Reviews JUNI 2019

 

Hollis Brown – Ozone Park

Release: 07.06.2019

INFO-Auszug

Kann eine Band grundsätzlich verkehrt sein, die ihren Namen dem Bob-Dylan-Song „The Ballad of Hollis Brown” von dessen 1964 erschienener LP „The Times They Are a-Changin’” entlehnt? Und die Velvet Undergrounds „Loaded”-Album von 1970 sowohl auf der Bühne als auch mit einer Neueinspielung im Studio dermaßen beseelt coverte, dass altgediente Fans der legendären Underground-Helden sich beim Hören tief berührt und voller Freude die Hände reiben? Wohl kaum. So weit, so gut – schon mal reichlich Sympathiepunkte also für die New Yorker Band Hollis Brown. Das Quartett aus dem Stadtteil Queens ist seit zehn Jahren aktiv und versteht sich mit Blick auf seine musikalischen Vorbilder aus den 1960er- und 1970er-Jahre sehr selbstbewusst als, so wörtlich, „letzte der großen amerikanischen Rockbands”. Als dementsprechend starkes und ausgesprochen vielseitiges Statement präsentiert sich sich das neue Album „Ozone Park”, mit dem Hollis Brown ihren Einstand bei der Mascot Label Group geben. „Ozone Park” erscheint am 7. Juni 2019 auf CD, digital, sowie als LP mit beigelegtem Download-Code.

Mit dem Track Pre-Listening zu „She Don’t Love Me Now“ veröffentlichen Hollis Brown einen weiteren Track vorab, hier zu Hören: https://youtu.be/BqGgeVV5hDI

Weiter aktuell… das offizielle Video zu “Do Me Right”, hier zu sehen und hören: https://youtu.be/QaM0cmwxk6I

Die Band wurde 2009 von Sänger und Gitarrist Mike Montali sowie Leadgitarrist Jonathan Bonilla ins Leben gerufen. Neben den beiden Gründern gehören Adam Bock an den Keyboards und Schlagzeuger Andrew Zehnal zur aktuellen Besetzung. Die Karriere von Hollis Brown kam in New Yorker Clubs in Fahrt, wo sich die Gruppe mit ihren Mischung aus zeitlosem, bisweilen Blues-und Southern-Rock-getränktem Rock, Garage- und Indie-Sound sowie hier und da einer guten Prise Americana Gig um Gig eine loyale Fanbase erspielte. Auf die 2009 ausschließlich digital vertriebene erste EP „Nothing & the Famous No One” folgte im selben Jahr das selbstbetitelte und selbst vertriebene Debütalbum.

Dessen Nachfolger „Ride on the Train” (2013) und die daran anschließende erste Europatour ließen Hollis Brown auch international Fuß fassen. Bei einem Tribute-Konzert für den 2013 verstorbenen Lou Reed führte die Band das Velvet-Underground-Album „Loaded” so erfolgreich auf, dass anschließend der Beschluss fiel, es in Gänze unter dem Titel „Hollis Brown gets Loaded” neu einzuspielen. Die Aufnahmen wurden der Öffentlichkeit zunächst anlässlich des Record Store Days als limitierte LP zugänglich gemacht, 2014 folgte eine Neuauflage als CD. Darüber hinaus gehören inzwischen die Studioalben „3 Shots” (2015) und „Cluster of Pearls” zur Diskographie der Amerikaner – Letztere ebenfalls eine limitierte LP-Veröffentlichung anlässlich des Record Store Days 2016.

„Ozone Park” entstand unter der Regie von Produzent Adam Landry (Deer Tick, Rayland Baxter, Nikki Lane, Vanessa Carlton) in den Unity Gain Studios in Fort Meyers, Florida. Die zehn auf dem Album enthaltenen Stücke klingen durch die Bank sophisticated, melodisch und harmonisch, das stilistische Spektrum erstreckt sich von soulig-beschwingten Tönen („Blood From a Stone”, „Stubborn Man”) über Gitarren-dominierte Americana („She Don’t Love Me Now”) und funkige Sounds („Go For It”) bis zu beinahe Hardrockigem („Bad Mistakes”). Alles wirkt dabei absolut organisch, nichts mutet aufgesetzt oder gekünstelt an. Hollis Brown kultivieren trotz der Vielfalt hier verarbeiteter Einflüsse ein homogenes Klangbild, das Mike Montali als „real band sound” beschreibt. Er erklärt: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, wie bei den Beatles, bei Led Zeppelin oder von mir aus auch bei den Ramones: Wäre auch nur einer von uns hier nicht mit von der Partie gewesen, wäre ‘Ozone Park’ eine ganze andere Platte geworden.”

Auf das eingangs genannte Selbstverständnis als letzte große US-Rockband kommt Montali mit folgenden Worten zurück: „Musik wie unsere steckt man oft in die Retro-Schublade, indem man sie mit dem Werk von Künstlern vergleicht, die absolut großartig waren, inzwischen aber einfach richtig alt sind. Als Hollis Brown wollen wir zeigen, dass man mit zeitgemäßen Mitteln und eigenständigem markanten Sound genau so gut sein kann, wie all die vielen wunderbaren Acts aus der Vergangenheit.”

Mehr Infos unter:
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8 von 10 Punkte


MAJESTICA – Above The Sky

Release: 07.06.2019

INFO-Auszug

Tommy Johansson is well-known as the guitar player of the Swedish metallers SABATON. But before he joined the Swedish “war machine”, he was already busy playing in his own band named REINXEED, currently completed by bassist Chris David and guitarist Alex Oriz. Of course, his touring activities with SABATON has since slowed down the creative process for REINXEED. The group has now returned – seemingly out of nowhere – with a new 10-track album entitled »Above The Sky« and a brand new name, MAJESTICA. On the new record, Tommy presents not only his guitar skills but also his vocal abilities once again, which he also showcased as TWILIGHT FORCE’s stand-in singer throughout autumn 2017.

Tommy states, “It’s been many years since we last released an album, so we decided to ‘start over’ as a new band, MAJESTICA, instead. It’s not only a majestic and epic name for a power metal band from Sweden, it’s also a tribute to the album »Majestic« that we released with REINXEED in 2010. We came up with it and it sounded great, it felt perfect for this kind of music and just feels right.”

In regards to their musical direction he adds, “People can expect real power metal in the vein of HELLOWEEN, STRATOVARIUS and GAMMA RAY, but also great symphonic parts with catchy melodies and choruses with a lot of choral arrangements, guitar solos, beautiful inflections and of course – high pitched vocals like Michael Kiske, Timo Kotipelto and Sebastian Bach.”

Also perfect for this kind of music is SABATON guitarist Chris Rörland’s (FOLLOW THE CIPHER etc.) cover artwork. “The idea for the artwork mainly came from Chris himself as he listened to the album and got an idea of what it’s all about. Of course, it can’t hide his passion for bands such as STRATOVARIUS, IRON MAIDEN, and TWILIGHT FORCE. The result is nothing less than majestic and really shows how talented Chris is not only as a guitarist but also as an artist,” Tommy adds.

Not only their band name has changed, the quartet is also a trio at the moment. But fans don’t have to worry: MAJESTICA bagged no less than Uli Kusch (ex-HELLOWEEN) for the drum recordings of their debut album.

“It was a huge honour and his drums make this album sound more alive than any album I’ve ever recorded with any other band before. Since many songs are inspired by HELLOWEEN and GAMMA RAY it just felt right to have his drumming and input on the songs,” closes Tommy.

The album was recorded with guitarist Alex Oriz (Soundgarden Studio/Studio Oriz) and Ronny Milianowicz (Studio Seven), who also mixed the record and took care of the production alongside Tommy Johansson (guitars, vocals). Mastering duties were handled by Tony Lindgren (KATATONIA, ANGRA, ENSLAVED etc.) at Fascination Street Studios.

9 von 10 Punkte


KRYPTOS – Afterburner

Release: 21.06.2019

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Seit ihrer Gründung 1998 stehen KRYPTOS aus Bangalore/Indien für erstklassigen Old School Heavy Metal mit Thrashkante. 2010 touren sie als erste indische Band überhaupt durch Europa und erspielen sich schnell einen Ruf als exzellenter Liveact, den sie 2013 mit einem Auftritt auf dem Wacken Open Air, wieder als erste Band jenseits des indischen Ozeans, und als Support unter anderem für DEATH ANGEL, TESTAMENT oder IRON MAIDEN mehr als festigen. Bleiben die ersten drei, von der Presse zwar hochgelobten Alben “Spiral Ascent“ (2004), “The Ark Of Gemini“ (2008) und “The Coils Of Apollyon“ (2012) noch eher unter dem Radar der Massen, legen die indischen Underdogs spätestens mit der 2016er Granate „Burn Up The Night“ ihren Exotenbonus ab. Mit einem Sound, beeinflußt durch Bands wie ACCEPT, JUDAS PRIEST oder KREATOR, bleiben sie nichtsdestotrotz ihren Undergroundroots treu und prägen so den ureigenen KRYPTOS-Stil, irgendwo zwischen wuchtigem 80erJahre Heavy Metal und präzisem Hochgeschwindigkeits-Gebolze.
Was könnte also 2019, passend zum zwanzigjährigen Bandjubiläum, näherliegen, als dass die Speerspitze der indischen Metal Revolution ihr fünftes, bislang grimmigstes Album veröffentlicht und damit das Gaspedal komplett durch den Boden tritt?! „Afterburner“ glänzt mit rasiermesserscharfen Riffs, saitenzerfetzenden Soli und einem Blitzkrieg gleichenden Doppelgitarreangriff, ganz in Tradition der alten Schwereisenschmieden. Wie schon bei den Vorgängern, saß Anupam Roy am Mischpult, für die Covergestaltung konnte man Bill Hauser gewinnen, der auch schon die crazy Artworks von HIRAX und SKELETONWITCH designte. Im Anschluß an das Release im Sommer 2019 werden KRYPTOS, derzeit bei Seaside Touring für das Booking unter Vertrag, erneut einen Angriff auf Europa starten, um die Massen mit ihrer mitreißenden Show zu begeistern.

8 von 10 Punkte


HALLS OF OBLIVION – ENDTIME POETRY

Release: 21.06.2019

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Anders als ihr Name vielleicht vermuten lässt, werden HALLS OF OBLIVION im Gedächtnis bleiben. Tief in den düsteren „Hallen des Vergessens“ wird eine zarte Melodie, ein geflüstertes Wort auf einmal zu einer tosenden Komposition aus brutalen Riffs und brachialen Worten. Schonungslos und ehrlich warten innerhalb fiktiver Mauern die Abgründe der menschlichen Seele auf den Zuhörer. Inneres Aufgewühltsein sucht sich aggressiv und verzweifelt seinen Weg durch Schweigen und Vergessen, verschafft sich durchdringend Gehör. Gänsehaut vorprogrammiert!

Was die vier vorzeigbaren Männer aus Vaihingen/Enz erschaffen, ist ein grausames, leidvolles Ambiente. HALLS OF OBLIVION befördern Themen ans Licht, die gerne verborgen werden und doch nicht vergessen werden sollten. Dabei stellen sie ihr musikalisches Können und Gespür für die Feinheiten des Melodic Death Metals unter Beweis. Einflüsse aus dem Black- und Doom Metal ergänzen den Einsatz von Synthesizern für eine besondere Atmosphäre.

Seit ihrer Gründung 2007/2008 konnten HALLS OF OBLIVION persönliche und gemeinsame Erfahrungen sammeln und ihren Stil weiter verfeinern. Immer deutlicher kristallisierte sich heraus, was 2014 endgültig Gestalt annahm: Geruhsamer als Melodic Death Metal, melodischer als Black Metal, harmonischer als Death Metal – und doch genauso vielschichtig, anmutig und erbarmungslos wie unser Dasein.

Schöpferisch tätig sind in erster Linie Sänger und Rhythmusgitarrist Sebastian Ruf, der die Worte in schwarzmetallischer Manier erklingen lässt, und Leadgitarrist Marcel Welte, der melancholische Melodien damit gekonnt in Einklang bringt. Markus Kristen kümmert sich um die Aufnahmen und liefert am Bass das so wichtige wummernde Gerüst für die Songs, während Markus Weber an den Drums für den letzten kreativen Schliff sorgt. Die langjährigen Freunde sind ein eingespieltes Team, das bereit ist, weit über die Decken der Hallen hinaus bekannt zu werden. Produziert wurde das Album von den MINDEAD Recken Benjamin Hölle und Timo Fielker. Letzterer übernahm bei „Walking Dead“ und „Last Glance Of The Sun“ die Guestvocals. Tretet ein in die Hallen des Vergessens und begebt euch auf eine unvergessliche musikalische Reise!

Facebook: https://www.facebook.com/hallsofoblivion

FAZIT:

Generell find ich das,was ich hier höre nicht schlecht.Besonders die ruhigeren und melodischen Parts innerhalb des Albums sind Klasse!Was mich etwas stört,ist der Schlagzeugsound.Den mag ich nicht…Das trübt denn doch etwas den guten Gesamteindruck.LEIDER!

6,5 von 10 Punkte


DIVINER – Realms of Time 

Release: 07.06.2019

INFO-Auszug

DIVINER sind eine griechische Heavy/ Power Metal-Band, die im Sommer 2011 von den langjährigen Freunden Yiannis Papanikolaou (Vocals) und Thimios Krikos (Gitarre) gegründet wurde. Die beiden Musiker gehörten im Jahr 1995 auch zu den Gründungsmitgliedern der bekannten griechischen Heavy/Power Metal-Band InnerWish und spielten auf dem Album „Waiting For The Dawn“ (1998), auf das jedoch eine lange Pause folgte. Ihre neue Vision mit DIVINER bestand darin, mit Stolz und Power zeitlosen Metal mit intensiven, tiefergehenden, dunklen und melodischen Ansprüchen zu spielen. George Maroulees (Gitarre), Herc Booze (Bass) und Fragiskos Samoilis (Drums) stießen zur Band hinzu, und ein Plattenvertrag mit dem schwedischen Label Ulterium Records wurde unterschrieben. Das Debüt „Fallen Empires“ erschien im November 2015 und erzielte sehr gutes Feedback aus der ganzen Welt. In der Folgezeit spielte der Fünfer viele Konzerte und große Festivals in Griechenland sowie auch in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. DIVINER konnten so ihren Status als energetische Liveband und eine starke Anhängerschaft etablieren. Im Jahr 2017 verließ Thimios Krikos die Band und wurde durch Kostas Fitos ersetzt. Die Griechen begaben sich im Sommer 2018 in die Devasoundz Studios von Produzent Fotis Benardo in Athen und nahmen dort ihr Zweitwerk „Realm Of Time“ auf. Dieses Mal entschieden sie, ihren musikalischen Horizont zu erweitern und neue Elemente (Texte, Riffs und Atmosphäre) hinzuzufügen, um ihr Songwriting noch interessanter und besser zu machen. Das Resultat zeigt die Weiterentwicklung der Gruppe im Vergleich zum Debüt auf. “Realms of Time” wird keinen Heavy- und Power Metal-Fan enttäuschen!

FAZIT

Gut gemachter Power Metal aus Griechenland.Gern mehr davon!

 Facebook: https://www.facebook.com/divinermetalband Website: http://www.divinerband.com

8 von 10 Punkte


Axel Rudi Pell – XXX Anniversary Live

Release: 07.06.2019

INFO-Auszug

Erinnert sich noch jemand an 1989? Als Axel Rudi Pell mit der Veröffentlichung seines ersten Albums „Wild Obsession“ am 1. Dezember seine Solokarriere startete, war kurz zuvor die Berliner Mauer gefallen. Das ist eine kleine Ewigkeit her. Die Welt hat sich verändert, Axel Rudi Pell nicht: Seit drei Jahrzehnten liefert der Bochumer Gitarrist mit seiner Band beständig wie ein Schweizer Uhrwerk ein hochwertiges Hardrock-Album nach dem nächsten ab. Auch das Jubiläums-Werk, ein Live-Mitschnitt der letzten Tour, erscheint bei derselben Plattenfirma wie 1989; der Vertrag mit SPV läuft mittlerweile länger, als die meisten Ehen bestehen. „SPV und ich sind miteinander gewachsen, haben Höhen und Tiefen zusammen erlebt und gemeistert“, bilanziert der inzwischen 58-Jährige. „Never change a winning team“, lautet das Geheimnis seines Erfolges. Über 1.6 Millionen physische Tonträger hat der deutsche Musiker bisher verkauft, seine Songs wurden insgesamt über 37,5 Millionenmal gestreamt. Zahlen, von denen er vor 30 Jahren niemals zu träumen gewagt hätte. „Hätte das Ganze nicht geklappt, würde ich mich jetzt wahrscheinlich noch immer in meinem gelernten Beruf als Industriekaufmann langweilen.“ Make it or break it: Als er mit dem vierten Album „Between The Walls“ 1994 zum ersten Mal auf Platz 90 in die Charts einsteigt, weiß Pell, dass er auf dem richtigen Weg ist; von diesem ist er bis jetzt auch noch nicht abgekommen. Ein Grund dafür ist sein gutes Gespür: „In Deutschland gab und gibt es kaum Sänger, die zu meiner Musik passen.“ Deshalb stellt er sich von vornherein international auf, kann auf den ersten Alben mit Charlie Huhn (Ex-Ted Nugent, -Gary Moore, Victory, jetzt Foghat), Rob Rock (Ex-Impellitteri, -Driver) und Jeff Scott Soto (Ex-Yngwie Malmsteen, Talisman, jetzt Sons Of Apollo) auf weltweit renommierte Frontmänner zurückgreifen. Seit 1998 führt Pell mit Ex-Hardline-Sänger Johnny Gioeli eine kreative Symbiose, deren Ende nicht abzusehen ist. Und mit dem Einstieg von Ex-Rainbow/Black Sabbath/Blue Öyster Cult-Drummer Bobby Rondinelli 2013 macht die Band einen weiteren Qualitätssprung, an dem Keyboarder Ferdy Doernberg (seit 1998) und Bassist Volker Krawczak (seit 1989) einen ebenso großen Anteil haben. Dass Pell seine Karriere mit Herzblut angeht, wird übrigens auch von den Größen des Genres gewürdigt: Als Pell und Band 2009 den Black Sabbath-Ableger Heaven & Hell in Deutschland begleiten dürfen, adelt deren Sänger Ronnie James Dio (2010 verstorben) den Support: „Ihr habt den Gig bekommen, weil ihr gut seid.“ Man kann es drehen und wenden, wie man will: In den letzten 30 Jahren gehörte Pell zu den Konstanten im internationalen Hardrock. Apropos: Auch mit dem Wacken Open Air verbindet ihn eine lange Historie: Seit 1999 hat Pell schon sechsmal auf dem größten Heavy Metal-Festival der Welt gespielt, „immer auf der Hauptbühne.“ Denn: „Auch Wacken und ich sind miteinander gewachsen. Es ist faszinierend zu sehen, wie man vor so vielen Fans mit eigenen Songs bestehen kann.“ Auch in Russland ist Pell mittlerweile ein Star: Ende März 2019 tritt er im Kreml bei einer Award-Show neben Chris De Burgh, Michael Bolton und Leona Lewis auf und begeistert am Abend darauf über 2000 Fans in einer seit Wochen ausverkauften Show. „Die Leute haben alle Texte mitgesungen, ich konnte mich außerhalb des Hotels nicht wirklich frei bewegen, überall musste ich Autogramme geben und wurde nach Selfies gefragt.“ Und damit nicht genug: Im Juli 2019 wird Pell auch bei dem renommierten ‚White Nights‘-Festival in St. Petersburg auftreten. Passend dazu erscheint vorher am 7. Juni 2019 mit „XXX Anniversary Live“ das mittlerweile 30. Album seiner 30-jährigen Solokarriere; ein würdiger Meilenstein und Mitschnitt der letzten Tour, den er gar nicht geplant hatte; aber die Routine-Aufnahmen, u.a. aus Bochum und Budapest, stellten sich schnell als würdiger Nachfolger von „Magic Moments“, der 3-Stunden-Show vom ‚Bang Your Head‘-Festival 2014 zum 25-jährigen Jubiläum, heraus. Und ein Ende ist nicht in Sicht, denn Pell plant im Herbst ein weiteres Studioalbum in Angriff zu nehmen. Das Schweizer Uhrwerk aus dem Ruhrgebiet läuft weiter.

Line Up: Johnny Gioeli – Lead and Backing Vocals

Axel Rudi Pell – Lead, Rhythm and Acoustic Guitars

Ferdy Doernberg – Keyboards

Volker Krawczak – Bass Bobby Rondinelli – Drums

FAZIT:

Hut ab!Ein tolles LIVE-Album!Auch ich mag AUSNAHMSWEISE das.Leider muss ich zugeben,das mich das Material in der Vergangenheit nicht so wirklich mitgenommen hat!Aber da ich LIVE-Alben mag,ist das hier anders.Es zeigt einen Querschnitt durch die Karriere von Axel Rudu Pell.Und 37,5 Millionen Songs verkaufen…das schaffen nur wenige!

8 von 10 Punkte


THE RODS – Brotherhood Of Metal

Release: 07.06.2019

INFO-Auszug

Some statements are so unambiguous that they require no further explanation: “If you like the first song, then the odds are you’ll like the whole album. It’s balls-to-the-wall heavy metal,song after song. No ballads and nothing your mom will be humming,” promises Carl Canedy,drummer of legendary US metal act The Rods. Canedy is referring to the album’s eponymously titled opener: Brotherhood Of Metal. Both the song and the album title reflect the musicians’ attitude to life, and what is more: it’s the general philosophy of this exceptional band: “David, Garry and I are still close friends all these years later, we’re a band of brothers and proud that we’re heavier than ever and making great Rods music for the fans.”Spring 1980 saw the foundation of the group surrounding vocalist/guitarist David ‘Rock’ Feinstein, a cousin of the unforgotten Ronnie James Dio and former member of their joint band, Elf.

“I had seen David and Ronnie for years. My band and Elf shared a rehearsal hall for a time so we would see each other periodically,” says Canedy, looking back. “I had been a fan of his and Elf and apparently he liked my drumming, which seemed to mesh perfectly with his style of playing. After just one rehearsal The Rods sound was born. Garry joining the band was the missing element”. Six years and five albums later, The Rods decided to go separate ways in 1986 and disappeared from the scene for more than twenty years, rising again like a phoenix from the ashes in 2011 with their outstanding comeback album Vengeance. Canedy: “In the early days, we wanted to play every dive that would have us.We’ve moved on from that, thankfully. However, we still love recording and performing as much as we ever have!”

The American drummer talks about the latest Rods album, Brotherhood Of Metal, which is scheduled for release on Steamhammer/SPV on 7 June 2019 and will be available on Digipak CD, vinyl gatefold double LP and for digital download. The three musicians Feinstein, Canedy and bassist Garry Bordonaro have recorded eleven songs (a twelfth track will be included as a bonus track on the vinyl edition), in other words in exactly the same lineup that cut their 1982 cult release Wild Dogs. “When we’re together it’s clear that we have a strong bond. That hasn’t changed since then. What has changed is that we now have families and adult children. Other than that, it’s still the same as it was. Only now our kids come to the concerts. It’s still weird for me to hear my daughter start singing a Rods song out of the blue. I never imagined that would ever happen.”

The reasons for the enthusiasm within and outside the family are obvious: Vengeance marked the return of one of the most authentic American metal bands of the early eighties,Brotherhood Of Metal is a highlight of the second leg of their career. Recorded at the Barn Castle and the Nire Studio, engineered by Lonnie Park, Carl Canedy and Eric Chesek, the album features spectacular cover artwork courtesy of Belgian artist Eric Philippe and brings a breath of fresh air to the band’s classic metal.

The title track ‘Brotherhood Of Metal’ has turned into a veritable Rods anthem (Canedy: “I‘m hoping to hear the fans sing with us when we perform it live.“), ‘Party All Night Long’ is probably one of the most unusual tracks of their career, and ‘1982’ is a retrospective of their own band history. The new album is rounded off by typically haunting Rods numbers such as ‘Tyrant King’ and ‘Tonight We Ride’.

As Canedy characterises the recording so aptly: “We know who we are as a band and have stayed true to our roots musically. Of course, that being said, we’ve matured as songwriters and that is clearly evident on this record.”

FAZIT

Das ganze erinnert mich an GUN BARREL!Es rockt echt gut.

7 von 10 Punkte


BONFIRE – Live On Holy Ground  – WACKEN 2018

Release: 14.06.2019

INFO-Auszug

Die deutsche Hardrock-Formation BONFIRE gehört seit vielen Jahrzehnten zu den fleißigsten Touringbands überhaupt und macht auch regelmäßig auf den großen europäischen Heavy Metal- und Rockfestivals Halt. Im Jahr 2018 spielte die in Ingolstadt beheimate Gruppe wiederholt beim größten Heavy Metal-Festival der Welt – dem Wacken Open Air.

Der Auftritt in Wacken wurde gefilmt und erscheint nun am 14.06.2019 parallel auf DVD,als CD, als LP und digital unter dem Namen „Live On Holy Ground 2018“.

Der Hauptfilm bietet eine grandiose Best Of-Zeitreise mit vielen bandeigenen Klassikern wie u.a. „Ready 4 Reaction“, „Sweet Obsession“ und „American Nights“. In Form der Songs “Praying 4 A Miracle” (Radio Edit), “Locomotive Breath” (Radio Edit), “Sweet Obsession” (2019) und “American Nights” (2019) enthält „Live On Holy Ground 2018“ vier nur auf dieser Veröffentlichung enthaltene Audio-Bonustracks auf der CD, LP und digital. Die DVD Variante bietet diese vier Tracks als Bonus-Videoclips.

Die Erstauflage der physischen Formate wurde von der Band handsigniert.

FAZIT

Gutes Live-Album!Besonders Sänger Alexx Stahl weiß zu überzeugen.

7 von 10 Punkte


WARRIOR SOUL – ‘Rock n’ Roll Disease‘

Release: 07.06.2019

INFO-Auszug

Comin’ in again with all guns blazin’ – WARRIOR SOUL have a new record ‘Rock n’ Roll Disease‘ set for release on June 7th 2019 via Livewire/Cargo Records. The album is the follow up to last year’s very successful and critically acclaimed, raw and raucous ‘Back On The Lash‘ release. ‘Rock n’ Roll Disease‘ promises to turn out to be a real stormer.

The album was produced by Kory Clarke and Adam Arling. Mixed and mastered by Miguel Martins and engineered by Adam Arling. Album artwork was created by Mark Procter.

“We are going for the same feel as ‘Lash’ but honing it in more and picking it up a bit. ‘Back On The Lash’ was raw, fun and loose, this is too, but we are pushing it all over the top” says main man Kory Clarke – Clarke is using the same writing and playing team in the studio as the ‘Back On The Lash’ release ensuring continuity and allowing him to keep hitting his current rich vein of form – Song titles include ‘Up The Dose’ and ‘Off My Face’ – Oh yes, if you wanna start your Summer rockin’, go out and get a ‘Rock n Roll Disease‘.

“We live on credit, we live on dope, there’s no promises When you’re livin’ on hope”- Blown Away (lyrics by Kory Clarke)There’s been a lot of speculation lately about the ‘death of the rock star’. We keep losing them, but we don’t make any new ones. Part of the reason is that there just isn’t a million-dollar infrastructure to create megawatt stars anymore at least not the kind that play distorted guitars, and part of it is just a radical shift in the culture towards quieter, insulated lifestyles.” – “You mighta had dope, guns, and riots in the streets, but your kids have smartphones and Netflix and they could not care less about your cyclops revolution. Which is a bit of a nightmare for the last true rock star, a wild-card from the streets of Detroit, Kory Clarke who made his reputation and career on being the baddest motherf*cker in all of Badsville with an incendiary socio-political agenda and a roar-for-war that rattles mountains.” – Classic Rock WARRIOR SOUL shows aren’t just gigs. They are profane sermons delivered with HIGH VELOCITY and MAXIMUM VOLUME and THIS is what this New WARRIOR SOUL Album is all about! Get ready for a great Summer Record ….

Kory Clarke is a songwriter, musician, artist and producer. There has been a great start to the album already,the musicians on this record are in the writing phase in Chicago, Barcelona, Dublin and Edinburgh.Introducing John Polachek co/writing and performing on guitar as well as Adam and Nate Arling from ‘The Last Vegas‘, Sue Gere and Xevi Strings (WARRIOR SOUL “Stiff Middle Finger” LP) alongside Christian Kimmett, Stevie Pearce, Michael Branagh and Colin Dunne (our bro’s and brilliant current touring band) 2013 – 2019.

Kory Clarke is writing again and we KNOW what that means!

7,5 von 10 Punkte


TANZWUT – Seemannsgarn

Release: 07.06.2019

INFO-Auszug

TANZWUT spinnen auf ihrem neuen Album fantastische Geschichten aus fein gewobenem „Seemannsgarn“. Eine aufregende Reise in eine Welt der Phantasie, der Poeten, Musiker, Künstler und Marionettenspieler. Teufel entführt uns mit seiner Band in eine Welt aus Fiktion und Realität und schafft es gekonnt diese so in Szene zu setzen, dass vieles in einem neuen oder anderen Licht erscheint.

Es gibt wohl nichts Spannenderes wie Spielleute, Musiker, Gaukler oder Seeleute, die sich in irgendeiner Spelunke treffen und Geschichten erzählen, nächtelang und tagelang, denen man immer und überall zuhören möchte. So ziehen Tanzwut auf ihrem neuen Album sämtliche Register: Brachiale Gitarrenriffs treffen auf die satte Klanggewalt von Dudelsäcken. In ihren Texten geht es um schonungslose Wahrheiten, menschliche Abgründe, Sehnsüchte und das Verlangen nach Liebe und die maßlose Gier der Menschen, die sich scheinbar seit tausenden von Jahren nicht verändert hat.

Zwanzig Jahre nach ihrer ersten Veröffentlichung setzen TANZWUT ihren Siegeszug durch die deutschsprachige Musiklandschaft weiter fort und präsentieren ihr aktuelles Album „Seemannsgarn“. Seit jeher steht die Band, welche die deutsche Mittelalterrock-Szene entscheidend geprägt hat, für ihren beeindruckenden Sound aus harten Gitarren und Dudelsäcken.

Innerhalb der letzten zweieinhalb Jahren entstanden dreizehn neue Songs: Mit „Seemannsgarn“ präsentieren TANZWUT eine breite musikalische Vielfalt, die von Balladen bis zu harten deutschen Rocksongs reicht. Der Einfluss von Folk und Mittelaltermusik lässt immer noch das Gefühl der Straße aus ihren Anfangstagen spüren. Dabei spannen die Musiker stilistisch einen weiten Bogen um ihr musikalisches Schaffen: Während „Seemannsgarn“ direkt an die leicht verwunschene Grundstimmung des teuflischen Pakts aus „Schreib es mit Blut“ anschließt und mit einer hymnischen Hookline im Refrain aufwartet, überraschen TANZWUT bei „Galgenvögel“ mit einem großen Knall. Harte Metalriffs kreieren eine bedrohliche Stimmung, die tiefe Stimme von Teufel rollt donnernd über den Sturm aus Gitarren und Drums, der sich zum Refrain hin zusammenbraut. Im krassen Kontrast dazu die sanfte Ballade „Ich bin der Nachtwind“, deren zartes Gitarrenpicking schließlich von würdevollen Dudelsackmelodien ersetzt wird. Instrumente wie Cister, Nyckelharpa und Bandoneon, werden in einer Geschichte um den Dichter Francois Villon gesponnen, welchem der Teufel persönlich in einer Gasse von Paris erscheint. Der „Puppenspieler“ ist ein Rockhymnus auf die dritte Dimension der Band Tanzwut, das Marionettenspiel,welches tatsächlich live beim Theatrum Diaboli zelebriert wird. Der Songtext ist allerdings nicht ohne gesellschaftlichen Hintergrund und philosophischer Tiefe, wie alle Texte auf diesem Album. Bei „Gib mir noch ein Glas“ ist auch auf diesem Album ein Duett mit dem Sänger Torben von der Band KÄRBHOLZ vertreten. Es ist eine Hymne auf die guten alten Freunde,die aus dem rechten Holz geschnitzten Kneipengesellen.

Mit einem derartig geballten Potential an Hits und Eindrücken nehmen TANZWUT Kurs auf ein Album, welches die Szene in ihren Grundfesten erschüttern wird.

Am 7. Juni 2019 erscheint „Seemannsgarn“. Im Rahmen des Wave Gotik Treffen feiert die Band am 8. Juni 2019 ihr neues Werk auf einer exklusiven Releaseparty im Darkflower in Leipzig. Gekrönt wird das Ganze von dem Abendkonzert, welches am 10. Juni im Heidnischen Dorf in Leipzig stattfindet. Im Sommer werden TANZWUT ihr neues Album auf diversen Festivalshows präsentieren, unter anderem auf dem Wacken Open Air. Im Herbst 2019 geht die Band dann auf ausgedehnte„Seemannsgarn“ Tour. Unterstützt wird sie dabei durch die Bands Harpyie oder Null Positiv.

FAZIT:

TANZWUT eben…so,wie sie „wüten“ und sind!Ehrliche Musik mit ehrlichen Texten!

8 von 10 Punkte

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