-Gypsy, getting along like two stooges, gave their approval to collaborate on the project 2 Big Mc’s. 6 musicians on stage and covers of some great standards of rock and blues, This is the party you’re invited to! Take their word for it, two Big Mcs on stage, it’s fried!

FAZIT:

Netter Blues-Rock…Aber das war´s denn auch schon für mich…EINFACH “nur” nett reicht mir nicht,um zu sagen,das es mich jetzt wegknallt.Man kann es mal so zwischendurch ganz gut hören…Qualitativ…das ist schon ok.

7 von 10 Punkte


Siena Root – Final Stand

Release: 20. 03.2020

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Siena Root wurde in Stockholm ins Leben gerufen. Die Band gilt heute in Schweden als musikalischer Vorreiter in Sachen Roots Rock. Seit sie 2004 ihr erstes Album in Vinyl veröffentlichten, lange bevor Retro zum Trend wurde und jeder seine alten Plattenspieler vom Dachboden holte, haben sie ganz beständig ihr Ding durchgezogen. Stets verfolgten sie ihre Mission, den Hörern die Schönheit analoger Musikproduktion zu vermitteln. Ihre Live-Auftritte entwickelten sich im Verlauf dieser Zeit zu einer kompromisslosen Show, denn Siena Root scheut keine Mühe, das schwere Vintage-Equipment mitzuschleppen, wozu es den meisten Bands sowohl an Kraft als auch an Leidenschaft mangelt. Um ihr Live-Album aufzunehmen, haben sie sogar ein ausgewachsenes Mehrspur-Band-Gerät mit auf Tour genommen. Diese unermessliche Bereitschaft, in allem bis an die Grenzen zu gehen, ist es, die Siena Root aus der Masse hervorstechen lässt.

Im Sommer 2017 ernteten Siena Root den Lohn für all diese Mühen: sie veröffentlichen nicht nur ihren siebten Longplayer “The Dream Of Lasting Peace”, sondern stiegen sogar mit dem Album in die deutschen Verkaufscharts ein und gaben live den Support bei Deep Purple. Im Frühjahr 2020 folgt nun mit “The Secret Of Our Time” der achte Streich. Es handelt sich um ein Konzeptalbum, inhaltlich setzt man sich sehr zeitgemäß mit der Rolle der Menschheit im gegenwärtigen Ökosystem auseinander, auf der Suche nach Lösungen zur Bewältigung der weltweit aktuellen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Krisen.

Musikalisch wirkt “The Secret Of Our Time” so ein bisschen wie ein Siena Root Familientreffen, gute Bekannte, Freunde und alte Bandmitglieder haben sich im Studio eingefunden, um miteinander dieses Werk, wie gewohnt analog, einzuspielen. Dazu gehören u. a. Stefan Koglek von der deutschen Stoner- und Psychedelic-Rockband Colour Haze und KG West aka KG Westman, der bereits seit dem Album “Root Jam” nicht mehr mit dabei war, sowie Zubaida Solid und Schwedens weiblicher Bluesstar Lisa Lystam (Lisa Lystam Family Band), die sich beide die Gesangsparts teilen. Musikalisch bewegt man sich in dem bekannten und beliebten Siena Root Kosmos mit einem Mix aus Heavy Blues, Psychedelic- und Progressive-Rock bis hin zum verspielten Space-Rock. Es ist schön, das in dieser verrückten und schnelllebigen Welt noch einige Dinge so bleiben, wie sie sind und wie es sich gehört.

FAZIT:

Irgendwie fühl ich mich zurückversetzt in die 70er…-nur in modernem Sound!Wer auf diesen Sound dieser Zeit abgeht,findet das hier mal RICHTIG gut!Hier wird nicht einfach so alles “hingerotzt”.Hier werden Songs geboten,die mit gaaaanz viel Hirn und viiiiel liebe zum Detail geschrieben wurden,um dem Musikfan etwas zu bieten!KLASSE!

10 von 10 Punkte


THE WILD!:Still – Believe In Rock And Roll

Release:20.03.2020

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„Rock ist tot“, sagt Gene Simmons von Kiss. „Dann hat er aber lange nicht in Deutschland gespielt!“, sagt Dylan Villain, Sänger und Gitarrist von The Wild!. Wem darf man jetzt glauben? Einem Veteranen auf Abschiedstour oder einem aufstrebendem Newcomer, dessen neues Album „Still Believe In Rock And Roll” heißt? Wer hat Recht – der alte, zynische Skeptiker oder der junge, optimistische Draufgänger? Am Ende ist es vielleicht wirklich eine Glaubensfrage.

Und das Statement dazu erscheint am 20. März 2020. „Still Believe In Rock And Roll” ist das dritte Album des kanadischen Quartetts; und es ist sein bisher reifstes Werk. „Wir sind selbstbewusster als früher und haben viel auf den bisherigen Touren gelernt“, erklärt der Sänger, Gitarrist und Hauptsongwriter in Personalunion. Speziell die Touren als Vorgruppe von Rose Tattoo  haben The Wild! viele Türen geöffnet. „Von ihnen, besonders von Angry Anderson, dem Frontmann, haben wir ab 2018 viel Unterstützung bekommen. Wir haben zufällig auch denselben Agenten. Aber auch die 2017er-Touren davor, mit Airbourne und Phil Campbell, haben uns gezeigt, dass unsere Musik in Europa im Allgemeinen mehr Leute erreicht als in Nordamerika. Dort haben wir zwar auch mit Airbourne, Steel Panther, Buckcherry und Sebastian Bach viele tolle Konzerte gespielt, aber hier in Deutschland scheinen wir noch besser anzukommen.“

600 verkaufte Tonträger nach den ersten neun Shows hierzulande sprechen eine deutliche Sprache. Überhaupt scheint es seit der Gründung der Band 2012 stetig aufwärts zu gehen: 2012 steigt Dylan nach einer legendären Partynacht in Kelowna/British Columbia bei The Wild! ein, 2015 folgt mit „Roadhouse“ eine erste Single in Eigenregie. Deren Erfolg führt zu einem Plattendeal, das Debüt „GxDxWxB“ erscheint im selben Jahr, produziert von keinem Geringeren als Mike Fraser (u.a. AC/DC, Metallica, Aerosmith, Rush, The Cult, Airbourne, Buckcherry), der seine Landsmänner bereitwillig unter seine Fittiche nimmt. „Mike ist eine Legende in Kanada, aber ich wusste, dass ich ihn nicht bezahlen kann. Deshalb habe ich ihm bei unserem ersten Meeting meinen einzigen wertvollen Besitz, einen 65er Cadillac Deville, als Gegenleistung angeboten. Daraufhin beginnt er zu lachen. Warum? Der letzte, der ihm ein Auto als Bezahlung angeboten hat, war Jon Bon Jovi zu ‚Slippery When Wet‘-Zeiten.“ Während aber Bon Jovi sein Auto für immer losgeworden ist, besitzt Dylan seinen Oldtimer noch.

Und auch auf die Dienste von Mike Fraser kann er seitdem zählen. Dieser produziert auch den Zweitling „Wild At Heart“, der 2017 in den iTunes-Rock-Charts Metallica von Platz 2 verdrängt. „Mike und ich sind ein gutes Team im Studio, wir wissen beide, was wir wollen“, schwärmt Dylan. Denn auch Fraser hat erkannt, dass er mit The Wild! eine Band protegiert, die man heutzutage selten findet: Es geht um Freiheit und Selbstbestimmung jenseits des Mainstream, so wie Rock-Musik ursprünglich definiert wurde – als Rebellion der Subkulturen gegen gesellschaftliche Zwänge. „Dieses Wir-gegen-sie-Gefühl, das unsere Musik transportiert, macht auf eine bestimmte Art und Weise süchtig“, bekräftigt Dylan. Er wolle sich das bewahren und deshalb auch der, zugegeben etwas plakative, Titel des Albums. „Es muss jeder selbst wissen, was er daraus macht. Es gibt tolle Rockbands da draußen, die keinen Alkohol trinken, und andere, die noch immer diesen Lebensstil führen. Solange man aber an sich selbst glaubt und das in der Musik reflektiert wird, ist es egal, ob man dabei Bier trinkt oder nicht.“ Und The Wild! sind eine Band, die man in jeder Lebenslage hören kann, denn sie versuchen nicht nur wegen ihres wegweisenden Namens echten Spaß unter die Leute zu bringen. „Das Wichtigste ist die Show.“

Um diese zu liefern, muss das Drumherum stimmen. Dafür sorgt Dylan nicht nur als Manager, sondern auch als alleiniger Songwriter. „Glücklicherweise habe ich ein Studio, in dem ich die Ideen in Ruhe entwickeln kann, die ich dann der Band vorstelle.“ Im Fall von „Still Believe In Rock And Roll” wurden einige Songs erst kurz vor den Aufnahmen geschrieben; ein weiterer Grund, warum das Album so klingt, wie es klingt: spontan und schnörkellos. Schon der Opener „Bad News“ mischt straighten Rock mit Punk, garniert mit Text-Schmankerln Marke Bon Scott: „ain’t paid my rent, but I’m payin‘ my dues“. Der Text zu „Crazy (For You)“ mit seinem großartigen Bass-Beginn klingt in Zeiten von #metoo vielleicht etwas harsch, aber er passt, denn er handelt von gewalttätigen Beziehungen. „Nothing Good Comes Easy“ hätte jedem AC/DC-Stück der letzten 20 Jahre als Chorus gut getan und wurde mit Ex-Buckcherry-Gitarrist Keith Nelson geschrieben. „Eine schwere Geburt, ich bin aber sehr stolz auf den Song“, bilanziert Dylan.

Das kurze, knackige „High Speed“ ist eine Attacke auf das Tempolimit, während das hymnenartige „King Of This Town“ u.a. von Dylans Erfahrungen während der Fußballweltmeisterschaft 2018 inspiriert wurde. „Singalong-Refrains kommen weltweit gut an, textlich habe ich noch das Bild von der Band als Gang hinzugefügt.“ Der Titelsong „Still Believe In Rock’n’Roll“ erklärt sich von selbst und ist einer der letzten, die für das Album entstanden sind. „Textlich beschäftigt er sich mit der Tatsache, dass jede Band ihr Ding nur deshalb durchzieht, weil sie an sich glaubt. Dabei bleiben natürlich viele andere  Dinge auf der Strecke.“ Obwohl die Single „Playing With Fire“ sehr schnell ist, ist das Stück vom Old School Country beeinflusst. „Viele der früheren Country-Künstler haben sehr gute Texte geschrieben. Da gibt es keinen großen Unterschied zur Rockmusik, die Texte sind ehrlich und beschreiben das harte Leben der einfachen Menschen. Ich finde es für einen Künstler wichtig, sich von allen möglichen Seiten inspirieren zu lassen.“ Auch „Young Rebels“ schlägt in dieselbe Kerbe: eine Party-Hymne, wie sie im Buche steht, allerdings auch ein Song, der seinem zehn Monate alten Sohn Rebel gewidmet ist. „Er soll frei aufwachsen, immer an sich selbst glauben und nicht die Werte vergessen, die ihm in seiner Jugend wichtig waren.“ Auch „Going To Hell“ beschäftigt sich mit der Jugend, allerdings mit der von Dylan.

Der inzwischen 34-Jährige ging zehn Jahre lang auf eine katholische Schule, die Erfahrungen dort führten zum Text. „Ich hatte oft Alpträume, weil ich glaubte, in der Hölle zu landen, wie mir einer der Priester immer weiß machen wollte. Das war früher; aber auch heute kannst du nichts mehr machen, ohne dass dich jemand dafür verurteilt. Ich finde das schlimm.“ Der  Abschluss des Albums, eine imposante ruhige 6-Minuten-Nummer namens „Gasoline“, steht im Gegensatz zum Rotz Rock des Rests. „Das ist so etwas wie eine Tradition, etwas sehr Persönliches einzubinden. An diesem Text habe ich sehr lange geschrieben, ungefähr zwei Jahre lang. Ich habe alles verarbeitet, was mir in meinem Leben bisher passiert ist.“

Warum ist „Still Believe In Rock And Roll” nun das bisher reifste Werk von The Wild!? Wo sieht Dylan den Unterschied zu den beiden bisherigen Alben? „Die ersten beiden waren gut, aber mit dem dritten hatten wir mehr Zeit für die Songs. Wir sind eingespielter, außerdem singe ich etwas anders als früher, was mir mehr Variation ermöglicht. Das fühlt sich sehr gut an. Und wir haben unseren eigenen Sound gefunden. Bei den ersten beiden Alben kamen immer die AC/DC-Querverweise, was cool ist, aber wir sind mehr als eine Kopie. The Wild! klingen jetzt auch wie The Wild!“. Die Glaubensfrage ist also geklärt: Rock ist noch lange nicht tot.

 

Weitere Infos zu The Wild! gibt es unter www.thewildrocknroll.com    

FAZIT:

Rock ist NICHT tot…Zumindest verstehen THE WILD! ihr Handwerk und liefern gut gemachten Rock ab!Dieses Album macht verdammt viel SPASS und ich hoffe,das uns THE WILD! auch noch lange erhalten bleiben!Wenn ich das Album so durchhöre,wippt mein Fuss bei JEDER NUMMER im Takt mit.Und das will schon was heißen;)

10 von 10 Punkte


THE DOGS – CROSSMAKER

Release:06.03.2020

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Der Frontsänger Kristopher Schau, den viele noch aus der Band The Cumshots kennen, veröffentlicht jetzt mit seiner Band The Dogs das neue Album “Crosswalker”. In ihrer Heimat Norwegen füllt die Band bereits Venues, die eine Kapazität von bis zu 1000 Personen umfassen, was man auch sehr gut in dem Teaser sehen kann. Eine absolute Sensation in der Bandgeschichte dürfte außerdem die jüngste Nachricht sein, welche die Band via Facebook Anfang Januar offiziell bestätigte. Demnach werden The Dogs die diesjährige Show von KISS in Sandnes (Norwegen) supporten. Beim Erhalt dieser Nachricht war selbst der Frontsänger Kristopher laut eigener Aussage für einen Moment baff. Der Grundstein für eine amtliche Bandgeschichte scheint zumindest in ihrem Heimatland gelegt zu sein. Mit dem neuen Album will die Band nun auch den deutschen Markt erobern. Mit dem wohl ungewöhnlichsten Merchandise-Artikel, einem Gullydeckel, ja richtig gehört, einem echten Gullydeckel, sorgen sie auch neben ihrer Musik für reichlich Gesprächsstoff.

Nachdem sie mit ihrem Signatur Gullydeckel das wohl schwerste Merch aller Zeiten geschaffen haben, war ein Jahr voller Rückenschmerzen unausweichlich. 100 Einheiten wurden verkauft und mühselig getragen. Dabei musste seitens der Band sogar ein neues Auto erworben werden, um die Last der schweren Gullydeckel zu transportieren. Die Erlöse waren mehr als genug, um die Studiorechnung decke(l)n zu können. So veröffentlichen The Dogs am 6. März ihr neues Album “Crossmaker”.

“We are exceptionally happy with this new record, frontman Kristopher Schau says. To be frank, we were so pleased with the results that we had enormous disagreements regarding the singles, so we just said «fuck it» and released every one of them as a single. Who knows how these Spotify algorithms work, but maybe this overload of singles will result in us making a living of this”.

The Dogs kommen mit ihrem neuen Album “Crossmaker” auf Tour. Termine werden zeitnah bekannt gegeben, also haltet die Augen offen. “Crossmaker” wird auf CD, weißem und limitiertem schwarzem Vinyl sowie digital erscheinen.

FAZIT:

Hmmmm…also meins ist das nicht.Besonders die Vocals.Ich hier so das Gefühl -mag mich auch irren – wurde da ein Effekt auf die Stimme “gelegt”,so das diese extrem verzerrt und in meinen Ohren sehr unkoordiniert ankommen!Ich mag das ganze Ding nicht.Manchmal “entdecke” ich die ein oder andere Passage,die echt gut klingt!Aber in der Gesamtheit liegt es mir schwer im Magen…Es fehlen mir bei den Vocals die gewissen Emotionen…Klingt alles so “hingerotzt”!Sorry für diesen Ausdruck;)

6 von 10 Punkte


Ross “The Boss” – Born Of Fire

Release: 06.03.2020

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Wenn die stilprägenden Künstler der Metal-Szene zur Sprache kommen, darf ein Name nicht fehlen: Ross “The Boss” Friedman hat als Mitbegründer von Manowar, aber auch von The Dictators, Musikgeschichte geschrieben – sein Einfluss in Heavy Metal und Punk ist noch heute spürbar. Die ersten sechs Fabelwerke von Manowar, an denen Ross zwischen 1982 und 1988 maßgeblich beteiligt war, sind inzwischen unsterbliche Klassiker und dass die Band nach seinem Ausstieg nie wieder diese Qualität erreichte, spricht für den New Yorker Gitarristen und Songwriter. Seit 2006 veröffentlicht Ross mit seiner ROSS THE BOSS Band wieder rohen und urwüchsigen Epic Metal, der durch seinen ganz eigenen Stil mehr als nur einmal Erinnerungen an Manowar-Großtaten der 80er Jahre weckt. Ross‘ neuestes Werk “Born of Fire” wird am 6. März 2020 veröffentlicht und ist das vierte Album von Ross und seiner Band (zu dessen Sound Toningenieur Seeb Levermann maßgeblich beigetragen hat) – nicht einmal 2 Jahre nach ihrem Chartdurchbruch „By Blood Sworn“.

Obwohl Ross The Boss diese Zeit für ausgiebiges Touren nutzten, fanden sie Zeit, ihr neuestes Epos zu erschaffen, welcher zweifelsohne die Fans weltweit begeistern wird. „Die komplette Tour-Besetzung war dabei – Schlagzeuger Steve Bolognese, Mike LePond am Bass und Sänger Marc Lopes“, erklärt Ross. „Wir sind an die Produktion der Scheibe auf eine andere Weise als letztes Mal herangegangen. Zurzeit von „By Blood Sworn“ haben wir die Songs beim Proben ausgearbeitet. Für „Born Of Fire“ haben wir Demos gemacht und auch die Arrangements auf den Demos. Sobald unsere Demos gut klangen, ging es ins Studio zu unserem großartigen Ingenieur CJ Sciøscia, wo wir Schlagzeug, Bass und Gitarre aufnahmen. Wir waren auf Kurs!“ „Es gibt keinen großen Unterschied, wie ich ein Soloalbum im Vergleich zu meiner Arbeit mit Manowar angehe. Früher waren es nur Joey [DeMaio] und ich, die an den Songs arbeiteten – Demos aufnehmen, wie wir es jetzt auch tun. Dann haben wir sie im Studio präsentiert und von dort aus weitergemacht.

Es ist im Grunde derselbe Prozess des Songwritings, Teile hinzufügen oder wegnehmen. Ich glaube dieses Mal war es einfach nur geradliniger und infolgedessen effizienter. Die Songs sind unfassbar. Alles hat wie am Schnürchen geklappt. Auch die 6 Manowar-Alben, die ich gemacht habe, sind zweifelsohne gelungen!“ Wie bei fast jedem Album, bei dem Ross mit Hand angelegt hat, gibt es auch hier ein ins Auge springendes Cover-Artwork. „Alles, was ich wusste war, dass ich nicht denselben langweiligen Krieger/Schwert-Kram haben wollte. Das habe ich langsam satt. Es ist Zeit für etwas Frisches – Zeit für etwas Neues. Marc hatte ein paar großartige Ideen. ‚Wie wär‘s mit einer starken Frau auf dem Cover?‘ fragte er. ‚Ich bin dafür!‘, antwortete ich. Marcs Ideen wurden an unseren französischen Coverkünstler Stan Decker weitergegeben, welcher auch das „Born Of Fire“ Cover kreiert hatte. Ich denke, das Artwork ist sensationell.“ Das Album ist erst der Anfang eines sehr geschäftigen Jahrs für Ross und Co. „Wir starten jetzt unsere Nordamerika Tour mit 26 Shows, dann geht’s im April für einen Monat nach Europa, mit Burning Witches und Asomvel als Support.

Es wird eine fantastische Tour und vom Sommer an werden wir weitere Daten festlegen, je nachdem, wie unser neues Album ankommt.“ „Unsere Live-Performance wird kontinuierlich besser. Wir liefern Nacht für Nacht ab! Leidenschaft und Begeisterung für Metal, wie es sonst keiner hinkriegt. Meine Band kann es zur Zeit mit jeder anderen auf diesem Planeten aufnehmen und ich kann behaupten, dass unsere Liveshows großartig sind. Wir geben jeden Abend 100%, wo auch immer wir spielen. Das neue Material nimmt immer mehr Platz in der Setlist ein und die Manowar Tracks werden weniger. Aber was auch immer wir machen, es ist 100% Rock-Action.“ „Born Of Fire“ schallt dabei noch frischer und härter aus den Boxen als zuvor, ohne auch nur im Ansatz die ROSS THE BOSS-typischen Trademarks vermissen zu lassen. Ross‘ Pläne für die Zukunft sind einfach, „Viel Touren, seine Sache gut machen. Und einfach mit dem fortfahren, was wir tun. Ich glaube das Album spricht für sich und diese Band blickt einer goldenen Zukunft entgegen.“

www.ross-the-boss.com

www.facebook.com/rossthebossofficial

FAZIT:

Ja ok…es geht schon ganz gut ab auf diesem Album…Aber,wie auch bei den Vorgänger-Alben,flashed mich das ganze nicht!Einmal hören und gut is…vielleicht am nächsten Tag nochmal…Aufjedenfall hab ich ein paar Tage gebraucht,um überhaupt irgendwie das für mich schwer verträgliche Material “zu bearbeiten”!Sicher…die Produktion ist in ihrer Gesamtheit auf HÖHE DER ZEIT!Aber wie bereits erwähnt:Musikalisch echt nicht meins!

7 von 10 Punkte


The Unity – PRIDE

Release: 13.03.2020

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Nach zwei erfolgreichen Studioscheiben (The Unity, 2017 & Rise, 2018), Tourneen unter anderem mit Axel Rudi Pell, Edguy und Sinner, eigenen Headliner-Shows und Teilnahmen an namhaften Festivals in ganz Europa, dokumentiert die Power MetalFormation The Unity mit ihrem neuen Album Pride eine zwar folgerichtige, aber dennoch bemerkenswerte Steigerung. „Ich würde die aktuellen Songs nicht einfach als Weiterentwicklung bezeichnen, denn jede Band entwickelt sich in irgendeiner Form weiter. Ich bin vielmehr sehr stolz auf das, was wir bislang erreicht haben, nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich“, sagt Gianbattista Manenti, italienischer Sänger einer – wie er es nennt – „verschworenen Einheit“, die neben ihm selbst aus Schlagzeuger Michael Ehré (Primal Fear, Gamma Ray, Firewind), den Gitarristen Henjo Richter (Gamma Ray) und Stef, Bassist Jogi Sweers und Keyboarder Sascha Onnen besteht. Angesichts weltweit zunehmender nationalistischer Tendenzen und einem falsch verstandenen Patriotismus mag es möglicherweise nicht ganz unverfänglich sein, seinen Stolz über eine erbrachte Leistung zu äußern. Dabei: Stolz ist per se unpolitisch und frei jeglicher Färbung.

Wenn also The Unity ihre elf neuen Songs (plus Intro) unter dem Oberbegriff Pride zusammenfassen, gibt es dafür nicht nur gute, sondern ausschließlich künstlerische Gründe. Die erwähnte Homogenität hört man in jeder einzelnen Note, egal wie laut oder leise, hart oder sanft, resolut oder laid back sie gespielt wird. Wer sich persönlich davon überzeugen möchte: Am 13. März 2020 wird das neue Album über Steamhammer/SPV veröffentlicht. Man sollte sich nicht nur diesen Termin im Kalender rot anstreichen, sondern auch den 31. Januar 2020, wenn The Unity die erste Single ‚We Don´t Need Them Here’ (inklusive Video) auskoppeln, und am 28. Februar 2020 ‚Line And Sinker‘ als zweite Auskopplung mit aufwändigem Videoclip folgen lassen. Essentieller Bestandteil der bandinternen Harmonie bei The Unity ist die vollständige Beteiligung nahezu aller Bandmitglieder am Songwriting. Dies fördert auf Pride einerseits die angestrebte Stilvielfalt und sorgt andererseits für Identifikation aller Beteiligten mit den Songs. „Außerdem führt es dazu, dass man automatisch links und rechts über den eigenen Horizont hinausblickt, denn jeder hat ganz spezielle Fähigkeiten und Vorlieben, die beim Kreativitätsprozess für so manch überraschende Farbgebung sorgen“, erklärt Michael Ehré die offenkundigen Stärken des neuen Albums, bei dem – unabhängig von der jeweiligen Gangart – alle Songs in tiefmelodischen Refrains gipfeln.

Die große stilistische Bandbreite reicht diesmal von Radio-kompatiblen Hardrock-Nummern wie ‚Hands Of Time‘, ‚Line And Sinker‘ oder ‚You Don´t Walk Alone` über eine rabiate Metal-Attacke á la ‚Scenery Of Hate‘ und den Tempomacher ‚Damn Nation‘ bis hin zu einem echten Shuffle-Rocker wie ‚Rusty Cadillac‘. Um all dieses in ein einheitliches und zeitgemäß klingendes Soundkorsett zu pressen, haben The Unity erneut höchste Maßstäbe angesetzt: Aufgenommen wurde Pride (wie schon der Vorgänger Rise) im Nordenhamer ‚B-Castle Studio‘, gemischt und gemastert hat diesmal Achim Köhler (Brainstorm, Sinner, Primal Fear) in seinem ‚Indiscreet Audio‘-Studio.

Auch thematisch rufen die sechs Musiker nicht nur vermeintliche Metal-Klischees ab, sondern erweisen sich als kritische Weltbürger auf einem Planeten, der ökologisch und sozial völlig aus den Fugen zu geraten scheint. „Klimawandel, rechtswidrig handelnde Regierungen, wuchernder Populismus, so etwas darf man nicht unkommentiert lassen“, erklären The Unity und wettern laut Gitarrist Stef beispielsweise in ‚We Don´t Need Them Here‘ gegen „jede Art von politischem Radikalismus, Intoleranz und Unterdrückung. Der Refrain ist ein glühendes Loblied auf die Freiheit.“ Der Song ‚Hands Of Time‘ wiederum warnt eindringlich vor einer weiterhin unkontrolliert zunehmenden Umweltzerstörung, während ‚Line And Sinker‘ auch Einblicke in private Gefühlsregungen zulässt. Denn auch die gehören zur besagten Stilvielfalt dieser Band. Genau davon werden sich auch wieder die Konzertbesucher überzeugen können, sogar noch vor Albumveröffentlichung, wenn The Unity mit Rhapsody Of Fire auf Tournee kommen und zeitgleich mit dem Release-Date im Package mit Freedom Call nachlegen werden. Denn ähnlich souverän, wie es ab 2017 mit den Pell/Edguy/SinnerTouren begonnen hat, wird es mit dieser Band auch 2020 weitergehen.

Line-Up: Gianbattista Manenti (vocals) Michael Ehre (drums) Henjo Richter (guitars) Stef E (guitar) Jogi Sweers (bass) Sascha Onnen (keyboards)

FAZIT:

Auch dieses Album ist der Hammer und es wird nahtlos an das tolle Material der Vorgänger-Alben angeknüpft!

10 von 10 Punkte


ALLEN / OLZON – Worlds Apart

Release:06.03.2020

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Inimitable singer Russell Allen (Symphony X, Adrenaline Mob) and acclaimed Swedish guitarist, songwriter, and producer Magnus Karlsson (Primal Fear, Magnus Karlsson’s Free Fall) have collaborated successfully on three critically acclaimed albums where Russell dueted with Norwegian singer, Jorn Lande. After a break in their collaboration on said albums, where Timo Tolkki stepped in and oversaw an album, Magnus has returned to the fold, but with an exciting new twist to the formula. This time, Russell and Magnus welcome none other than the amazingly talented Anette Olzon (ex-Nightwish, The Dark Element) to the fold as Allen’s vocal partner and offer up an unbelievable new duets album.

If you love Allen/Lande’s first three albums, but also Delain, Within Temptation, Nightwish, and the like (but with a slightly heavier edge), then this is simply going to be your album of the year for 2020!

Tracklist:

  1. Never Die
  2. Worlds Apart
  3. I’ll Never Leave You
  4. What If I Live
  5. Lost Soul
  6. No Sign Of Life
  7. One More Chance
  8. My Enemy
  9. Who You Really Are
  10. Cold Inside
  11. Who’s Gonna Stop Me Now

Line-up:

Vocals – Russell Allen, Anette Olzon

Guitars, Bass & Keyboards – Magnus Karlsson

Drums – Anders Köllerfors

FAZIT:

Wer auf gut gemachten Melodic Rock steht,findet dieses Album sicher Klasse!Klar strukturiert,toll produziert und Stimmen plus Musiker,die ihr Handwerk verstehen…da kommt dann sowas ans Licht!

8 von 10 Punkte


HAREM SCAREM – Change the World

Release:06.03.2020

INFO-Auszug

When a discussion arises on who are the current heavyweights of the melodic hard rock scene, the list of names being bantered about cannot avoid a mention of Harem Scarem. And certainly for good reason. After a five year hiatus, in 2013 the band reunited to re-record from scratch their milestone release “Mood Swings.” Since then, Harem Scarem have consistently released high quality albums, with “Thirteen” and “United” being shining examples where the band showcases its amazing trademark sound and at the same time, offers a stylistic progression which makes Harem Scarem a band to point to for the evolution of the genre.

The new record, “Change The World” is a logical next step for Harem Scarem. While it isn’t a million miles from where “United” left off, it still shows a band at the top of their game. A cohesive unit still able to deliver a power-rock-packed punch, swaggering riffs, and hooks to die for. Harry Hess and Pete Lesperance without a doubt show the world that their partnership still works.

“We really only have one goal when we start working on a record and that is to try and write the best songs we can,” tells Lesperance, “In the beginning, Harry and I work individually on parts and than bring them together to see if we have a good starting point for some songs. I think we’ve finally found our stride (I should hope so after 30 years of being a band) and we just try to keep ourselves happy musically, but deliver something that we feel the fans will like!”

With the addition of Mike Vassos on bass, Harem Scarem are returning and ready to dominate. See the band live over in Europe in the summer 2020!

Tracklist:

  1. Change The World
  2. Aftershock
  3. Searching For Meaning
  4. The Death Of Me
  5. Mother Of Invention
  6. No Man’s Land
  7. In The Unknown
  8. Riot In My Head
  9. No Me Without You
  10. Fire & Gasoline
  11. Swallowed By The Machine

Line-up:

Harry Hess: Lead & Backing Vocals, Keyboards

Pete Lesperance: Guitars

Creighton Doane: Drums

Darren Smith: Backing Vocals

FAZIT:

Ganz ehrlich…ich habe mich auf dieses Album echt gefreut.Zumal das vorher erschienene Material schon mein Ding war!Und ich werde auch hier nicht enttäuscht!Tolle Songs…super arrangiert und wieder Hammermässig gemischt bzw. produziert!Was wollen Ohr mehr…Ich bin wieder mal begeistert.

10 von 10 Punkte


BURNING WITCHES – Dance With The Devil

Release:06.03.2020

INFO-Auszug

Fragerunde: Was ist eigentlich aus den Zeiten geworden, in denen Heavy Metal und Herzblut noch ein und dasselbe waren? In denen Zusammenhalt und Eintracht meilenweit über ökonomischer Denkweise standen? In der eine Band kein Beruf, sondern eine Berufung war? Schon klar, Zeiten ändern sich, das wusste schon Bob Dylan. Es tut aber gut zu erfahren, dass es in der Schweiz einen Verbund, einen innig verbundenen Freundeskreis gibt, in dem die Dinge noch anders laufen. So wie früher. Dürfen wir vorstellen? Die BURNING WITCHES, die größte Heavy Metal-Sensation der letzten Jahre. Aber wer das bislang noch nicht mitbekommen hat, der muss die letzten 24 Monate ganz offensichtlich in einer Höhle verbracht haben. Oder unter einem Stein.

Deshalb nur ganz kurz: Die BURNING WITCHES sind auf den ersten Blick eine in Jeans und Leder gekleidete All-Woman-Band, die sich mit Haut, Haar, Seele und Herz dem echten, dem wahren, dem galoppierenden Heavy Metal verschrieben hat. Und auf den zweiten eine unzertrennliche Einheit, eine Gemeinschaft, deren allwöchentlicher Donnerstag im Proberaum ein heiliger, unantastbarer Ritus ist, zu dem man sich noch mit Fieber oder ohne Arm schleppt. Im übertragenen Sinne.

Die BURNING WITCHES sind aber vor allem eines: Der mit Leidenschaft, Feuer und Bissigkeit gelebte Beweis, dass es sich immer noch auszahlt, gemeinsam für eine Sache zu brennen. Und wenn die BURNING WITCHES für eines brennen, dann für die Musik. „Ich wollte eine Band gründen, die aus engen Freundinnen besteht. Aus Menschen, die sich alles sagen können und zwischen die kein Blatt passt“, fasst Gitarristin Romana Kalkuhl kurz und knapp zusammen. Man kann auch sagen: Einen besseren Grund, eine Band zu gründen, gab es nie, gibt es nicht und wird es nie geben. Die logische Folge: Alles, was diese unzertrennliche Schweizer Mädelsgang macht, macht sie richtig. Mit all ihrem Herzblut. Mit 120 Prozent – an einem schlechten Tag.

Die ersten Meriten ließen da natürlich nicht lang auf sich warten: Ihr selbstbetiteltes Demo wurde von Metal Hammer und Rock Hard gleichzeitig zum „Demo des Monats“ gekürt, nach ihrem in Eigenregie verantworteten Debüt »Burning Witches« erregten sie die Aufmerksamkeit von Nuclear Blast, wo sie ohne zu zögern unterschrieben und 2018 mit »Hexenhammer« eines der stärksten Heavy Metal-Alben des 21. Jahrhunderts veröffentlichten. Punkt. Der Jubelschrei war groß, der Furor, den die Hexen live auf den Bühnen entfachten, sogar noch größer. Eine Tour mit GRAVE DIGGER, bald darauf Auftritte beim Bang Your Head!!! oder auf dem allerheiligsten Metal-Acker von Wacken waren da nur die logische Konsequenz und das Sahnehäubchen auf zwei vollkommen irrsinnigen Jahren.

Sich auf diesen Erfolgen auszuruhen, kam für die Band nie in Frage. „Wir haben immer den Drang weiterzumachen. Wir wollen nicht nur zurückblicken und uns an dem satt essen, was hinter uns liegt. Wir sind jeden Tag aufs Neue hungrig auf das, was vor uns liegt. Wir wollen herausfinden, wie viel noch drin ist.“ Ein Durchgang »Dance With The Devil« später steht fest: Viel. Sehr, sehr viel. Das dritte Album nimmt den Schwung des Vorgängers und der vielen Liveshows auf und katapultiert den Heavy Metal der Schweizerinnen auf ein neues Level. Schon der Auftakt, Lucid Nightmare, fegt mit Tempo, Riffbeschuss und Doublebasswucht los, ‘Dance With The Devil ist ein massiv legierter Stampfer mit melodischer Hexerei, die Vorabsingle Wings Of Steel klingt so massiv wie sie heißt, Black Magic könnte auch von JEFFERSON AIRPLANE stammen und das boshaft ballernde Sea Of Lies ist ganz einfach einer der besten Heavy Metal-Songs, die man 2020 zu hören bekommen wird.

JUDAS PRIEST oder DIO sind weiterhin hörbare Einflüsse in ihrem herrlich knackigen Sound; nicht zuletzt durch die Produktion von V.O. Pulver und DESTRUCTION-Urgestein Schmier entfesseln die BURNING WITCHES aber vor allem ein Referenzwerk des unverfälschten, traditionell geprägten Heavy Metal im 21. Jahrhundert. „Natürlich hören wir auch moderne Musik, natürlich finden wir auch Schweizer Bands großartig. Unser Herz haben wir aber für immer an das Großbritannien der Siebziger und Achtziger verschenkt“, grinst Romana.

Kuttenträger und Heavy Metal-Traditionalisten können also aufatmen. Die BURNING WITCHES werden auch weiterhin die tonangebenden Heavy Metal-Vorkämpferinnen sein. Dance With The Devil ist ein loderndes Metal-Manifest, dem man die pure Lust am Spielen in jeder Note oder in jedem Wort der neuen Sängerin Laura Guldemond anmerkt. Mit dieser landeten die Schweizerinnen eh einen absoluten Glücksgriff. Nicht nur, dass sie menschlich und in Sachen Überzeugung wie eine verschollen geglaubte Schwester zu den Hexen passt; sie bringt auch einen stimmlichen Umfang zwischen aggressiv, melodisch, triumphierend und bedrohlich mit sich, der ihrem dritten Album gesanglich die Hexenkrone aufsetzt. Inniger, überzeugter und brennender klang diese Band jedenfalls nie. Und doch bekommt man das gute Gefühl, dass das hier erst der Anfang ist.

BURNING WITCHES online:
www.facebook.de/burningwitches666

www.instagram.com/burningwitchesofficial

www.twitter.com/burningwitches_

www.nuclearblast.de/burningwitches

© Nuclear Blast

FAZIT:

Mitten zwischen die Augen und voll vor den Kopp!So kann man am Besten den Output der Damen beschreiben!Denn so geht Musik!Es muss dich genau da treffen,wo es dir guttut!Im Kopf,in den Ohren,direkt ins Herz!

10 von 10 Punkte


SLIME – Wem gehört die Angst

Release: 13.03.2020

INFO-Auszug

SLIME, das ist eine Institution, die es mit Unterbrechung jetzt schon seit den Achtziger Jahren gibt

und die den politischen Punkrock in Deutschland geprägt haben wie kaum eine andere Band.

Sie befindet sich jetzt im zehnten Jahr nach ihrer Reunion, und das ist verdammt gut so.

Denn nach wie vor brauchen wir starke Stimmen gegen Rechts, nach wie vor brauchen wir Punk und nach wie vor brauchen wir SLIME. Die SLIME Gründungsväter Dirk Jora (Gesang), Elf (Gitarre), Christian Mevs (Gitarre) und die hinzugekommenen Mitgliedern Nici (Bass) und Alex Schwers (Drums) scheinen sich ihrer Verantwortung bewusst und haben nun gemeinsam ihr drittes Studioalbum seit ihrer Wiedervereinigung eingespielt.

Auf »Wem Gehört Die Angst« bleiben SLIME ihrer Linie treu und thematisieren wichtige gesellschaftliche Probleme wie Wut, Aktivismus und den andauernden Kampf gegen Faschismus.

Ob nun biografisch wie z.B. bei ‚Ebbe und Flut‘ oder standfest wie in ‚Paradies‘, wo es um Menschen geht, die herrschende Umstände schon immer hinterfragt haben.

Oder aber als klare politische Kampfansagen gegen die Nazifizierung des Abendlandes. ‚Die Toten Wollen Wieder Alleine Sein‘, ‚Weißer Abschaum‘, der Titelssong ‚Wem Gehört Die Angst‘, ‚Fette Jahre‘ – die neuen Punkrock-Hits jenseits der Hits sind schonungslose Betrachtungen einer Zeit, in der Dunkelbraun wieder ungestört marschiert und in den Parlamenten sitzt.

Und all das im klassischen SLIME-Gewand: Treibend, wütend, melancholisch, aber immer hymnisch und direkt.

» Wem Gehört Die Angst « erscheint am 13 März 2020. Wer SLIME live erleben möchte, kann das auf der aktuellen »Durch alle Höllen und Tiefen«-Tour tun.

FAZIT:

Es tut einfach mal wieder gut,SLIME zu hören!Ich hatte die schon garnicht mehr auf dem Schirm…Und…ich mag sie nachwievor-hab ich festgestellt!Zumal ich ja nicht ein “Freund” deutschsprachiger Musik bin…

UND…sie sind nachwievor GEIL!

10 von 10 Punkte


MY DYING BRIDE – The Ghost Of Orion

Release: 06.03.2020

INFO-Auszug

Und die Geschichte geht weiter…

Die drei Jahrzehnte andauernde Erfolgsgeschichte von MY DYING BRIDE fand vor wenigen Jahren beinahe ihr Ende. Nachdem die Band 2015 das allseits gelobte Album „Feel The Misery“ veröffentlichte, erhielt die Tochter von Aaron Stainthorpe mit nur fünf Jahren die niederschmetternde Diagnose Krebs. Zutiefst erschüttert und geschockt, legte Stainthorpe sämtliche Bandaktivitäten auf Eis, um sich mit seiner engsten Familie mit aller Kraft dem zu stellen, was Stainthorpe die „grausamste von Gottes lieblosen und schrecklichen Kreationen“ nennt. Dies war jedoch nicht der einzige Schlag für MY DYING BRIDE.

2018 erklärte Gitarrist Calvin Robertshaw, seinerseits zurückgekehrtes Gründungsmitglied seinen sofortigen Ausstieg. Es gab keine offizielle Begründung oder Erklärung.

Nachdem sich MY DYING BRIDE nach der Genesung von Stainthorpes Tochter wieder zusammenfanden, verließ Drummer Shaun Taylor-Steels die Band kurz vor der Studioproduktion in Mark Mynetts Studio, Mynetaur Productions. Zwei Mitglieder ärmer, doch dafür mit einem Gefühl der totalen Erneuerung, setzten MY DYING BRIDE ihre Arbeiten am neuen Album fort und nahmen das großartige Werk „The Ghost Of Orion“ auf, zur großen Freude zahlreicher Fans auf der ganzen Welt.

„Alle haben uns mit irgendetwas beworfen, aber irgendwie haben wir es geschafft, auf der anderen Seite anzukommen und nach Rosen zu riechen“, so Stainthorpe in seinem rauen Yorkshire Akzent. „Es zeigt, dass eine Band zahlreiche Herausforderungen bewältigen kann. Wir haben alles geschafft! Von Krebs über quittierende Mitglieder bis hin zu dem Gefühl, dass all Hoffnung verloren ist. Ich glaube, dass andere Bands vielleicht gesagt hätten: ‚Ah, verdammt! Der eine geht, der andere ist nicht erreichbar. Wir lassen es jetzt gut sein.‘ Aber genau das ist nicht passiert. Wir waren stark. Wir haben weitergemacht. Und das Zeugnis dieser Zeit wird nun bald veröffentlicht werden. Nichts stoppt MY DYING BRIDE.“

Stainthorpe und Gitarrist Andrew Craighan gründeten MY DYING BRIDE im späten Sommer 1990. Über dreißig Jahre hinweg hat sich England trostlosester Export nicht nur von den engstirnigen Konventionen ihrer Heimatstadt Halifax losgesagt, sondern wurde zu einem weltweiten Phänomen – zu den Königen des Doom Death – der virtuose Einsatz von Geige und Keyboard, die Themen der Romantik und die obsessiv-langen Titel zu ihren Markenzeichen. Die Alben „Turn Loose The Swans“ (1993), „The Angel And The Dark River“ (1995), „Like Gods Of The Sun“ (1996), „34,788%…Complete“ (1997), „The Dreadful Hours“ (2001) und „A Map Of All Our Failures“ (2012) waren nicht einfach nur ausufernde Platten des Leidens sondern Meilensteine, in denen Verzweiflung, Leiden und Tristesse leidenschaftlich zelebriert und von den Fans hingebungsvoll gefeiert wurden. Die Alben von MY DYING BRIDE wurden Lebensereignisse für die Schwermütigen und Sehnsüchtigen. Nur wenige Bands in den Neunzigern klangen wie die Briten.

 „Ja, MY DYING BRIDE war und sind immer noch etwas Einzigartiges“, sagt Stainhorpe. „Der Rolling Stone nannte uns ‚Bram Stoker’s Dracula für die Ohren. Wir sind um die ganze Welt getourt, zumindest durch die Teile der Welt, die uns empfangen haben. Und wir haben 14 Alben – „The Ghost Of Orion“ mitgezählt – voll mit Material, auf das wir zurückgreifen können. Für „The Ghost Of Orion“ wollten wir jedoch etwas vollkommen Neues erschaffen. Es ist nach wie vor MY DYING BRIDE. Es ist nach wie vor höllisch schwere Kost. Es ist höllisch leidgetränkt. Es ist jedoch auch ohrgefälliger. Ich lehne mich soweit aus dem Fenster zu sagen, dass wir unsere eingängigen Momente auf „The Ghost Of Orion“ haben. Wir wollten dieses Mal mit einem offeneren Anspruch an die Leute herangehen anstatt sie mit dem totalen Elend zu erdrosseln. Wir haben versucht, MY DYING BRIDE ein wenig zugänglicher zu machen.“

 Wie schon „Feel The Misery“, wurde auch das neue Album von MY DYING BRIDE in kompletter Isolation von Craighan geschrieben. Während die Umstände ähnlich waren – Gitarrist Hamish Hamilton Glencross verließ die Band 2014 und Robertshaw 2018 – ist das Resultat der Solo Sessions von Craighan dieses Mal vollkommen anders. Der Girarrist hatte niemanden an seiner Seite. Keinen Studiomusiker. Keinen Bassisten – Vierseiterin Lena Abé war im Mutterschaftsurlaub. Und ganz sicher nicht sein langjährigen Songwriting Partner Stainhorpe, welcher vollkommen darauf fokussiert war, als seine Kräfte auf den Kampf seiner Tochter mit der Krebserkrankung zu richten. Ganz alleine, entfesselte Craighan eine Litanei bombastischer Songs wie ‚In Your Broken Shore‘, ‚To Outlive The Gods‘, ‚The Solace‘ (featuring Lindy-Fay Hella von WARDRUNA), und ‚The Old Earth‘. Der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt.

„Wie schon bei „Feel The Misery“, war Andrew beim Songwriting ganz auf sich alleine gestellt“, so Stainthope. „Ich bin mir sicher, dass er es genossen hat, trotz der Einsamkeit, die Songs nicht mit mir teilen zu können. Ich meine, wenn er mir Riffs geschickt und mich nach Input gefragt hätte, hätte ich vermutlich die Band verlassen und ihn gefragt, ob er nicht wisse, was in meinem Leben gerade vor sich geht. Er wusste dies offensichtlich. Wir sind schon so viele Jahre miteinander befreundet. Er kennt mich. Also schrieb er die Songs alle ganz alleine. Er schrieb sämtliche Riffs und ich glaube sogar, dass einige Geigenparts ebenfalls von ihm sind. Es steckt viel Andrew in diesem Album. Er ist ein wirklich großartiger Songwriter!“

Der Titel „The Ghost Of Orion“, entstand in einer von Stainthorpes nächtlichen, weintrunkenen Kritzeleien. In Seiten weitschweifenden Wahnsinns und umfassender Brillanz schlich sich die Phrase A Ghost Crawls From The Mouth Of Orion. Der Arbeitstitel „But Once Black“ erfüllte zwar seinen Zweck, war jedoch nicht fantastisch genug. Die Band suchte etwas Extravaganz, Sphäre und ein Titel, der mindestens mit „The Thrash Of Naked Limbs“ (1993) oder „A Line Of Deathless Kings“ (2006) mithalten kann. Stainthorpe und Craighan dachten zunächst, sie hätten diesen Titel im umständlichen A Ghost Crawls From The Mouth Of Orion gefunden. Beide waren von der cineastischen Brillanz des Titels angetan, waren sich jedoch unsicher, wie der Titel sich gesprochen entfalten würde. Schließlich entschied man sich für das einfachere, jedoch nicht minder triste „The Ghost Of Orion“. Die Interpretation des Titels überlasst Stainthorpe dabei selbstverständlich dem Leser und Hörer.

„Manchmal, wenn ich ein Glas Wein trinke, schreibe ich“, sagt Stainthorpe. „Ich denke nie darüber nach, ob das, was ich schreibe, ein Gedicht, ein Song, eine Kurzgeschichte oder eine Strophe werden wird. Was immer aus mir herauskommt, kommt heraus. Ich fange einfach mit einer leeren Seite an. Wenn ich fertig bin, ist diese Seite voll. Es sind die Schriften eines Irren – nur Kauderwelsch – aber nach ein oder zwei Tagen, stechen bestimmte Sätze oder Phrasen hervor. Das ist der Punkt, an dem du realisierst, dass das, was du geschrieben hast, Hand und Fuß hat. ‚A Ghost Crawls From The Mouth Of Orion‘ war einer dieser Sätze. Ich mochte ihn und dachte darüber nach, damit zu arbeiten. Ich erzählte Andy davon und er war der Ansicht, dass es der Titel unseres neuen Albums werden könnte. Aber nachdem wir uns dafür entschieden hatten, dieses Album etwas ohrgefälliger zu gestalten, wollten wir diejenigen, die unsere Musik noch nicht kannten, nicht auch noch mit einem derart ausufernden Titel erschlagen. Also haben wir ihn mit „The Ghost Of Orion“ abgekürzt.“

Der Abgang von Schlagzeuger Taylor-Steels kurz bevor die Band für die Aufnahmen in das Mynetaur Productions Studio von Produzent/Tontechnik Mark Mynett ging, hätte die Band auf Eis legen können, tat es jedoch. Glücklicherweise rettete Ex-PARADISE LOST Schlagzeuger Jeff Singer, dessen Schlagzeug bereits in Mynetts Studio stand, die Musiker aus Yorkshire. Von Dezember 2018 bis August 2019 nahm MY DYING BRIDE mit Singer als musikalisches Fundament „The Ghost Of Orion“ auf. Am Steuer, Mynett, welcher MY DYING BRIDE durch ihre ersten non-Mags [Rob Magoolagan] Aufnahmen seitdem Paul ‚Hammy‘ Halmshaw und Keith Appleton sich verschworen, um „As The Flower Withers“ (1992), das Debüt von MY DYING BRIDE einzufangen. Mit einem Doktortitel der Tontechnik, Produktion und Mix, war Mynett der perfekte neue Mann hinter den Reglern. Nicht nur, dass er talentiert und ausgebildet in allen Arten der Soundtechnik war, ebenfalls ist er ein leidenschaftlicher Fan von MY DYING BRIDE. Obwohl die Studioaufnahmen für einen Großteil der Band Routine waren, bedeutete Stainthorpes Zeit im Studio große Torturen für den Sänger.

„Die Aufnahmen im Studio waren kräftezehrend“, so Stainthorpe. „Jeden Tag hat irgendetwas nicht gepasst. Ich konnte einfach nicht mehr zu mir zurückfinden. Ich habe immer wieder irgendwelche Fehler gemacht. Jeden Tag musste ich bei jeder Zeile in jedem Song korrigiert werden. Es war, wie als würde man mich immer und immer wieder verprügeln. Irgendwann war ich an dem Punkt, an dem ich dachte: ‚Okay, es muss einen anderen Sänger geben. Ich kann das nicht mehr.‘ Nach all dem, was ich durchgemacht habe, wusste ich nicht mehr, wie ich für MY DYING BRIDE singen sollte. Ich meine: Wir waren seit drei Wochen im Studio und ich war immer noch beim ersten Song! Ich habe vollkommen den Faden verloren. Ich saß in der Aufnahmekabine, habe wie verrückt geschwitzt und an die Wand gestarrt und mich einfach nur gefragt, wo all der Spaß geblieben ist. Ich habe es wirklich gehasst. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt gewusst hätte, was ich tue, hätten wir das Album rechtzeitig fertigstellen können.“

 Doch irgendwie wurden sämtliche Widrigkeiten bezwungen. Von Schwächen im Studio über Mitglieder, welche die Band verließen, bis hin zu den lebensverändernden Folgen vom Umgang mit kranken Familienmitgliedern, die Briten bezwangen sämtliche Hindernisse.  Komplettiert durch Eliran Kantors (FLESHGOD APOCALYPSE, EX DEO) Artwork – in Auftrag gegeben von Stainthorpe – und elf überragenden Tracks, setzt „The Ghost Of Orion“ wieder die Krone des sprichwörtlichen Doom Deaths auf. Sie klangen nie besser. Vom trübseligen Unterton in ‚Your Broken Shore‘ und dem tödlich traditionellen ‚A Secret Kiss‘ bis hin zum grimmigen Zehnminüter ‚The Old Earth‘: „The Ghost Of Orion“ ist das Produkt einer außerordentlich kreativen Band, welche sich auf ihren Lorbeeren nicht ausruhen wird.

 „Wir ziehen das Tempo dieses Mal weitaus mehr an“, sagt Stainthorpe. „Mit Peaceville haben wir eine Ewigkeit zusammengearbeitet. Jetzt, wo wir bei Nuclear Blast sind, von denen wir wissen, dass sie für MY DYING BRIDE weitaus mehr wollen. Und das wollen wir auch. Wenn das Album erscheint, feiern wir unseren dreißigjährigen Geburtstag als Band. Wir hoffen, dass Nuclear Blast dieses Album weitaus mehr pushen wird, als Peaceville das je konnte. Nuclear Blast ist einfach die größere Einheit mit weitaus mehr Resourcen. Mehr von allem. Dieses Label ist überall auf der Welt aktiv. Sie werden uns pushen und promoten, wie es noch nie jemand getan hat. Mit diesem Rückhalt werden wir als Band wachsen.“

Und die Geschichte geht weiter….

FAZIT:

Musikalisch ist das schon oberste Liga…Ohne Wenn und Aber!

ABER… ich denke,man muss das hier schon mögen!Mein Ding ist das nicht,weil mir das ganze Thema hier zu melancholisch ist!Und mir wurde das nach mehrmaligen hören einfach zu langweilig!Sorry!

Das bedeutet jetzt nicht,dass das alles RICHTIG schlecht ist-NEIN!

7 von 10 Punkte


Stagman – Kejsarens Nya Kläder

Release:27.03.2020

INFO-Auszug

New album with Stagman, “Zinny Zan” (formerly frontman in Shotgun messiah, Zan Clan). When other artists chase chart breakers and make themselves adaptable to the media, Stagman chooses the uncomfortable way to portray the reality he sees and that without folding an inch. On “Kejsarens Nya Kläder” he criticizes governments and describes the betrayal he sees and feels! Stagman continues on his own path to be a fearless musician who always tells the naked truth about his feelings, experiences, thoughts and escapades throughout life!

FAZIT:

Ist das Pop-Rock?Was soll das sein?Ich kann das nicht wirklich definieren…Unabhängig davon,das ich kein Wort verstehe,was der Mensch da singt…Lasse ich mal die Vocals außen vor,muss ich aber schon sagen,das der musikalische Aspekt so schlecht nicht ist!Da sind schon einige nette Ideen “verarbeitet” worden.

Allerdings in der Gesamtheit gesehen/gehört…NICHT mein Ding!Klingt aber ganz interessant-auch wenn man Schwedisch nicht versteht…Singen kann der Mann!Zwei Ohren kann man aber trotzdem mal riskieren;)

6,5 von 10 Punkte


DEADRISEN – DEADRISEN

Release:13.03.2020

INFO-Auszug

Seit der Rock´n´Roll vor 50 Jahren aus der Wiege gehoben wurde, hat er viele Entwicklungen durchlebt. Die Band DEADRISEN, ein explosiver Cocktail aus alten Hasen gemixt mit jungen, wilden New School-Leuten, nimmt diese auf, packt noch eine Schippe drauf und hebt das Ganze auf ein neues Level. Genreübergreifend reicht ihre musikalische Palette von Blues über Klassik bis hin zu Thrash, auch Latin- und Flamencotöne werden eingebaut, ohne dass der Sound jedoch an Heaviness verliert.

DEADRISEN sind das ultimative Package aus Power und Klasse und beweisen, dass Heavy Rock´n´ Roll noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Die Idee zu DEADRISEN hatten Gitarrenhexer Rod Rivera, der sich bei den Christian Metal-Legenden RIVERA/BOMMA schon einen Namen machte und Mike Le Pond, seines Zeichens Bassist bei den Progressive Metallern SYMPHONY X. Als Sohn eines Flamencogitarristen schafft Rivera es problemlos, den spielerischen Latingitarreneinfluss seines Vaters mit der Schwere des Hard-and-Heavy-Rock zu verknüpfen und so eine völlig neue und originelle Herangehensweise an das Instrument zu erschaffen.

Doch Le Pond, der ebenfalls schon seit Jahrzehnten eine gesetzte Nummer ist und auf den wichtigsten Alben der Heavy-Metal-Musikgeschichte mitgewirkt hat, und Rivera wären nicht komplett ohne das Talent und den Drive eines der besten Rockmusiker der heutigen Zeit, Tony Stahl (LIVESAY), der die Keyboards und Backinggesang beisteuert, Drummer Dan Prestup (MIDNIGHT ETERNAL) und Sänger Will Shaw (HEIR APPARRENT). “Ich hatte das Glück, auf einigen der besten Metal-Alben zu spielen, die jemals gemacht wurden, und das Debüt von DEARISEN wird keine Ausnahme sein. Es hat alles, was man für eine großartige Platte braucht. Jeder Song steht für sich mit unglaublichen Vocals, einem Killersound und absoluter Heavy-Metal-Vollendung,” sagt Mike LePond Hallo, Welt, wir dürfen Ihnen voller Stolz vorstellen: von der Ostküste der USA…DEADRISEN!

FAZIT:

Ein musikalisch abwechslungsreiches Album!Ab und zu gehen mir die Vocals etwas auf die Nerven,aber in der Gesamtheit hat das Album sehr viel Pfeffer und bläst mir die Gehörgänge gut frei!Schön finde ich auch,das man auch mal raushört was ein Bassist so “leistet”,wenn man ihn beim Endmix mal nicht in den Hintergrund “wegmixt”!

8 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

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